Schon seit Jahren arbeite ich mit einem älteren PC Dell Optiplex 780 und der jeweils aktuellen Ubuntu-Version. Die tägliche automatische Datensicherung verlief stets fehlerlos bis zum Upgrade auf Ubuntu 24 .04.3LTS.
Danach kam das backup mehrmals nicht zustande mit der Bemerkung, der Benutzer habe keine Berechtigung. In so einem Fall habe ich einfach eine Datei der vorigen Sicherung („duplicity-full“) angeklickt, anschließend konnte der Sicherungsvorgang von Hand gestartet werden.
Jetzt aber kann die Datensicherung gar nicht mehr in Gang gesetzt werden, siehe umfangreiche Fehlermeldung im Anhang. Können Sie mir raten, welche Maßnahmen nötig sind um eine ordnungsgemäße Funktion zu erreichen?

Hallo boye,
die Strategie, einen frischen Ordner anzulegen, war richtig, um eventuelle Berechtigungskonflikte oder Altlasten der alten Datenbank zu umgehen.
Dass die Sicherung über eine Stunde gedauert hat, ist ein gutes Zeichen: Es deutet darauf hin, dass tatsächlich eine substantielle Menge an Daten (ein Voll-Backup) übertragen wurde.
Hier sind die besten Möglichkeiten für Sie, die Integrität Ihrer Daten zu prüfen, ohne direkt eine komplette Wiederherstellung durchführen zu müssen:
1. Die „Suchen & Prüfen“-Methode (Stichprobe)
Dies ist der einfachste Weg, um sicherzugehen, dass Déjà Dup Ihre Dateien „sieht“.
- Öffnen Sie Déjà Dup (Datensicherung).
- Klicken Sie auf die Schaltfläche Wiederherstellen.
- Wählen Sie den Ort aus, von dem wiederhergestellt werden soll (Ihr neuer Ordner „Backup Optiplex 780“).
- Déjà Dup scannt nun die Sicherungsdateien. Wenn Sie danach eine Liste Ihrer Dateien und Ordner sehen, ist das ein sehr starkes Indiz dafür, dass die Sicherung korrekt indiziert wurde.
- Tipp: Wählen Sie eine einzelne, kleine Datei aus (z. B. ein Dokument oder ein Bild) und stellen Sie diese an einem Testort (z. B. auf dem Schreibtisch) wieder her. Wenn sich diese Datei öffnen lässt, funktioniert der Entschlüsselungs- und Entpackungsprozess einwandfrei.
2. Überprüfung der Log-Dateien
Déjà Dup basiert auf dem Werkzeug duplicity. Sie können in den Systemeinstellungen prüfen, ob der Prozess erfolgreich abgeschlossen wurde.
- Suchen Sie in Ihrem Home-Verzeichnis nach versteckten Log-Dateien (meist unter
.cache/deja-dup). - In der Benutzeroberfläche von Déjà Dup steht nach dem Vorgang normalerweise: „Sicherung abgeschlossen“ mit dem entsprechenden Zeitstempel. Wenn dort keine Fehlermeldung steht, war der Schreibvorgang aus Sicht der Software erfolgreich.
3. Kontrolle des Speicherplatzes
Ein technischer Abgleich hilft, die Vollständigkeit grob einzuschätzen:
- Rechtsklick auf Ihren persönlichen Ordner (Home) -> Eigenschaften: Notieren Sie die Größe (z.B. 45 GB).
- Rechtsklick auf den neuen Ordner „Backup Optiplex 780“ auf der externen Festplatte -> Eigenschaften.
- Beachten Sie: Die Größe auf der Festplatte wird deutlich kleiner sein als das Original, da Déjà Dup die Daten komprimiert. Wenn Ihr Home-Ordner 40 GB groß ist und das Backup nur 10 MB hat, stimmt etwas nicht. Wenn es aber z. B. 25 GB sind, ist das ein normales Ergebnis der Kompression.
Ein wichtiger Hinweis zur Sicherheit
Da Sie ein neues Verzeichnis gewählt haben, hat Déjà Dup ein Full Backup erstellt. Das ist die sicherste Form der Sicherung. Solange die Festplatte „Internal Backup“ keine Hardware-Fehler aufweist, sind Ihre Daten dort nun sicher verwahrt.
MfG
Li
Schön, dass Ihre Frage beantwortet wurde!
