Hallo,
ich wollte für einen Freund die Systemsicherung mittels Timeshift einrichten. Dafür steht eine ausreichend große SSD-Platte zur Verfügung, die ich dafür mit ext4 formatieren wollte. Gparted bringt schon beim Einlesen Fehler, ein Formatieren ist gar nicht möglich. Unter Windows 11 kann ich die Platte mit NTFS ohne Fehler formatieren und sie lässt sich unter Windows auch problemlos nutzen. Zurück unter Ubuntu wird sie nicht erkannt.
Auch der Versuch, die Platte unter Windows mit Disk Genius auf ext4 zu formatieren, brachte das gleiche Ergebnis: die Platte wird ohne Fehlermeldung formatiert, in Ubuntu aber nicht erkannt. Die Platte kann doch aber nicht defekt sein, da ich sie ja unter Windows benutzen kann, oder?
Mit freundlichen Grüßen
Juergen51
Hallo Jürgen,
Gparted bringt schon beim Einlesen Fehler, ein Formatieren ist gar nicht möglich.
Welche Fehlermeldungen kommen?
Formatiere die Festplatte doch über das Terminal.
Lasse uns zunächst herausfinden, wie wir das Laufwerk identifizieren, das wir formatieren möchten. Der Name sollte mit /dev/sd und dann mit einem Buchstaben beginnen. Geben Sie den folgenden Befehl in das Terminal ein, um Folgendes anzuzeigen:
sudo fdisk -l
Wenn Du weißt wie Deine Festplatte und die Partition in Linux heißt, dann kannst du sie mit folgenden Befehl formatieren.
sudo mkfs -t ext4 /dev/sdc1
Wobei dev/sdc1 nur ein Beispiel ist. Hier muss natürlich deine richtige Festplattenbezeichnung stehen.
Wenn dabei Fehlermeldungen auftreten, dann beschreiben.
Quellenangabe: https://linux-de.com/?p=3249
MfG
Jürgen
Hallo Juergen51,
gehen Sie in die Live-Umgebung (vom USB-Stick aus). Sie können die Platte mit drei einfachen Befehlen im Terminal „behandeln“, damit sie für Timeshift bereit ist.
Schritt-für-Schritt-Anleitung im Terminal
Öffnen Sie das Terminal (Strg + Alt + T) und führen Sie diese Befehle nacheinander aus.
1. Die Platte zweifelsfrei finden
Geben Sie diesen Befehl ein, um zu sehen, welchen Buchstaben die SSD hat:
lsblk -p
Suchen Sie nach der SSD (an der Größe erkennbar). Sie wird wahrscheinlich
/dev/sdboder/dev/sdcheißen. im Folgenden wird sie zur Sicherheit/dev/sdXbenannt – Bitte ersetzen Sie das X durch Ihren Buchstaben.
2. Die Blockade löschen (Wichtigster Schritt)
Dieser Befehl löscht alle Signaturen (Windows, Werkseinstellungen), die GParted verwirren:
sudo wipefs -a /dev/sdX (Keine Sorge wegen „sudo“: Im Live-System drücken Sie bei einer Passwortabfrage einfach Enter).
3. Eine neue Linux-Tabelle erstellen
Jetzt sagen Sie der Platte, dass sie eine moderne GPT-Platte sein soll:
sudo parted /dev/sdX mklabel gpt
4. Die Partition für Timeshift erstellen
Nun erstellen Sie die Partition und formatieren sie direkt in einem Rutsch zu ext4:
sudo parted -a optimal /dev/sdX mkpart primary ext4 0% 100%
sudo mkfs.ext4 -L Backup_SSD /dev/sdX1
(Hinweis: Hier wird eine 1 an den Namen gehängt, weil Sie die erste Partition formatieren).
Warum das funktioniert
GParted ist ein sehr „vorsichtiges“ Programm. Wenn es auf einer neuen Platte eine Partitionstabelle findet, die nicht exakt dem Standard entspricht (was bei neuen Platten durch Hersteller-Tools oft der Fall ist), bricht es das Einlesen ab, um keine Daten zu gefährden.
Das Terminal-Tool wipefs hingegen stellt keine Fragen – es löscht die widersprüchlichen Informationen einfach weg. Danach ist die SSD für Ubuntu wie ein „unbeschriebenes Blatt“.
