Guten Tag. Ich möchte Linux Ubuntu in einem VirtualBox, unter Windows 11 installieren und nüzen. Welche Möglichkeiten gibt es?
MfG
vladi64
Hallo vladi64,
kurze Antwort: ja. Sie richten einen virtuellen Rechner ein und installieren dann eine der Dutzend Linux-Varianten so wie Sie es auf einem realen Rechner machen.
Lange Antwort: Was ich hier schreiben soll hängt von Ihrem Vorwissen ab.
VG
noha
01.05.2026 16:31
Hallo noha,
mein Vorwissen mit VirtualBox zu arbeiten ist gleich „0“
Bis jetzt habe ich VirtualBox instaliert, aber weiter brauche ich Anweisungen, Schritt für Schritt.
MfG
vladi64
Hallo vladi64,
ich bin Leser dieses Forums und beantworte gerne Fragen, soweit ich Zeit dafür haben. VirtualBox setze ich seit 9 Jahren ein, davor habe ich VMware benutzt.
Nun habe ich mal im Brave-Browser die Frage gestellt: „Ich suche eine anleitung für virtualbox deutsch“ und bekam den Text
VirtualBox ist eine kostenlose Virtualisierungssoftware von Oracle, die es ermöglicht, andere Betriebssysteme (Gäste) auf dem eigenen Computer (Host) auszuführen. Die Installation und Einrichtung erfolgt in wenigen Schritten, wobei auf moderne Anforderungen wie Windows 11 Kompatibilität geachtet werden muss.
Installation und Voraussetzungen Laden Sie die Software von der offiziellen Seite virtualbox.org herunter und starten Sie die
.exe-Datei unter Windows. Folgen Sie dem Assistenten, akzeptieren Sie die Lizenzvereinbarung und bestätigen Sie die Unterbrechung der Netzwerkverbindung für die Installation der Treiber. Wichtig ist, dass Hyper-V auf Windows-Systemen deaktiviert ist, da es sonst zu Konflikten kommt, und die Virtualisierungstechnologie (VT-x/AMD-V) im BIOS/UEFI aktiviert sein muss. Zudem sollte das VirtualBox Extension Pack installiert werden, um USB 3.0, Festplattenverschlüsselung und erweiterte Netzwerkfeatures zu nutzen.Erstellung einer virtuellen Maschine
Öffnen Sie VirtualBox und klicken Sie auf Neu.
Geben Sie einen Namen (z. B. „Ubuntu Test“) an; der Typ und die Version werden oft automatisch erkannt.
Weisen Sie Arbeitsspeicher (RAM) und CPU-Kerne zu (empfohlen: maximal die Hälfte des physischen RAMs).
Erstellen Sie eine virtuelle Festplatte (VDI), vorzugsweise dynamisch alloziert, um Platz zu sparen.
Starten Sie die Maschine und laden Sie im Dialogfenster die ISO-Datei des gewünschten Betriebssystems als Startmedium.
Nach der Installation des Gastsystems sollten zwingend die Guest Additions (über das Menü „Geräte → Gasterweiterungen einlegen“) installiert werden. Diese ermöglichen volle Bildschirmauflösung, nahtlose Mausintegration, 3D-Beschleunigung und den Datenaustausch (Shared Folders, Drag & Drop) zwischen Host und Gast.
Als ersten Schritt benötigen Sie eine ISO-Datei von Linux. Ich bevorzuge für mich Ubuntu und auch Mint. Mint ist einfacher für Leute, die von Windows zu Linux wechseln wollen und auch gut für schwache Rechner. Auf Ubuntu in der Standard-Version beziehen sich die Schriften des Verlags. Die ISO-Datei bekommen Sie z.B. von https://www.computerbase.de/downloads/betriebssysteme/ubuntu/ wobei die gerade veröffentlichte Version 26.04 LTS so neu ist, dass ich davon noch für 3 Monate abrate. Die vorige Version, 24.04 LTS gibt es seit 2 Jahren und sie ist entsprechend robust.
Ein Link zu Mint ist z.B. https://sourceforge.net/projects/linuxmintdeutsch der verschiedene Oberflächen anbietet. Ich bevorzuge Cinnamon. Im Gegensatz zu Windows gibt es bei Linux mehrere Bedieneroberflächen zur Auswahl, die verschiedene Zusatzprogramme im Beipack haben. Man kann auch mehrere Oberflächen installieren und kann jeweils bei der Anmeldung am System eine auswählen.
