Computerwissen

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Sehr geehrte Redaktion,
ich möchte das Ubuntu-Update so wie im aktuellen Linux-Insider beschrieben als Neu-Installation durchführen.
Der Rechner verfügt über 2 Partitionen: 1x System, 1x home ( natürlich noch die Swap-Partition). Den Inhalt von home habe ich auf einen ext. Datenträger gesichert.
Da im Lauf des Installationsprozesses der Schritt "Festplatte löschen und Ubuntu installieren" anliegt, wird dann wohl die gesamte FP gelöscht. Ich möchte aber die home-Partition unverändert beibehalten. Meine Frage lautet daher: Gibt es eine Möglichkeit, die Neu-Installation auf der "alten" Systempartition ( /dev/sda1) zu "erzwingen", oder muss ich neu partitionieren.? Wenn ja, welches Vorgehen empfehlen Sie: Partitionieren während des Installationsvorgangs oder nach Abschluß mit einem Tool wie GParted o.ä.?
Mit freundlichen Grüßen
alamogordo
Geschrieben in: Linux 13:33, 22. Juni 2018
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noha
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noha
online
00:43, 25. Juni 2018
Hallo alamogordo,

ich versuche Ihre Fragen zu beantworten:

Dateien mit der Endung tgz sind gepackte Archive, vergleichbar mit zip-Dateien. Beide Arten von Archiven können in der Dateiverwaltung geöffnet werden, wobei das Entpacken von tgz-Dateien zweistufig ist. In der ersten Stufe wird die Datei nur entkomprimiert und das Ergebnis ist eine Datei mit den Endung .tar
Dieses ist das eigentliche Archiv. Mit einem Doppelklick bekommen Sie dann die darin enthaltenen Dateien angezeigt.

Bei Programmen (und Treiber, was spezielle Programme sind) ist es üblich, dass in dem tar-Container eine Beschreibung enthalten ist, für die Installation des Programms. Oft hat die Datei den Namen readme oder liesmich oder auch einen Namen mit der Endung .txt

Es gibt verschiedene Linux-Varianten und alle haben ein bevorzugtes Verfahren zur Installation von Dateien und viele Programmieren ersparen sich die Mühe, verschiedene Varianten auszuarbeiten. Sie verwenden dann ein jahrzehnte altes Verfahren, dass z.B. einfach ein tar-Archiv in ein bestimmtes Zielverzeichnis zu kopieren ist. Dann muss ggf. ein Programm zur Konfiguration laufen, bevor das Programm nutzbar ist.

Das ist für ungeübte Linux-Anwender umständlich und für die Hersteller von Schadsoftware auch...

Zum Stern in Dateinamen:
Ein Stern in Dateinamen ersetzt beliebig viele Buchstaben, die man nicht tippen muss, wenn man den Stern verwendet. In der Kommandoeingabe (Terminal) kann man sich mit dem Befehl ls Dateinamen anzeigen lassen. Bei mir liefert
ls V*
die Ausgabe
Videos
VirtualBox_VMs
Vorlagen
somit alle Verzeichnisse und Dateien, deren Namen mit dem Großbuchstaben V anfangen.
Gebe ich
ls Vi*
ein, bekomme ich
Videos
VirtualBox_VMs
also alle Verzeichnisse und Dateien, die mit Vi anfangen.
Wenn ich
ls *
eingebe, bekomme ich alle Dateien und Verzeichnisse, ausgenommen solche die mit einem Punkt beginnen. Diese werden zwar durch den * ebenfalls gefunden, aber das Kommando ls unterdrückt diese Namen.

Ein externen Speicher wie ein USB-Stick, eine CD oder DVD, eine Digitalkamera oder ein Smartphone wird automatisch bei Ubuntu eingebunden und durch ein Symbol am linken Bildschirmrand angezeigt. Im Terminal finden Sie, dass es in
/media/alamogordo/DVD2018.1 heißt, unter der Annahme, dass Sie sich am System mit alamogordo anmelden und dass der Hersteller der DVD ihr den Namen DVD2018.1 gegeben hat. USB-Sticks haben ebenfalls einen Namen vom Hersteller bekommen.

Am einfachsten ist es, wenn Sie das Kommando ls verwenden, hier also
ls /media/alamogordo/*
Den Stern kennen Sie ja schon.

VG
noha
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Antworten (5)
  • Akzeptierte Antwort

    16:51, 22. Juni 2018
    Hallo alamogordo,

    Sie können die Partitionen auch per Hand vorgeben. Dazu wählen Sie im Installationsmenü den Punkt Etwas anderes aus. Es werden alle Patrtitionen angezeigt, diesen müssen Sie nur einen Mountpunkt zuordnen und darauf achten das bei der Systempartition der Haken bei formatieren gesetzt ist und bei der Homepartition dieser leer ist.