Timeshift einrichten
Sobald Sie die Befehle ausgeführt haben:
- Starten Sie Timeshift.
- Wählen Sie RSYNC.
- Die SSD sollte nun in der Liste der Laufwerke erscheinen und kann ausgewählt werden.
MfG
Li
Hallo Juergen51,
da Sie ja bereits ein laufendes Ubuntu 24.04 haben, ist der Prozess sogar noch einfacher. Sie haben vollen Zugriff auf alle Werkzeuge und Administratorrechte (über Ihr Passwort).
Dass die Platte neu ist und unter Windows funktioniert, aber unter Ubuntu „zickt“, liegt oft an proprietären Partitionstabellen der Hersteller. Sie können die Platte mit Ihrem System „zwingen“, ein sauberes Linux-Format anzunehmen.
1. Schritt: Die SSD identifizieren
Schließen Sie die neue SSD an Ihren Rechner an. Öffnen Sie ein Terminal (Strg + Alt + T) und geben Sie ein:
lsblk
Suchen Sie die Platte Ihres Freundes anhand der Größe (z. B. 500G oder 1T).
- Wichtig: Notieren Sie sich die Bezeichnung (z. B.
/dev/sdboder/dev/sdc). - Warnung: Achten Sie darauf, nicht Ihre eigene Systemplatte (
sdaodernvme0n1) zu wählen!
2. Schritt: Die Blockade im Terminal lösen
Da GParted beim Einlesen scheitert, nutzen Sie das Terminal, um die Metadaten der Platte komplett zu löschen. Dies ist der sicherste Weg für „hartnäckige“ neue Platten.
Geben Sie nacheinander diese Befehle ein (ersetzen Sie sdX durch die Bezeichnung der Platte Ihres Freundes):
- Alle Signaturen löschen:
sudo wipefs -a /dev/sdX
(Hier geben Sie Ihr eigenes Passwort ein, das Sie auch zum Einloggen in Ubuntu nutzen.)
- Eine neue GPT-Partitionstabelle erstellen:
sudo parted /dev/sdX mklabel gpt
3. Schritt: Die Formatierung für Timeshift (Grafisch)
Jetzt, wo die Platte „sauber“ ist, wird sie auch in den grafischen Programmen keine Fehler mehr verursachen. Sie können nun das Programm Laufwerke (Gnome Disks) nutzen, das in Ubuntu 24.04 vorinstalliert ist:
- Suchen Sie im Menü nach „Laufwerke“ und öffnen Sie es.
- Wählen Sie links die SSD Ihres Freundes aus.
- Klicken Sie auf das Plus-Symbol (+), um eine neue Partition zu erstellen.
- Größe: Maximal lassen.
- Name: Geben Sie einen Namen ein (z. B.
Backup_Freund). - Typ: Wählen Sie „Nur für Linux-Systeme (ext4)“.
- Klicken Sie auf Erstellen.
4. Timeshift vorbereiten
Wenn die Platte fertig formatiert ist, können Sie sie für Ihren Freund testen:
- Öffnen Sie Timeshift.
- Wählen Sie RSYNC.
- Die SSD sollte nun in der Liste der Ziele auftauchen.
Warum das für Ihren Freund wichtig ist
Indem Sie die Platte direkt unter Ihrem Ubuntu 24.04 mit ext4 formatieren, stellen Sie sicher, dass:
- Die Dateirechte korrekt gesetzt werden können.
- Hardlinks funktionieren (essenziell für Timeshift, um Platz zu sparen).
- Die Platte beim nächsten Anschließen an den PC Ihres Freundes sofort erkannt wird.
Ein Tipp: Wenn Sie die Platte fertig formatiert haben, können Sie sie einmal kurz aushängen und wieder einstecken. Wenn sie im Dateimanager (Nautilus) ohne Fehlermeldung erscheint, ist sie bereit für den Einsatz bei Ihrem Freund.
MfG
Li
Nachtrag
Wenn Sie eine Platte mit ext4 unter Ubuntu formatieren, gehört sie standardmäßig dem System-Benutzer „root“. Ihr Freund könnte dann zwar Backups mit Timeshift machen (da Timeshift mit Root-Rechten arbeitet), aber er könnte keine eigenen Dateien manuell auf die Platte kopieren.
