Computerwissen

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Sehr geehrte Redaktion,
ich möchte meinen neuen PC zukunftssicher konfigurieren/partitionieren.
In Ihren Newslettern "Computerwissen Daily" bzw. "Windows Secrets" sind zum Thema
schon einige Hinweise enthalten. Meine konkreten Fragen dazu sind:

- Auf C (SSD) kommt das Betriebssystem ( hier WIN 7 Pro 64-Bit)
- Die HDD bekommt Anwendungen ( Größere Programme auf D ) und Daten ( auf E )
- Kleine Anwendungen / Programme, die sehr oft benötigt werden, kommen ebenfalls auf C.

Sind "Kleine Anwendungen" z.B. E- Mail, Browser, Antiviren-Progr., ?

Für Hinweise / ergänzende Tipps wäre ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

alamogordo
Geschrieben in: Windows 18:59, 17. Mai 2015
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noha
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noha
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13:40, 18. Mai 2015
Hallo alamogordo,

man sollte die Rücksicht auf den Verschleiß einer SSD nicht übertreiben:
1. Wenn man Programme auf einer SSD installiert, wird ja nur während der Installation dort geschrieben. Daten kann man ja ablegen, wo man möchte und andere Schreibzugriffe erfolgen auf die Windows-Registry, die ohnehin auf der Systempartition liegt.
2. Eine gute SSD ist nicht so schwach, wie man es des öfteren liest. Hier meine Überlegungen/Erfahrungen dazu:

Zum Beispiel habe ich in mehreren Rechnern jeweils eine SSD aus der professional Serie von Samsung verbaut, auf die der Hersteller 10 Jahre Garantie gibt oder bis 150 TB geschrieben wurde. Wenn ich 150.000 GB durch 1000 GB teile (Samsung bezieht dies wohl auf die größte SSD), bekomme ich 150. Das heißt, jede Zelle der SSD kann 150 mal überschrieben werden, bis die Garantie hin ist. Nach 2 Monaten in meinen Rechnern ist jetzt jede Zelle einmal überschrieben worden, meldet die SSD, obwohl auf meinen SSDs Datenbanken liegen, die mit Microsoft SQL betrieben werden, sowie alle anderen Anwendungsprogramme samt deren Daten. Lediglich die Daten für die Sicherung und der Archive liegen auf anderen Platten.
Wenn ich die zwei Monate Betrieb hochrechne, dauert es 150/6, also 25 Jahre, bis die SSD platt ist. Da meine Beobachtungszeit noch kurz ist und die Datenmenge in Zukunft wächst, sind 25 Jahre mit Sicherheit zu optimistisch. Es bleibt wohl bei den 10 Jahren Garantiezeit.

Da andererseits eine SSD wie jede andere Platte jederzeit ausfallen kann, sind regelmäßige Sicherungen und Anzeige der SMART-Daten Pflicht. Wenn man Windows 7 oder neuer nicht direkt auf einer SSD installiert, sondern von einer konventionellen Platte auf die SSD kopiert, müssen einige Dienste und Einstellungen in Windows angepasst werden, weil sie auf einer SSD sinnlos sind (prefetch, defrag) und viele Daten überflüssigerweise schreiben.
Unabhängig davon, ob man nun eine SSD verwendet oder nicht, kann man bei den heutigen Preisen von RAM einiges im Speicher halten. Das macht zwar Windows selbst, aber es kann Programme geben, die diese Funktion absichtlich umgehen. So habe ich auf einem älteren Rechner eine RAM-Disk installiert, da ein von mir häufig verwendetes Programm grundsätzlich alles auf Platte schreiben will.

VG
Norbert
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  • Akzeptierte Antwort

    09:57, 18. Mai 2015
    Hallo Norbert,

    danke für die "mitternächtliche "Antwort. Grundsätzlich sehe ich das auch so - allerdings nur für den Fall einer klassischen Installation ausschließlich auf HDD.
    Der Sinn, WIN auf der SSD zu installieren und die Anwendungen auf einer anderen Partition der HDD ist es ja, einerseits die Schreibzugriffe auf die SSD auf das Nötigste zu beschränken, andererseits die Schnelligkeit der SSD optimal zu nutzen. Außerdem kann damit die Größe der SSD kostenmäßig optimiert werden.

    MfG
    alamogordo
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    noha
    VIP
    noha
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    00:14, 18. Mai 2015
    Hallo alamogordo,

    ich persönlich halte nichts von einer Trennung von Windows und Programmen auf verschiedene Platten oder Partitionen. Programme legen heutzutage viele Einstellungen in der Registry von Windows ab, und deren Dateien liegen nun mal auf der Systemplatte. Man kann daher nicht eine Version von Windows durch eine andere ersetzen und die Programme einfach weiter verwenden - was zu Windows-98-Zeiten oft noch möglich war. Antiviren-Programme sind stark ins System eingebaut und sollten immer auf der gleichen Partition liegen. Wenn man da z.B. den Windows Defender als AV-Programm verwendet, kann man gar nicht auswählen, wohin das Programm installiert wird, denn es wird gleich mit dem System installiert.

    Auch große Programme belegen nicht so viel Platz, dass die Systempartition dadurch zu voll wird. Beispiele für große Programme, die ich kenne: Adobe Creative Suite belegt rund 20 GB, Matlab rund 15 GB. Das ist in etwa auch so viel, wie Windows selbst benötigt.
    Die Speicherung der Daten auf einer extra Partition ist dagegen durchaus sinnvoll, da sich diese Daten sehr häufig ändern, so dass diese Partition entsprechend oft gesichert werden muss. Die Systempartition incl. Programme muss deutlich seltener gesichert werden, monatlich (vor dem Windows-Update) reicht in vielen Fällen aus.

    VG
    Norbert
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