Computerwissen

Dies ist ein Begrüßungstext, der immer auf der QuA Landingpage (qa/index) angezeigt wird.

Nach den Ausführungen von Herrn Michael Beisecker zur "Corona-Warn-App" im PC-Sicherheitsberater (der in der Dez-Ausgabe) nur acht Seiten umfasst und im Vergleich zum Windows-Handbuch viel zu teuer ist) möchte ich dazu eine sachliche Aussage machen:

1.) Nicht jeder Bürger besitzt ein Smartphone (nicht Handy!) und ist auch nicht dazu verpflichtet, sich ein solches anzuschaffen, Ich kenne mehrere junge Leute unter 30(!),die kein Smartphone besitzen. Ich selbst bin fast 73 Jahre und zähle damit schon zu den Ausnahmen in diesem Alter, die so ein Ding besitzen. Bei meinen wenigsten Aktionen benötige ich ein Smartphone, ich mache alles vom Laptop/PC aus Ich nutze darauf allenfalls WhatsApp und einige andere Messenger sowie eine Notizbuch-App
Für viele Fälle im praktischen Leben reichen oft ein Stück Papier und ein Kugelschreiber. Ansonsten benutze ich ein einfaches Mobiltelefon, was mir völlig reicht, auch als Fahrradkurier.

2) Die von Herrn Beisecker erwähnten „Einsteiger-Smartphones" kann man buchstäblich in der Pfeife rauchen. Meins von AlcaTel kostete um 80 Euro und ist ein einziger Krampf, schon viermal neu installiert. Die Kamera kann man vergessen. Tut mir leid, ich habe für ein teureres Gerät kein Geld, habe ich ohnehin durch Corona als freier Journalist fast meine gesamten Nebeneinkünfte verloren (keine Veranstaltungen mehr). Und dann die hohen Mobilfunkgebühren! Nein - das tue ich mir nicht an.

3) Und was ist, wenn ich mein Smartphone vergessen habe, der Akku leer ist oder es grade nicht funktioniert? In meinen Jugendjahren haben wir sogar ohne Festnetztelefon auskommen müssen. Hausrecht hin oder her: Dürfen Senioren (ohne Smartphone) dann gar nicht mehr ins Restaurant gehen und müssen draußen Im Kalten bleiben?

4) Man könnte es einfach so machen, in dem man die App zwar installiert, jedoch nicht aktiviert. Zudem bezweifle ich stark, dass z. B. der Gastwirt überhaupt ein Recht hat, Einsicht in die Apps meines Smartphones zu nehmen, das könnte sogar u. U. peinlich sein. Eine wirkliche Funktionsprüfung würde zudem viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Mir ist in meinem Umkreis nicht ein Restaurant bekannt, in dem die umstrittene (und auch fehlerhaft funktionierende) Warn-App Zugangsvoraussetzung für einen Gaststättenbesuch wäre

5) Wer mich ohne diese Warn-App nicht einlassen würde, hätte mich zum letzten Mal - auch nach Corona - gesehen. Ein paar Einträge auf Twitter, Facebook usw. - und dann bliebe sein Laden leer. Den Rest schaffen ein Leserbrief oder Artikel in der Lokalzeitung. Essen kann ich auch zuhause - ich kann übrigens auch kochen. Recht gebe ich Herrn B. jedoch darin, dass Gaststätten ein persönliches Formular für den Besuch bereithalten müssen. Eine gemeinsame Liste ist Schwachsinn. Im Übrigen halte ich mich an die Maskenpflicht, wo nötig und Abstände, Jedoch nicht mehr!

Nachdenkenswert ist vielleicht auch folgender Link:

https://www.pnp.de/nachrichten/bayern/Besucherlisten-und-Corona-App-Was-in-Gaststaetten-erlaubt-ist-3714760.html - Ich zitiere den Text:

Das Bayerische Landesamt für Datenschutz warnt vor Missbrauch der Corona-App und vor frei ausliegenden Namenslisten in der Gastronomie.

"Kontaktdaten dürfen insbesondere nicht auf offen einsehbaren Listen erhoben werden. Die Nutzung der Corona-Warn-App ist freiwillig und darf daher weder bei Gästen noch bei Beschäftigten als ‘Zutrittsbedingung‘ gefordert noch darf der persönliche Risikostatus bei ihnen eingesehen werden", heißt es in einer Pressemitteilung

Der "Grundsatz der Vertraulichkeit und Integrität" sei in jedem Fall einzuhalten, mahnen die Datenschützer. Und Michael Will, Präsident des Landesamts für Datenschutzaufsicht, erklärt: "Offene Listen mit den Kontaktdaten der Gäste in Restaurants, Cafés oder Biergärten sind ebenso unzulässig wie unnötig." Auf der Homepage der Datenschützer steht ein datenschutzrechtlich geprüfter Muster-Erfassungsbogen für den einzelnen Gast bereit, den Wirte nur noch vom Gast ausfüllen lassen können, dann sicher verwahren und nach einem Monat entsorgen müssen, damit sie sich wieder allein dem Wohl ihrer Gäste widmen können und sich nicht um vermeidbare Datenschutzbeschwerden kümmern müssen.

"Datenschutzrechtlich ins Abseits"

Michael Will warnt ausdrücklich: "Wer als Arbeitgeber, Gastwirt oder Ladeninhaber glaubt, die Corona-Warn-App für eigene Zwecke der Zugangskontrolle und des betrieblichen Infektionsschutzes vereinnahmen zu können, begibt sich datenschutzrechtlich ins Abseits." Da die Datenschützer keine Gewähr dafür sehen, dass grundlegende datenschutzrechtliche Anforderungen eingehalten werden können, wollen sie solche Zweckentfremdungen der Warn-App "wenn nötig auch mit Geldbußen unterbinden". Das Projekt der Warn-App überzeuge durch guten Datenschutz und sein Konzept der Freiwilligkeit, Druck und falsche Anreize würden es beschädigen, heißt es. (Kürzel: kse)

Dies zu den Ausführungen von Herrn Beisecker.

Gruß HMW
Geschrieben in: Internet & Social Media 21:54, 21. November 2020
Beitrag teilen:
Antworten (0)
  • Es gibt noch keine Antwort zu diesem Thema
Login Bild

Bitte melden Sie sich an um eine Antwort zu verfassen

Sie müssen angemeldet sein um eine Antwort zu verfassen. Sie können hierfür das Anmeldeformular rechts nutzen oder sich registrieren.

Hier registrieren »