Hier ist die Anleitung, wie Sie die Rechte anpassen und die Platte final vorbereiten:
1. Die Platte für alle Benutzer schreibbar machen
Sobald die Platte formatiert und eingehängt (gemountet) ist, führen Sie diesen Befehl im Terminal aus. Er sorgt dafür, dass jeder Benutzer auf der Platte Ordner erstellen kann:
# Gehen Sie zum Mount-Punkt der Platte (meist unter /media/IhrName/...) # Der einfachste Weg: sudo chmod 777 /media/$USER/"Name_der_Platte"
(Ersetzen Sie Name_der_Platte durch den Namen, den Sie beim Formatieren vergeben haben).
2. Der „Timeshift-Check“ (Wichtig für Ihren Freund)
Damit die Sicherung beim Freund reibungslos klappt, sollten Sie folgendes prüfen:
- UUID notieren (Optional aber hilfreich): Linux identifiziert Platten über eine eindeutige Nummer (UUID). Wenn Sie die Platte in Timeshift auswählen, merkt sich das Programm diese Nummer.
- Dateisystem-Check: Da die Platte neu ist, empfiehlt es sich, einmal kurz zu prüfen, ob das Dateisystem fehlerfrei geschrieben wurde:
sudo fsck -f /dev/sdX1(wiedersdX1durch Ihre Partitionsbezeichnung ersetzen).
3. Letzter Schritt: Sauber aushängen
Bevor Sie die Platte abziehen und Ihrem Freund geben, müssen Sie sie unbedingt „sicher entfernen“. Da ext4 einen Schreibpuffer nutzt, könnten sonst Daten beschädigt werden, bevor die Platte überhaupt beim Freund ankommt.
- Klicken Sie im Dateimanager auf das Auswerfen-Symbol neben dem Laufwerksnamen.
- Warten Sie, bis die Meldung „Kann sicher entfernt werden“ erscheint.
Zusammenfassung für Ihren Freund
Geben Sie Ihrem Freund folgende kurze Info mit, wenn er die Platte anschließt:
- Anstecken und Ubuntu starten.
- Timeshift öffnen (falls nicht installiert:
sudo apt install timeshift). - Im Einrichtungsassistenten RSYNC wählen.
- Die SSD (jetzt als
ext4erkannt) als Ziel auswählen. - Fertig.
Da Sie die Platte nun mit wipefs und einer neuen GPT-Tabelle von den „Windows-Resten“ befreit haben, wird sein Ubuntu sie sofort und ohne die GParted-Fehlermeldungen akzeptieren.
MfG
Li
Hallo Frau Lippmann,
ich wollte entsprechend Ihrer Anleitung zuerst mit „sudo wipefs -a /dev/sde1“ anfangen. Dabei kommt folgende Fehlermeldung:
wipefs: /dev/sde1: cannot flush modified buffers: Eingabe-/Ausgabefehler
Der Befehl: „sudo parted /dev/sde1 mklabel gpt“ bringt dann folgende Meldung:
Fehler: Eingabe-/Ausgabefehler, während auf /dev/sde1 geschrieben wurde
Wiederholen/Retry/Ignorieren/Ignore/Abbrechen/Cancel?
Das bedeutet doch meines Erachtens, dass mit der Platte irgendetwas nicht in Ordnung ist. Nur, warum funktioniert sie dann unter Windows???
Ich bezweifle, dass das dann unter dem Live-System anders ist, oder?
Mit freundlichen Grüßen
Juergen51
Hallo Juergen51,
Sie haben schon eine Partitionsnummer eingegeben. So geht’s:
sudo wipefs -a /dev/sde
sudo parted /dev/sde mklabel gpt
MfG
Li
.
Hallo Frau Lippmann,
was sollte ich stattdessen davor machen??
Juergen51
Hallo Juergen51,
nochmal:
die externe Platte hat wahrscheinlich schon eine NTFS-Partition hat, löschen Sie sie vorerst. Da die externe Festplatte neu und ungenutzt ist, können Sie Partition 1 sicher in Ubuntu 24.04 löschen, ohne Datenverlust zu riskieren. Verwenden Sie GParted als grafisches Tool.
Vorbereitung
Verbinden Sie die externe Festplatte und öffnen Sie ein Terminal. Hängen Sie die Partition aus: sudo umount /dev/sde1.