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Hallo boye,
geht Weiterschreiben bei Ihrer ersten Frage zum Thema nicht:
https://club.computerwissen.de/?p=379026
???
Neuer Versuch!
Die Fehlermeldung deutet auf ein klassisches Berechtigungsproblem hin. Das Backup-Programm (Déjà Dup / Duplicity) versucht, einen Ordner unter /media/boye/Internal Backup zu erstellen, hat aber nicht die nötigen Schreibrechte auf diesem Laufwerk oder in diesem Verzeichnis.
Hier sind die Schritte, mit denen Sie das Problem lösen können:
1. Überprüfen, ob das Laufwerk schreibgeschützt ist
Oft werden externe oder interne Zweitfestplatten unter Linux nur mit Leserechten gemountet, besonders wenn es sich um NTFS-Formatierungen (Windows) handelt, die nicht sauber getrennt wurden.
- Öffnen Sie den Dateimanager (Nautilus).
- Navigieren Sie zu
/media/boye/. - Versuchen Sie, manuell einen Ordner im Verzeichnis
Internal Backupzu erstellen. Wenn das nicht geht (ausgegraut), fehlen die Rechte auf Systemebene.
2. Besitzrechte anpassen (Empfohlen)
Wenn das Laufwerk mit einem Linux-Dateisystem (wie ext4) formatiert ist, müssen Sie sicherstellen, dass Ihr Benutzer der „Eigentümer“ des Backup-Ordners ist. Öffnen Sie ein Terminal (Strg+Alt+T) und geben Sie folgenden Befehl ein:
sudo chown -R $USER:$USER "/media/boye/Internal Backup"
- Erklärung: Dieser Befehl macht Ihren aktuellen Benutzer zum Besitzer des Ordners und aller Unterordner.
sudofragt nach Ihrem Passwort (beim Tippen werden keine Zeichen angezeigt).
3. Schreibrechte vergeben
Sollte der obige Schritt nicht ausreichen, können Sie die Schreibrechte explizit für alle Unterordner erweitern:
sudo chmod -R u+rwx "/media/boye/Internal Backup"
4. Problemquelle „Snap“ (Falls zutreffend)
In Ubuntu 24.04 wird Déjà Dup oft als Snap-Paket installiert. Snaps haben strikte Sicherheitsbeschränkungen und dürfen manchmal nicht auf externe Medien unter /media zugreifen.
Prüfen Sie dies in den Einstellungen:
- Öffnen Sie die App „Ubuntu Software“ oder „App Center“.
- Suchen Sie nach „Datensicherung“ (Déjà Dup).
- Klicken Sie auf „Berechtigungen“ (oder „Permissions“).
- Stellen Sie sicher, dass der Schalter bei „Read/write files on removable storage devices“ (Wechselmedien) auf AN steht.
5. Pfad in Déjà Dup kontrollieren
Manchmal „vergisst“ das Programm den genauen Pfad, wenn die Festplatte neu eingehängt wurde.
- Öffnen Sie „Datensicherung“.
- Gehen Sie auf Speicherort.
- Wählen Sie den Ordner erneut manuell aus, um sicherzustellen, dass die Verknüpfung korrekt ist.
MfG
Li
Das Vorgehen war erstaunlich einfach: ich habe auf der „externen“ Festplatte mit der Bezeichnung „Internal Backup“ einen neuen Ordner generiert, diesen „Backup Optiplex 780“ genannt und ihm die Datensicherung zugewiesen. Das wurde akzeptiert, es wurde eine Sicherung durchgeführt, Dauer >1Stunde.Eine Wiederherstellung habe ich noch nicht vorgenommen, ich weiß auch nicht, ob alle Dateien ohne Verlust gesichert sind. Wie könnte ich das prüfen?
