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Hallo noha,

seit Längerem sehe ich auf meinem PC unter „Andere Orte“ 3 Elemente, die mir ein gewisses Unbehagen bereiten. Foto als Anlage. Seit ich ausschließlich mit Ubuntu arbeite (Windows habe ich nicht übernommen) waren diese Elemente nicht vorhanden, zumindest nicht die beiden unteren. Die beiden unteren hängen vermutlich damit zusammen, dass ich in 9/17 den Anbieter für Telefonie und Internet gewechselt habe. Umschalttermin war der 15.01.18. Vom neuen Anbieter wurde eine neue FRITZ!Box installiert. So weit, so gut und auch alles bestens.

Unbehagen bereitet mir, wenn ich die Pfade dieser 3 Elemente verfolge:

Element HELMUT-H67H2… / Ordner printS (angezeigte Größe „-“) /

Element Windows-Netzwerk / Workgroup (Größe „-“) / FRITZ-NAS (Größe „-“) /
Ordner FRITZ.NAS (Größe „-“) /

Element FRITZ-NAS / Ordner FRITZ-NAS (Größe „-“) /

Wenn ich am Ende jeden Pfades jeweils doppelklicke, kommt ein Fenster mit der Möglichkeit, eine Verbindung zu diesem Speicherort entweder mit „Anonym verbinden“ oder als registrierter Benutzer mit meinem Passwort her zu stellen. Beides funktioniert bei allen 3 Elementen nicht.

Was haben diese Elemente auf meinem PC zu suchen, wenn die Ordner leer sind (Größe „-“) und mir als berechtigter Benutzer der Zugang verwehrt wird. Ich halte diese Elemente für schädlich und/oder für blockierend für mein System, auch, wenn ich an meine externe Festplatte denke. Wenn ich schon Windows lese, wirds mir schlecht.

Kann ich die 3 Elemente bedenkenlos löschen?

Freundlicher Gruß, lafidex
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Geschrieben in: Freeware & Open Source 20:26, 09. August 2019
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    noha
    VIP
    noha
    online
    00:24, 10. August 2019
    Hallo lafidex,

    die bemängelten Einträge kommen von einen Netzwerkprotokoll namens SMB, das sowohl von Windows- als auch Linux-Rechnern, die eine Netzwerkverbindung haben (können), benutzt wird.

    Die Anzeige haben Sie mit dem Dateiverwaltungsprogramm Nautilus gemacht und dieses hat für Dinge im Netzwerk kein spezielles Bild, so dass die Spalten "Größe" und "Geändert" immer leer angezeigt werden.

    Der obere Eintrag zeigt (vermutlich) einen Rechner oder einen Drucker, der sich bei Ihnen im lokalen Netz befindet. Welches Gerät das ist, können nur Sie selbst feststellen.

    Das fragliche Gerät meldet sich alle 45 Sekunden über SMB und veranlasst, dass Ubuntu einen "Ordner" mit dem Bild eines Netzwerkrechners bereit stellt, damit Sie gegebenenfalls darauf zugreifen können. Wenn das Gerät ausgeschaltet wird, bleibt der Eintrag noch viele Stunden im Ubuntu und der Fritzbox vorhanden.

    Zu "Windows-Netzwerk":
    Der Name kommt von einem Betriebssystem namens Windows, das das SMB-Protokoll und sein Vorgänger (CIFS) als erstes auf der Welt verwendet hat. Linux und die Vorgänger-Systeme hatten zur Zeit der Einführung von CIFS mehrere eigene Protokolle, die bis auf NFS unbedeutend sind. Übringens, Windows kann auch NFS - aber dieses ist deutlich aufwändiger als SMB handzuhaben.

    Der zweite Ordner namens Windows-Netzwerk entsteht ebenfalls durch das SMB-Protokoll und dient dazu, Rechner aus anderen Arbeitsgruppen darin anzuordnen. Beispiel von meinem Netz im Anhang. (Im Verzeichnis STB sind die Rechner in meinem Büro einsortiert und in HOME die in meiner Wohnung).

    Natürlich brauchen Sie keine große Organisation, aber in Linux ist eben das Werkzeug vorhanden, mit dem man auch große Netzwerke verwalten kann.