Mit GParted (grafisch, empfohlen)
Wählen Sie das richtige Gerät oben rechts, klicken Sie rechts auf Partition 1 → „Löschen“ → grüner Haken „Anwenden“.
Per Kommandozeile (fdisk)
sudo fdisk /dev/sde.pzum Anzeigen der Partitionen (notieren Sie Partition 1).d→1(löscht Partition 1).wzum Speichern und Beenden.
Optional:sudo wipefs -a /dev/sdefür Restdaten entfernen.
MfG
Li
Wenn Sie die Festplatte mit ext4 formatieren, während sie an Ihrem Rechner angeschlossen ist, wird sie zunächst auf Ihren Benutzer registriert.
Damit Ihr Freund die Festplatte an seinem eigenen Ubuntu-Rechner ohne Probleme nutzen kann (und nicht vor einer Fehlermeldung wie „Keine Berechtigung“ steht), gibt es einen kleinen Trick.
Die „Offene“ Formatierung für Freunde
Nachdem Sie die Platte wie oben beschrieben mit der App Laufwerke oder dem Terminal auf ext4 formatiert haben, sollten Sie die Berechtigungen so anpassen, dass jeder darauf schreiben darf. Das erspart Ihrem Freund den Umgang mit dem Terminal.
- Schließen Sie die Formatierung ab.
- Öffnen Sie die Festplatte im Dateimanager (Nautilus), damit sie eingehängt (gemountet) wird.
- Öffnen Sie ein Terminal und geben Sie diesen Befehl ein:
sudo chmod 777 /media/$(whoami)/NAME_DER_PLATTE
(Ersetzen Sie
NAME_DER_PLATTEdurch den Namen, den Sie beim Formatieren vergeben haben.)
Was bewirkt das? Mit dem Befehl chmod 777 öffnen Sie die oberste Ebene der Festplatte für absolut jeden Benutzer. Wenn Ihr Freund die Platte dann an seinen Rechner anschließt, erkennt Ubuntu: „Aha, hier darf jeder schreiben“, und er kann sofort Dateien darauf kopieren, ohne Besitzerrechte mühsam anpassen zu müssen.
Ein wichtiger Hinweis zur Kompatibilität
Bevor Sie fortfahren, sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Freund nur Linux verwendet.
- Wenn Ihr Freund auch Windows nutzt: Dann ist ext4 eine schlechte Wahl, da er die Platte unter Windows nicht ohne komplizierte Treiber sehen wird. In diesem Fall wäre ExFAT die bessere Lösung (es ist modern, schnell und funktioniert an Windows, Mac und Linux ohne Rechte-Probleme).
- Wenn Ihr Freund nur Ubuntu nutzt: Dann bleiben Sie bei ext4, da es unter Linux stabiler und schneller ist.
Zusammenfassung der Schritte, s. Anhang
MfG
Li
Hallo Juergen51,
vielleicht kommen Sie mit dieser kurzen Anleitung besser klar:
Da Sie die Platte für EXT4 vorbereiten möchten, haben Sie zwei Möglichkeiten: eine grafische Oberfläche für den Komfort oder das Terminal für mehr Kontrolle.
Methode 1: Über das Programm „Laufwerke“ (Grafisch) (nicht GParted!)
Dies ist der einfachste Weg für die meisten Nutzer.
-
Schließen Sie Ihre externe Festplatte an.
-
Öffnen Sie das Aktivitäten-Menü (Super-Taste) und suchen Sie nach „Laufwerke“ (Gnome Disks).
-
Wählen Sie in der linken Spalte Ihre externe Festplatte aus (Achten Sie auf die Größe, um nicht die interne Platte zu wählen).
-
Klicken Sie auf das Feld mit der Partition (meist ein großer blauer Block).
-
Klicken Sie auf das Zahnrad-Symbol und wählen Sie „Formatieren…“.
-
Einstellungen:
- Name: Geben Sie der Platte einen Namen (z. B. „Backup“).
- Typ: Wählen Sie „Datenträger zur Verwendung mit Linux-Systemen (Ext4)“.
-
Klicken Sie auf „Weiter“ und bestätigen Sie den Vorgang mit Ihrem Passwort.