Guten Tag, hier das Ergebnis des neuen Versuchs: 1. es ist möglich im Verzeichnis Internal Backup einen neuen Ordner zu erstellen 2. und 3. Die Befehle bezüglich Besitzrechte und Schreibrechte bleiben ohne Wirkung 4. eine Rubrik „Berechtigungen“ oder „Permissions“ besteht nicht 5. Die gesicherten Dateien befinden sich im Ordner Backup Optiplex 780, dieser ist Unterordner von Internal Backup. Wiederherstellung nicht möglich (unbekannter Fehler). 22.01.26 Heute habe ich Internal Backup ausgehängt und einer Externen Festplatte 1 TB „Seagate“ per USB die Datensicherung zugewiesen. Der Vorgang für 403 GB dauerte Stunden. Eine anschließend durchgeführte Sicherung war in 2 Minuten erledigt. Die Wiederherstellung begann mit dem Einlesen und endete mit einer Präsentation der Ordner (siehe BsfW) . Weitere Maßnahmen wurden nicht angeboten. Ich bin gespannt auf Ihre geschätzte Meinung MfG boye
Hallo boye,
wenn Sie den Text nicht als Code einfügen, sondern als normalen Text schreiben, wäre alles leichter zu lesen, s. Anhang
MfG
Li
Hallo boye,
in Ihrem letzten Screenshot sehe ich gerade, dass Déjà Dup bei Ihnen wohl als Snap-Paket installiert ist. Dazu gibt es folgende Informationen:
Da Sie speziell nach dem Snap-Paket für Ubuntu 24.04 fragen, gibt es einen wichtigen Hinweis vorab: Die Entwickler von Déjà Dup haben das offizielle Snap-Paket im Laufe des Jahres 2024 als „deprecated“ (veraltet) markiert und empfehlen stattdessen die Nutzung von Flatpak oder dem klassischen APT-Paket.
Falls Sie jedoch bewusst die Snap-Version nutzen möchten (oder eine ältere Version benötigen), können Sie dies wie folgt tun:
1. Installation über das Terminal
Dies ist der schnellste Weg, um sicherzustellen, dass Sie das richtige Paket ansprechen.
- Öffnen Sie das Terminal (Strg + Alt + T).
- Geben Sie den folgenden Befehl ein:
sudo snap install deja-dup --classicHinweis: Die Option
--classicist oft notwendig, damit das Programm Zugriff auf Ihre Systemdateien und externen Laufwerke erhält, da Snaps normalerweise in einer isolierten „Sandbox“ laufen.2. Berechtigungen anpassen (Wichtig!)
Snap-Pakete sind streng isoliert. Damit Déjà Dup auf Ihre Dateien und externe Festplatten zugreifen kann, müssen Sie ihm oft manuell die Erlaubnis erteilen:
- Gehen Sie in die Einstellungen von Ubuntu.
- Wählen Sie links den Punkt Apps.
- Suchen Sie in der Liste nach Sicherungen (oder Déjà Dup).
- Klicken Sie auf Berechtigungen.
- Stellen Sie sicher, dass Schalter wie „Dateien im Home-Ordner lesen/schreiben“ und „Wechselmedien“ (Removable Storage) aktiviert sind.
3. Warum es „nicht mehr funktioniert“ (Hintergrund-Info)
Wenn Ihre bisherige Version nicht mehr funktioniert, könnte es daran liegen, dass Ubuntu 24.04 standardmäßig die DEB-Version (APT) vorinstalliert hat. Wenn Sie nun ein Snap-Paket drüber installieren, haben Sie das Programm eventuell doppelt im Menü.
Empfehlung für maximale Stabilität unter 24.04: Sollte die Snap-Version weiterhin Probleme bereiten, nutzen Sie die offizielle Version aus den Ubuntu-Quellen, die perfekt auf das System abgestimmt ist:
sudo apt update sudo apt install deja-dupZusätzlicher Tipp: Falls Sie eine modernere Version („neo“) suchen, die optisch besser zu Ubuntu 24.04 passt, schauen Sie sich im App Center die Flatpak-Version an. Diese wird von den Entwicklern aktuell bevorzugt gepflegt.
MfG
Li
PS: ich hoffe jetzt, dass Sie hier weiterschreiben können.
Guten Tag Li,
ich musste ein paar Tage pausieren.
Gestern habe ich der Datensicherung eine andere Festplatte
zugeordnet. Damit lief der Vorgang fehlerfrei, es dauerte 50 min. für ca. 580 Dateien. Jetzt bin ich gespannt ob die Wiederherstellung beim Update auf das nächste Ubuntu auch so verlaufen wird.
Jedenfalls schon mal vorab meinen Dank für Ihre Unterstützung!
MfG boye
Hallo boye,
Empfehlung für den Wechsel auf Ubuntu 26.04
Wenn Sie den Umstieg planen, ist dies die sicherste Vorgehensweise:
- Vor dem Upgrade: Führen Sie unter Ubuntu 24.04 ein letztes vollständiges Backup mit Déjà Dup durch.