Wenn Sie die ISO-Datei herunter geladen haben verbinden Sie diese mit dem virtuellen DVD-Laufwerk des Gastsystems. Als virtuelle Platte vergeben Sie einen Dateiname in Ihrem Windows und der Platte eine Größe von 100 GB. 50 GB würden es auch tun. Dann starten Sie den virtuellen Rechner und die Installation läuft dann wie bei einem realen Rechner ab, wobei sich die Installation von Ubuntu oder Mint von Windows insofern unterscheidet, dass Sie anstelle von installieren auch ausprobieren wählen können. Im letzteren Fall haben Sie ein nahezu vollständig funktionierendes System aus dem heraus Sie auch die Installation starten können.
Egal ob ausprobieren oder sofort installieren müssen Sie als erstes die Sprache wählen, dann die Tastatur und danach die Art der Installation — hier Neuinstallation auf der ganzen (virtuellen) Platte. Das läuft sehr ähnlich ab wie die Installation von Windows.
VG
noha
02.05.2025 02:04
Hallo noha,
zunächst danke für die Anleitung. Aktuell habe ich Oracle VirtualBox instaliert, Linux ISO-Datei heruntergeladen (26.04) und installiert. Es funktioniert alles, meine ich, aber Linux ist in englische Sprache. Wie kann ich es auf deutsche Sprache umstellen?
Weiterhin habe ich nicht verstanden wie eine virtuelle Festplatte zu erstellen ist. Und noch die Guast Additions, der zwingend ist, bewerkstelligen kann. Bei der Systeminstallation wurden Gasterweiterungen mit instaliert worden.
LG
vladi64
Hallo vladi64,
wenn Sie noch nicht viel mit Ubuntu gemacht haben, ist es am einfachsten, es gerade noch mal zu installieren und darauf zu achten, dass als erstes die Sprache ausgewählt wird. Im Fenster ist englisch voreingestellt und da die Sprachen alphabetisch sortiert sind, müssen Sie nach oben scrollen. Im nächsten Schritt wird dann die Tastatur ausgewählt.
Man kann zwar im vorhandenen System die Sprache ändern – leider gibt es da viele Ecken. D.h. Sie müssten aus im System auch in einigen Anwendungen die Sprache umstellen, deutsch Wörterbücher installieren usw.
Die virtuelle Festplatte erstellt VirtualBox während der Festlegung der Eigenschaften des virtuellen Rechners. Die Voreinstellung ist oft zu klein, so dass man bei diesem Schritt aufpassen muss.
Zu den Gasterweiterungen:
Es sind zwei Schritte zu erledigen.
- Beim Herunterladen von VirtualBox kann man die Gasterweiterungen gleich mit herunter laden. Nach der Installation von Virtualbox wird die Gasterweiterungen durch Doppelklick auf den Dateinamen Oracle_VirtualBox_Extension_Pack-7.1.8.vbox-extpack instaliert.
- Nach der Installation des Wirtssystems wird dieses gestartet und durch klick auf
Geräte > Gasterweiterungen einlegen …
ins virtuelle CD-Laufwerk des Gastsystems eingelegt. Danach starten Sie das Terminal und geben dort ein:
cd /media/$USER/Vi
und drücken die Tabulatortaste, damit der Name des Verzeichnisses vervollständigt wird. Groß/Kleinschreibung beachten. Mit dem Kommando
sudo bash VBoxLinuxAdditions.run
starten Sie die Installation.
VG
noha
07.05.2026 23:20
Hallo Vladi,
Ein Nachtrag zu Noha s Antwort.
So wie ich es sehe hast du nur die ISO Ubuntu Datei in Virtualbox gestartet.
Selbst wenn du da deutsch auswählst, so ist doch leider der erste Start in englischer Sprache.
Abhilfe: melde dich als Benutzer ab (nicht reboot) danach mit dem vorgeschlagenen Benutzernamen wieder anmelden. Ein Passwort ist nicht erforderlich.
Danach sollte die deutsche Sprache aktiv sein wenn du es beim ersten Systemstart so wie Noha schrieb eingestellt hattest.
MfG
Jürgen