Methode 2: Über das Terminal (Kommandozeile)
Falls Sie lieber mit Befehlen arbeiten oder die grafische Oberfläche Probleme macht:
-
Laufwerk identifizieren: Geben Sie folgenden Befehl ein, um den Pfad Ihrer Platte zu finden:
lsblkSuchen Sie nach Ihrer Platte (oft/dev/sdb1oder/dev/sdc1). Prüfen Sie die Größe genau, um Verwechslungen zu vermeiden. -
Partition aushängen (Unmount): Bevor Sie formatieren, muss die Platte ausgehängt sein:
sudo umount /dev/sdX1(Ersetzen SiesdX1durch Ihre tatsächliche Bezeichnung). -
Formatieren mit EXT4: Führen Sie den Formatierungsbefehl aus:
sudo mkfs.ext4 -L Backup /dev/sdX1(Das-L Backupsetzt das Label der Festplatte auf „Backup“).
Besonderheit bei EXT4: Zugriffsrechte
Nachdem Sie die Platte mit EXT4 formatiert haben, gehört das Dateisystem standardmäßig dem Benutzer root. Wenn Sie als normaler Benutzer Dateien darauf kopieren möchten, müssen Sie die Rechte einmalig anpassen:
- Hängen Sie die Platte ein (einfach im Dateimanager anklicken).
- Öffnen Sie ein Terminal und geben Sie folgenden Befehl ein:
sudo chown $USER:$USER /media/$USER/NAME_DER_PLATTE
Damit gehört die Platte ihrem Benutzer und kann wie gewohnt verwendet werden.
Kleiner Hinweis zur Kompatibilität
Da Sie EXT4 wählen, wird diese Festplatte nur an Linux-Rechnern (wie Ubuntu) problemlos lesbar sein. Windows-Rechner können EXT4 ohne Zusatzsoftware nicht lesen. Da sie jedoch als Sicherungsplatte für Ubuntu genutzt werden soll, ist EXT4 die richtige Wahl.
MfG
Li
Hallo Frau Lippmann,
ich fasse meine Aktivitäten und deren Ergebnisse nochmal zusammen:
sudo wipefs -a /dev/sdd
ohne Fehlermeldung
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sudo parted /dev/sdd mklabel gpt
Fehler: Eingabe-/Ausgabefehler, während auf /dev/sdd geschrieben wurde
Wiederholen/Retry/Ignorieren/Ignore/Abbrechen/Cancel? W
Informationen: Möglicherweise müssen Sie /etc/fstab anpassen.
Die Datei /etc/fstab hänge ich als Bild an.
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Das Ergebnis des Formatierens der Platte mittels Laufwerke hänge ich auch als Bild an (Formatierungsfehler.png).
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Formatierung über Terminal:
sudo umount /dev/sdd1
umount: /dev/sdd1: kein Einhängepunkt angegeben.
……………………………………………………………………………………………………
sudo mkfs.ext4 -L Backup0 /dev/sdd1
mke2fs 1.47.0 (5-Feb-2023)
Die Datei /dev/sdd1 existiert nicht und es wurde keine Größe angegeben.
Was ist hier plötzlich mit „Datei“ gemeint???
Ich bin hier also noch nicht weiter gekommen.
Mit freundlichen Grüßen
Juergen51
Hallo Frau Lippmann,
ich bewundere Ihre Ausdauer, ich selbst habe so langsam die Hoffnung aufgegeben.
Methode 1:
Der Versuch, die Formatierung mittels Laufwerke durchzuführen, scheiterte mit der Fehlermeldung:
Fehler beim Formatieren des Datenträgers
Error wiping device: Failed to probe the device ‚/dev/sdc‘ (udisks-error-quark, 0)
Der Versuch, die Formatierung im Terminal brachte Folgendes:
mke2fs 1.47.0 (5-Feb-2023)
In /dev/sdc wurde eine gpt-Partitionstabelle gefunden
Trotzdem fortfahren? (j,n) j
Und nach einer ganzen Weile:
Ein Dateisystem mit 1024000000 (4k) Blöcken und 256000000 Inodes wird erzeugt.