    Der ganz unten gezeigte Rechner ist Ihre Fritzbox.

    Sie können den ganzen Spuk beenden, in dem Sie das SMB-Protokoll samt Zubehör deinstallieren. Welche Nebenwirkungen das in Ihrem Netz hat, weiß ich natürlich nicht.
    Aber bei Linux sind Sie der Herr des Systems und dürfen daher selbstverständlich auch den Ast absägen, auf dem Sie sitzen!

    Die Befehle dazu sind:
    sudo apt-get purge samba samba-common cifs-utils
    wobei es sein kann, dass cifs-utils nicht deinstalliert werden kann, weil es nicht vorhanden ist.
    Danach entfernt man mit
    sudo rm -r /etc/samba
    die Konfigurationsdateien und
    sudo apt-get autoremove
    dient zum Aufräumen.

    VG
    noha
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    20:10, 10. August 2019
    Hallo noha,

    ok, ich verstehe Sie so, dass die 3 Elemente nicht schädlich sind, sondern eben ihre Ordnung im System haben.

    Dann bleiben mir aber zwei Fragen:

    1. Warum kann ich letztlich die 3 Elemente nicht öffnen, obwohl es mir angeboten wird?

    2. Das oberste Element ist die Kennung meines Rechners, das weiß ich wohl. Ich habe auch schon lange "invalid entry length" wahrgenommen. Beim Arbeiten habe ich aber keinerlei Probleme mit Ubuntu, zumindest nicht bewusst. Bei dieser Gelegenheit wäre es aber an der Zeit, diesen Fehler zu entdecken und zu entfernen. Was ist da konkret zu tun?

    Danke und freundlicher Gruß, lafidex
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    noha
    VIP
    noha
    online
    00:40, 11. August 2019
    Hallo lafidex,

    Vorwort:
    Wenn Sie nur einen Rechner an der Fritzbox haben, dann ist die Verwendung eines Netzwerkprotokolls wie SMB etwa so sinnvoll, wie wenn man alleine auf einer Insel Skat spielen will.

    Problemchen, die Sie vor Ort haben:
    1. Es gibt bei den Rechnernamen einige Einschränkungen beim SMB-Protokoll. Ich nehme an, dass der Namen länger als 15 Zeichen ist. Evtl. sind auch Sonderzeichen im Namen enthalten. Solange das nicht bereinigt ist, können Sie über das SMB-Protokoll auf Ihren Rechner nicht zugreifen.

    2. Ein Zugriff ist nur dann sinnvoll möglich, wenn Sie Dateien bzw. Ordner oder Drucker freigegeben haben. Das heißt, SAMBA (=Namen der Komponenten von Linux, die das SMB-Protokoll realisieren) muss konfiguriert werden. https://wiki.ubuntuusers.de/Samba_Server/smb.conf/

    3. Weil SAMBA auf Ihrem Rechner nicht eingerichtet ist und das Gegenstück auf der Fritzbox ebenfalls auf Einrichtung wartet, können Sie "Windows-Netzwerk" nicht öffnen. Und Fritz-NAS ebenfalls nicht.

    Zu 1: Rechner umbenennen:
    Da der Rechnername auch im Terminal benutzt wird, ist es besser, wenn der Name kurz ist.

    Dazu sind zwei Dateien zu ändern:
    1. in /etc/hostname muss der Name geändert werden.
    sudo gedit /etc/hostname
    ruft den Editor auf. Ein einfachsten ist es, die Länge des Namens auf höchstens 8 Zeichen zu begrenzen und nur Buchstaben und Ziffern zu benutzen und keine Umlaute.
    2. in /etc/hosts muss der gleiche Name eingetragen werden:
    sudo gedit /etc/hosts
    bringt Sie dort hin. In der Datei finden Sie (am Ende) die Zeile
    127.0.0.1 localhost
    unter die Sie eine Zeile mit
    127.0.0.1 RECHNERNAME
    einfügen. Dabei muss RECHNERNAME durch den Namen ersetzt werden, den Sie vorher in /etc/hostname eingetragen haben.

    Zum Testen rufen Sie die Kommandos
    hostname
    und
    uname -n
    auf. Beide Kommandos sollten den neuen Namen anzeigen.

    VG
    noha
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