    Also System bekommt den Mountpoint /. Home bekommt /home und Swap keinen, das ist durch das Dateisystem schon festgelegt.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Dirk Kleemann
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    17:30, 23. Juni 2018
    Hallo Herr Kleemann,
    dank Ihres Tipps verlief die Installation (weitestgehend) problemlos (System-Partition nun mit 18.04, home wurde unverändert übernommen). Soweit so gut.
    Leider habe ich bei der Installation nicht darauf geachtet, bereits über "Wi-Fi not connected" (s. Linux-Insider) das WLAN einzubinden. Nun funktioniert alles, bis auf das WLAN. Ich habe die Passworteingabe mehrfach langsam vorgenommen, aber die Verbindung klappt nicht.
    Ich habe nun über die Seite "http://linux-wless.passys.nl"; die Treiberseite "iwlagn" gefunden und bin dann auf der entsprechende Intel-Seite mit den WLAN-Treibern für dne WLAN-Adapter für Linux gelandet und habe dort den Treiber (iwlwifi-6000g2b-ucode-17.168.5.1.tgz) heruntergeladen. Es wird auch beschrieben, wie der Treiber zu installieren ist (Firmware):

    Installation of the firmware is very simply:
    # cp iwilwifi-*.ucode /lib/firmware
    You can now load the driver.

    Diese Prozedur bedeutet also einen Update in der aktuellen Firmware von 18.04(?).
    Ist das ungefährlich?
    Alternativ könnte ich einen Windows-Treiber suchen und den über Ndiswrapper einbinden.
    Was würden Sie empfehlen?
    Mit freundlichen Grüßen
    alamogordo
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    noha
    VIP
    noha
    online
    00:53, 24. Juni 2018
    Hallo alamogordo,

    gefährlich ist relativ. Im Verzeichnis /lib/firmware wird zu jedem Gerät und zur CPU des Rechner Firmware gespeichert und auch mit dem üblichen Update aktualisiert. Das bleibt oft unbemerkt.

    In diesem Fall wird eine neue Firmware für die WLAN-Karte bereit gestellt und beim nächsten Boot wird versucht, diese zu laden. Das macht übrigens Microsoft genau so. Da die Firmware nicht vom Betriebssystem sondern von Gerät abhängt, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass diese fehlerhaft ist, denn das würde sofort auffallen.

    Daher, erst einmal probieren, was der Update der Firmware bringt. Wenn es nichts hilft, können Sie den Microcode ja wieder löschen, denn Sie kennen ja das Verzeichnis und den Dateinamen.

    Ein Tipp:
    In der Zeile
    # cp iwilwifi-*.ucode /lib/firmware

    bedeutet das Zeichen #, dass das Kommando cp von root ausgeführt wird. Das bedeutet, dass unter Ubuntu
    sudo cp iwilwifi-*.ucode /lib/firmware
    verwendet werden muss.

    VG
    noha
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    15:50, 24. Juni 2018
    Hallo noha,
    zunächst besten Dank für Ihre Antwort (und besonders für den Hinweis zu #!).
    Es wäre sehr hilfreich, wenn Sie mir eine "Anleitung" geben könnten, wie ich die heruntergeladene Treiberdatei (momentan auf einem Stick gespeichert: iwilwifi-6000g2b-ucode-17.168.5.1.tgz) in den Befehl einbinde: Muss ich anstelle des * die Zeichenfolge ab -6000g2b-ucode-17.168.5.1.tgz einfügen (ich habe leider noch nie einen Treiber bei Linux neu installiert)? Wie gebe ich den Speicherort (Stick) ein?
    Noch eine Frage (sozusagen zu meiner "Weiterbildung"): Bei Eingabe von "iwconfig" kommt das Ergebnis "no wireless extension". Beim Anklicken von "Mit WLAN-Netzwerk verbinden" wird das Netzwerk (SSID) korrekt angezeigt, aber die Passworteingabe führt nicht zum Verbindungsaufbau : Stammt die Information zum SSID aus der
    vorherigen Installation 16.04 und ist so noch im System vorhanden?
    Besten Dank für Ihre Bemühungen.
    Mit freundlichen Grüßen
    alamogordo
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    16:36, 24. Juni 2018
    Hallo noha,
    ich habe gerade "wireless-tools" und "wpasupplicant" installiert - und nun ist das WLAN da und damit das eigentliche Problem gelöst.
    Wenn es Ihnen nicht zu lästig ist, würde ich mich trotzdem über eine Antwort zum ersten Teil meiner o.a. Frage sehr freuen.
    Mit freundlichen Grüßen und noch einen schönen Sonntag
    alamogordo
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