UUID des Dateisystems: 410a41c4-8a08-4ab1-8ba8-548013100081
Superblock-Sicherungskopien gespeichert in den Blöcken:
32768, 98304, 163840, 229376, 294912, 819200, 884736, 1605632, 2654208,
4096000, 7962624, 11239424, 20480000, 23887872, 71663616, 78675968,
102400000, 214990848, 512000000, 550731776, 644972544beim Anfordern von Speicher für die Gruppentabellen: erledigt
Inode-Tabellen werden geschrieben: erledigt
Das Journal (262144 Blöcke) wird angelegt: fertig
Die Superblöcke und die Informationen über die Dateisystemnutzung werden
geschrieben: mkfs.ext4: Eingabe-/Ausgabefehler while writing out and closing file system
Methode 2:
Beim Versuch, die Partitionstabelle zu erstellen, erschien folgende Meldung:
Libparted-Fehler
Eingabe-/Ausgabefehler, während auf /dev/sdc geschrieben wurde
Danach ist Schluss!
Haben wir jetzt nicht schon alles Versucht???
Mit freundlichen Grüßen
Juergen51
Hallo Juergen51,
warum /dev/sdc? Die externe Festplatte ist doch /dev/sde?
Neuer Versuch, dann doch wieder mit GParted!
1. GParted starten und Laufwerk wählen
- Suchen Sie in Ihren Apps nach GParted und starten Sie es. Sie müssen Ihr Passwort eingeben.
- Ganz wichtig: Oben rechts in der Ecke befindet sich ein Auswahlmenü (z. B.
/dev/sda). Klicken Sie darauf und wählen Sie Ihre externe Festplatte aus.- Hinweis: Die interne Platte ist meist
/dev/sdaoder/dev/nvme.... Die externe Platte ist oft/dev/sdboder/dev/sdc. Orientieren Sie sich an der Größe (z. B. 931.51 GiB für eine 1-TB-Platte).
- Hinweis: Die interne Platte ist meist
2. Die NTFS-Partition entfernen
- In der Liste oder in der grafischen Balkenanzeige sehen Sie die NTFS-Partition.
- Falls neben der Partition ein Schlüssel-Symbol zu sehen ist, ist sie „eingehängt“. Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie Aushängen (Unmount).
- Klicken Sie nun mit der rechten Maustaste auf die NTFS-Partition und wählen Sie Löschen (Delete). Der Bereich wird nun als „nicht zugeordnet“ (unallocated) angezeigt.
3. Die neue EXT4-Partition erstellen
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den „nicht zugeordneten“ Bereich und wählen Sie Neu (New).
- Ein Fenster öffnet sich. Stellen Sie folgendes ein:
- Erstellen als: Primäre Partition.
- Dateisystem: Wählen Sie ext4.
- Bezeichnung (Label): Geben Sie hier einen Namen ein, z. B.
Backup.
- Klicken Sie auf die Schaltfläche Hinzufügen (Add).
4. Die Änderungen anwenden
GParted hat die Befehle bisher nur in eine Warteschlange gestellt. Es wurde noch nichts gelöscht!
- Klicken Sie in der Menüleiste auf das Haken-Symbol (Alle Operationen ausführen) oder gehen Sie auf Bearbeiten -> Alle Operationen ausführen.
- Bestätigen Sie die Warnmeldung mit Anwenden (Apply).
- Warten Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist, und klicken Sie dann auf Schließen.
5. Der entscheidende letzte Schritt: Berechtigungen setzen
Nach dem Formatieren mit GParted gehört die Festplatte dem System-Administrator (Root). Damit Ihr Freund sie für Timeshift und eigene Dateien nutzen kann, müssen Sie die Schreibrechte für alle Nutzer freigeben.
- Schließen Sie GParted.
- Öffnen Sie Ihren Dateimanager (Nautilus) und klicken Sie links auf die neue Festplatte (z. B. „Backup“), damit sie eingehängt wird.
- Öffnen Sie ein Terminal (
Strg+Alt+T) und geben Sie diesen Befehl ein:sudochmod777 /media/$(whoami)/Backup(Falls Sie beim Formatieren einen anderen Namen als „Backup“ vergeben haben, ersetzen Sie das Wort im Befehl entsprechend).
Warum dieser Weg für Ihren Freund ideal ist:
- EXT4 erlaubt Timeshift das Erstellen von Hardlinks, was extrem viel Speicherplatz spart.
- Durch den Befehl
chmod 777kann Ihr Freund die Platte an seinem eigenen Linux-PC sofort beschreiben, ohne dass er erst mühsam Besitzerrechte im Terminal ändern muss.