- Nach dem Upgrade: Öffnen Sie das „neue“ Déjà Dup in Ubuntu 26.04. Es wird Ihre alten Einstellungen (Speicherort, Zeitplan) automatisch erkennen.
Gründe für ein letztes Backup in Ubuntu 24.04:
1. Schutz vor dem „Upgrade-Unfall“
Ein Upgrade von einer Betriebssystem-Version (24.04) auf die nächste (26.04) ist ein massiver Eingriff. Es werden tausende Systemdateien ausgetauscht.
- Sollte während des Upgrades etwas schiefgehen (z. B. ein Stromausfall, ein hängengebliebener Treiber oder ein seltener Software-Konflikt), könnte das System im schlimmsten Fall nicht mehr starten.
- Wenn Sie das Backup erst nach dem Upgrade planen, stehen Sie im Falle eines Fehlers ohne aktuelle Sicherung da.
2. Konsistenz der Daten
Wenn Sie das Backup noch unter 24.04 machen, sichern Sie den Zustand, von dem Sie wissen, dass er funktioniert.
- Falls die neue Version von Déjà Dup in Ubuntu 26.04 wider Erwarten Schwierigkeiten mit Ihren alten Einstellungen hätte, haben Sie einen definierten Endpunkt der alten Version.
3. Der „Point of no Return“
Ein Upgrade von Ubuntu lässt sich nicht einfach per Knopfdruck rückgängig machen („Downgrade“). Wenn Ihnen Ubuntu 26.04 nicht gefällt oder Ihre Lieblingssoftware dort nicht läuft, ist der einzige Weg zurück oft eine Neuinstallation von 24.04. In diesem Fall benötigen Sie das Backup, um Ihre Dokumente und Bilder schnell wieder zurückzuspielen.
Ubuntu 24.04 läuft ja noch bis Frühjahr 2029.
Zusammenfassend für Sie:
Das letzte Backup unter 24.04 ist nicht wegen der Software-Kompatibilität von Déjà Dup nötig, sondern als Sicherheitsnetz für den gesamten Upgrade-Prozess.
Kleiner Tipp: Prüfen Sie nach diesem letzten Backup in den Einstellungen von Déjà Dup unter dem Punkt „Sichern“, ob dort „Sicherung abgeschlossen“ steht.
Warum das Voll-Backup vor dem Upgrade so wichtig ist:
Inkrementelle Backups sind wie eine Kette: Jedes Glied hängt vom vorherigen ab. Wenn Sie nur ein inkrementelles Backup machen und ein altes Glied in der Kette (aus der Zeit von vor zwei Monaten) beschädigt ist, ist das gesamte Backup wertlos. Ein Voll-Backup hingegen ist ein komplett eigenständiger Datensatz. Es kopiert alle Dateien neu und ist unabhängig von früheren Sicherungen.
So erzwingen Sie in Ubuntu 24.04 ein Voll-Backup:
Da Déjà Dup in der grafischen Oberfläche leider keinen direkten Knopf mit der Aufschrift „Jetzt Voll-Backup machen“ hat, gibt es zwei Wege für Sie:
Weg A: Der einfache Trick (Grafisch)
- Öffnen Sie die Sicherung (Déjà Dup).
- Gehen Sie in die Einstellungen (meist das Drei-Linien-Menü oder ein Zahnrad).
- Ändern Sie kurzzeitig den Speicherort (z. B. einen neuen Unterordner auf Ihrer Festplatte erstellen).
- Wenn Sie die Sicherung dann starten, erkennt Déjà Dup, dass an diesem „neuen“ Ort noch nichts liegt, und legt zwingend ein frisches Voll-Backup an.
Weg B: Über das Terminal (Professionell) Das ist der sicherste Weg, um Déjà Dup zu befehlen, alles neu zu sichern. Öffnen Sie das Terminal und geben Sie ein:
DEJA_DUP_DEBUG=1 deja-dup --backup --full
(Dieser Befehl weist das Programm an, ungeachtet alter Sicherungen ein komplettes, neues Abbild zu erstellen.)
Was Sie nach dem Voll-Backup tun sollten:
Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, ist dringend der „Wahrheitstest“ empfohlen:
- Klicken Sie in Déjà Dup auf Wiederherstellen.
- Schauen Sie nach, ob Sie Testweise eine einzelne Datei aus diesem brandneuen Backup auswählen könnten.
- Wenn das geht, können Sie das Upgrade auf Ubuntu 26.04 mit absolutem Seelenfrieden starten.
MfG
Li