Guten Morgen, ich suche mal wieder jemanden, der mir als absolutem Laien weiterhilft.
Ich wurde im Mediamarkt dahingehend beraten, als Reaktion auf das Auslaufen von Windows 10 auf einen Chromebook umzusteigen. So weit so gut, alles ging klar. Aber seit gestern kann ich nicht mehr drucken (mit HP Laser MFP 135wg).
Ich werde auf einmal aufgefordert, den Drucker zu konfigurieren. In der HP- Liste von zum Chromebook passenden Druckern ist dieses Gerät nicht enthalten. Ich soll eine PPD- Datei installieren. Aber ich weiß nicht, was das ist und wo ich diese Datei finde.
Kann da ein Tip gegeben werden?
Guten Morgen, vielleicht hilft dieser Beitrag https://support.hp.com/de-de/document/ish_2830017-2522056-16
MfG
Jürgen
Hallo karli1909,
der Umstieg auf ein Chromebook bringt viele Vorteile, kann aber bei der Einrichtung von Hardware wie Druckern manchmal etwas knifflig sein.
Lassen Sie sich das Schritt für Schritt erklären.
Was ist eine PPD-Datei?
Eine PPD-Datei (PostScript Printer Description) ist vereinfacht gesagt ein „Übersetzer“. Sie enthält technische Informationen über die Fähigkeiten Ihres Druckers, damit Ihr Computer weiß, wie er die Daten an das Gerät senden muss. Chromebooks nutzen diese Dateien, wenn sie Ihren Drucker nicht automatisch über das Netzwerk erkennen.
Warum findet Ihr Chromebook den Drucker nicht?
Obwohl Ihr HP Laser MFP 135wg vielleicht nicht explizit in einer „kompatiblen Liste“ steht, bedeutet das nicht, dass er nicht funktioniert. Viele HP-Drucker unterstützen das universelle Protokoll IPP (Internet Printing Protocol), das Chromebooks nativ verstehen.
Lösungsvorschläge für Sie
Versuchen Sie bitte folgende Schritte, um den Drucker ohne PPD-Datei wieder zum Laufen zu bringen:
- Netzwerk prüfen: Stellen Sie sicher, dass sowohl Ihr Chromebook als auch der Drucker exakt im selben WLAN-Netzwerk angemeldet sind.
- Manuelle Einrichtung:
- Gehen Sie auf Ihrem Chromebook auf Einstellungen > Erweitert > Drucken und Scannen > Drucker.
- Klicken Sie auf Drucker hinzufügen.
- Wenn der Drucker dort nicht automatisch erscheint, klicken Sie auf das Plus-Symbol (Drucker manuell hinzufügen).
- Geben Sie bei Name einen beliebigen Namen ein (z. B. „Bürodrucker“).
- Geben Sie bei Adresse die IP-Adresse Ihres Druckers ein. (Sie können diese am Drucker selbst über den Testseiten-Ausdruck oder das Menü „Netzwerkeinstellungen“ herausfinden).
- Wählen Sie bei Protokoll „IPP“ (Internet Printing Protocol).
- Versuchen Sie bei Warteschlange das Wort
ipp/printoder lassen Sie es leer.
- Die PPD-Alternative (Generic): Wenn Sie zwingend aufgefordert werden, eine PPD-Datei auszuwählen, wählen Sie in der Auswahlliste auf dem Chromebook statt eines spezifischen Modells den Hersteller „Generic“ oder „Generic PostScript“. Oft reicht dieser universelle Treiber aus, um grundlegende Druckbefehle zu verarbeiten.
Ein wichtiger Hinweis zum HP Laser MFP 135wg
Dieses spezielle Modell ist ein klassischer Bürodrucker, der primär für Windows-Umgebungen konzipiert wurde. Da das Chromebook ein sehr minimalistisches Betriebssystem nutzt, könnte es sein, dass erweiterte Funktionen (wie Scannen über das Netzwerk) auf dem Chromebook eingeschränkt sind oder gar nicht funktionieren. Das reine Drucken sollte jedoch über den IPP-Weg möglich sein.
