Computerwissen

Dies ist ein Begrüßungstext, der immer auf der QuA Landingpage (qa/index) angezeigt wird.

Sehr geehrte Herren,

wie verhält es sich eigentlich mit der Anonymität bezüglich der Anzeige der IP-Adresse?
Bekanntlich gibt es Web-Seiten, auf denen man sich die IP-Adresse (mit dem persönlichen Standort) anzeigen lassen kann.

Wenn ich z. B. den Fonic-Surfstick (O2) verwende, wird mir unter http://meine-aktuelle.ip.de zwar weder Bundesland noch Stadt, dafür allerdings auf der dort erscheinenden Landkarte Längengrad 9.000000 und Breitengrad 51.000000 angezeigt.
Das ist laut dieser Karte ein Punkt im Ederbergland, zwar noch 70 km östlich meines wirklichen Standortes – aber exakt die gleiche Karte mit den Koordinaten erscheint, wenn ich mich normal über meinen Router mit Ortsvorwahl einwähle.
Der Provider O2 befindet sich aber in München – was ich aber aus bestimmten Gründen lieber angezeigt hätte.
Des Weiteren nennt diese Seite exakt das Betriebssystem (in meinem Falle Windows 10) und den verwendeten Browser (naja, müsste nicht sein)

Meine Fonic-Nr. habe ich irgendwo unter einer Adresse eintragen lassen. Wieso und weshalb kommt dann diese Anzeige zustande? Irgendwie muss da doch eine Ortung bestehen.

Verwende ich jedoch die Adresse http: http://www.ip-adresse-ermitteln.de wird erstaunlicherweise München mit dem Sitz des Providers O2 angezeigt. Das ist mir auch viel angenehmer.
Auch werden da bezgl. Betriebssystem, Browser usw. unterschiedliche Daten angezeigt. Hier entgegen wird als Betriebssystem nur Windows genannt. Wie kommt so was eigentlich zustande?

Nun habe ich gehört, dass z. B. der Betreiber einer Community, zu 95 Prozent die Möglichkeit habe, auch Tel.- oder Einwahlnummern festzustellen. Kein angenehmer Gedanke.

Ist das tatsächlich möglich? Ich habe auch die Betreiber dieser Webseiten per E-Mail befragt, erhalte aber keine Antwort, die geben sich offensichtlich bedeckt. Ich habe jedoch ein Anrecht zu erfahren, wie meine Daten ausgewertet werden.

MfG Hans-Gerhard M.
Geschrieben in: Internetsicherheit 21:53, 03. Februar 2016
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noha
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noha
online
17:47, 04. Februar 2016
Hallo Hans-Gerhard,

wenn sich der Betreiber eines Forums oder eines anderen Dienstes auf die IP-Adresse verlässt, dann hat er sehr oft Pech. Außer Verschleierung der IP-Adresse gibt es für ihn auch das Problem, dass z.B. die Telekom in Deutschland spätestens nach 24 Stunden die Verbindung unterbricht. Beim Wiederaufbau der Verbindung bekommt der Nutzer in der Regel eine andere IP-Adresse.

Daher hat schon vor knapp 15 Jahren das WWW-Konsortium im P3P-Projekt von der Verwendung der IP-Adresse abgeraten und die Nutzung von Cookies empfohlen. Da der Anwender aber jederzeit die Cookies löschen kann, hilft das auch nur begrenzt.

Da dies gegen das werbefinanzierte Geschäftsmodell verschiedener Firmen verstößt, wurden einige Browser mit Seriennummern ausgestattet. Diese kann zwar wiederum der Anwender ändern, aber es gibt Browser, die geschwätzig sind, und dies auf Anfrage mitteilen.

VG
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    noha
    VIP
    noha
    online
    23:14, 03. Februar 2016
    Hallo Hans-Gerhard,

    ich habe Ihre Angaben gerade mal mit meinem Anschluss (bei der Telekom) verglichen.
    http://www.ip-adresse-ermitteln.de/ liefert nur die IP-Adresse, jedoch keinerlei Ortsangaben. Der Browser wird (mit Chrome 41.0.2200.0) falsch gemeldet und beim Betriebssystem fehlt die Versionsnummer.
    Dagegen liefert http://www.meine-aktuelle-ip.de/ wesentlich genauere Angaben, Luftline nur 2 km Abweichung! Auch die Angaben zum Browser und Betriebssystem stimmen.

    Dass bei Ihnen die Ortsangaben nur auf ganze Winkelgrad angegeben sind, könnte vermutlich daran liegen, dass O2 nur ein grobes Raster der Anschlusspunkte verkauft. Evtl. hat O2 gar keine genauere Kenntnis über den Ort des Übergabepunktes vom Netzbetreiber zur O2. O2 mietet ja nur das Kabel und sorgt für den Datentransport.

    Dass die Browser ihren Namen und Version sowie das Betriebssystem als Information liefern, hilft vielen Nutzern, die Programme herunter laden wollen aber nicht wissen, welches Betriebssystem sie verwenden. In der Vergangenheit war der Internet Explorer schon sehr eigen, so dass viele Ersteller von Web-Seiten darauf Rücksicht nehmen mussten.

    Sich im Internet zu verstecken ist nicht einfach, denn es ist nur eine Frage des Aufwands, um eine Verbindung von A nach D über B und C heraus zu finden. Schwierig würde es für die Geheimdienste erst, wenn B oder C in einem Land liegen, das nicht kooperiert.

    Sie schrieben: "Nun habe ich gehört, dass z. B. der Betreiber einer Community, zu 95 Prozent die Möglichkeit habe, auch Tel.- oder Einwahlnummern festzustellen."
    Ich weiß zwar nicht, was Sie unter "Community" verstehen, aber Ihr Vertragspartner des Anschlusses - O2 - ist gesetzlich verpflichtet, diese Daten zu erfassen und einige Monate aufzubewahren.

    VG
    noha
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    16:37, 04. Februar 2016
    Hallo noha,

    vielen Dank für diese Antwort.
    Das Thema der Verschleierung der IP-Adresse wird ja auch im Pannenhelfer behandelt. Also z. B. mit Avast Secure, Steganus usw. Das kann man z. B schon mal damit ändern.

    Unbeantwortet bleibt für mich vorerst noch die Frage, inwieweit Betreiber eines Chat oder Community tatsächlich die Möglichkeit haben, die Einwahlnummer zu einer IP herauszufinden. Darum geht es mir eigentlich.
    Normalerweise gehören diese Angaben zu den personenbezogenen Daten - und das dürfen z. B. nur Justizbehörden, wenn der Verdacht einer Straftat vorliegt, erfahren.
    Daher frage ich mich, wie das möglich sein soll.
    Offenbar soll vermieden werden, dass ein Nutzer mehrere Profile oder Fake-Accounts anlegt. Wenn die natürlich über die gleiche IP-Adresse angelegt werden, fallt das auf, klarer Fall.
    Allerdings kann es dann immer noch gegeben sein, dass eine andere Person den gleichen Rechner unter gleichem Zugang benutzt.
    Deswegen erscheint mir diese Vorgehensweise etwas eigenartig, denn nur wegen so etwas dürften Provider kaum die personenbezogenen Daten herausgeben.

    MFG HGM
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