Der nächster Schritt für Sie: Sollte die manuelle IP-Einrichtung nicht funktionieren, wäre es hilfreich zu wissen, ob der Drucker aktuell eine Verbindung zum WLAN hat (leuchtet die WLAN-Leuchte am Gerät dauerhaft blau?). Wenn Sie das bestätigen, kann Ihnen gezielter geholfen werden, die IP-Adresse des Druckers im Netzwerk zu lokalisieren.
Erstmal bis dahin.
MfG
Li
@melon playground Der HP Laser MFP 135wg basiert auf einem GDI/SPL‑Treiber, der normalerweise spezielle HP‑Software benötigt. ChromeOS unterstützt solche proprietären Treiber nicht direkt – deshalb erscheint die Aufforderung, eine PPD‑Datei zu installieren.
ich möchte mich für die zahlreichen Tipps und Hinweise bedanken. Ich weiß jetzt zwar, was eine PPD- Datei machen soll, aber leider nicht, woher ich diese Datei erhalten kann. Aber: 1. wenn ich mich als Gast auf dem Gerät anmelde, kann ich problemlos drucken. 2. Seit heute Mittag kann ich wieder problemlos drucken! Das versteh wer will. Und ich als Computerlaie kann da nur staunen.
Hallo karli1909,
Was macht eine PPD-Datei genau?
Die PPD-Datei enthält Informationen über die spezifischen Fähigkeiten und Funktionen eines Druckermodells. Da das Betriebssystem nicht von Haus aus weiß, welche Hardware-Extras Ihr Drucker besitzt, liest es die PPD-Datei aus, um Ihnen die richtigen Optionen anzuzeigen.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Papierformate: Welche Fächer gibt es und welche Größen (A4, A3, Briefumschlag) werden unterstützt?
- Duplexdruck: Kann das Gerät automatisch beidseitig drucken?
- Auflösung: Welche DPI-Werte (Dots Per Inch) sind möglich?
- Farbe: Ist es ein Schwarz-Weiß- oder ein Farbdrucker?
- Finishing-Optionen: Kann der Drucker heften, lochen oder falten?
Hier ist, wie Sie PPD-Dateien auf einem Chromebook begegnen:
1. Wann benötigen Sie eine PPD-Datei auf dem Chromebook?
In den meisten Fällen erkennt Ihr Chromebook Drucker im WLAN automatisch (treiberloses Drucken). Sie benötigen eine PPD-Datei nur dann manuell, wenn:
- Ihr Drucker älter ist und moderne Protokolle nicht unterstützt.
- Der Drucker zwar erkannt wird, aber spezielle Funktionen (wie ein bestimmtes Papierfach oder beidseitiger Druck) in den Standardeinstellungen fehlen.
- Sie einen Drucker manuell über die IP-Adresse hinzufügen müssen.
2. So verwenden Sie eine PPD-Datei in ChromeOS
Wenn Sie einen Drucker manuell einrichten, bietet Ihnen ChromeOS die Möglichkeit, eine eigene Datei hochzuladen:
- Öffnen Sie die Einstellungen Ihres Chromebooks.
- Gehen Sie zu Erweitert > Drucken und Scannen > Drucker.
- Klicken Sie bei Ihrem Drucker auf Einrichten oder Manuell hinzufügen.
- In dem Fenster, in dem Sie Hersteller und Modell auswählen, finden Sie meist eine Schaltfläche namens Durchsuchen oder PPD-Datei auswählen.
- Hier können Sie eine
.ppd-Datei auswählen, die Sie zuvor (meist von der Herstellerseite) heruntergeladen und in Ihrem „Downloads“-Ordner gespeichert haben.3. Woher bekommt man die richtige PPD-Datei?
Falls ChromeOS Ihren Drucker nicht in der internen Liste führt, können Sie Folgendes versuchen:
- Hersteller-Webseite: Suchen Sie im Support-Bereich Ihres Druckerherstellers nach Treibern für „Linux“ oder direkt nach „PPD“.
- Generic PPDs: Manchmal funktionieren allgemeine PPD-Dateien (z. B. „Generic PostScript Printer“), allerdings fehlen dann oft die herstellerspezifischen Sonderfunktionen.
MfG
Li