Ein wichtiger Hinweis: Da die Festplatte 4,2 TB groß ist, stellen Sie bitte sicher, dass Sie eine GPT-Partitionstabelle verwenden.
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Kurzanleitung für GParted
- Laufwerk wählen: Oben rechts in der Ecke müssen Sie die richtige Festplatte auswählen (z. B.
/dev/sdb). Achten Sie extrem auf die Größe, um nicht Ihre Systemplatte zu löschen! - NTFS-Partition löschen: Rechtsklick auf die farbige Fläche der Partition und „Löschen“ (Delete) wählen.
- Neu erstellen: Rechtsklick auf den nun „nicht zugeordneten“ Platz -> „Neu“.
- Dateisystem wählen: Im Dropdown-Menü bei „Dateisystem“ ext4 wählen und bei „Bezeichnung“ einen Namen vergeben. Klicken Sie auf „Hinzufügen“.
- Der wichtigste Schritt: In GParted ist noch nichts passiert! Sie müssen oben in der Menüleiste auf den Haken (Apply / Alle Operationen ausführen) klicken. Erst dann wird die Platte tatsächlich formatiert!
MfG
Li
Nachtrag
Wenn Ubuntu 24.04 sich weigert, eine NTFS-Platte nach EXT4 zu konvertieren, liegt das meist an einem der folgenden vier Gründe:
1. Die Partition ist noch „eingehängt“ (Mounting)
Dies ist der häufigste Grund. GParted (und auch andere Tools) können keine Partitionen verändern, auf die das System gerade zugreift.
- Woran Sie es erkennen: In GParted sehen Sie ein kleines Schlüssel-Symbol oder ein Schloss neben der Partition.
- Die Lösung: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Partition in der Liste und wählen Sie Aushängen (umount). Erst wenn das Schlüssel-Symbol verschwindet, können Sie sie löschen oder formatieren.
2. Der „Windows-Lock“ (Dirty Bit / Fast Startup)
Falls die Festplatte vorher an einem Windows-PC mit aktiviertem „Schnellstart“ (Fast Startup) genutzt und nicht „sicher entfernt“ wurde, markiert Windows das NTFS-System als „in Benutzung“. Ubuntu verweigert dann aus Sicherheitsgründen oft jeglichen Schreibzugriff, auch das Formatieren.
- Die Lösung: * Falls Sie einen Windows-PC zur Hand haben: Schließen Sie die Platte dort an und wählen Sie „Hardware sicher entfernen“.
- Falls Sie nur Ubuntu haben: Sie können im Terminal versuchen, den NTFS-Status zu erzwingen, indem Sie das Paket
ntfs-3gnutzen, oder Sie löschen in GParted nicht nur die Partition, sondern erstellen eine komplett neue Partitionstabelle.
- Falls Sie nur Ubuntu haben: Sie können im Terminal versuchen, den NTFS-Status zu erzwingen, indem Sie das Paket
3. Fehlende Root-Rechte
GParted benötigt zwingend Administrator-Rechte.
- Die Lösung: Stellen Sie sicher, dass Sie GParted über das Anwendungsmenü starten (es fragt dann nach Ihrem Passwort). Wenn Sie es über das Terminal starten, nutzen Sie immer
sudo gparted.
4. Hardware-Defekt oder Schreibschutz
Manchmal liegt das Problem tiefer:
- Kabel/Port: Ein defektes USB-Kabel oder ein Port mit zu wenig Strom kann dazu führen, dass der Schreibvorgang beim Formatieren abbricht. Versuchen Sie einen USB-Port direkt am Mainboard (hinten am PC), nicht an der Front.
- Sektoren-Fehler: Wenn die Festplatte physisch beschädigt ist, bricht der Formatierungsvorgang bei EXT4 ab, da EXT4 versucht, das Journal korrekt anzulegen.
Die „Radikal-Lösung“ in GParted
Wenn das einfache Formatieren einer Partition fehlschlägt, hilft oft dieser Weg, der die gesamte Struktur der Platte zurücksetzt:
- Wählen Sie die richtige Platte oben rechts in GParted aus.
- Gehen Sie im oberen Menü auf Gerät (Device) -> Partitionstabelle erstellen (Create Partition Table).
- Wählen Sie als Typ gpt (für moderne Platten) oder msdos (für sehr alte Hardware).
- Achtung: Dies löscht sofort alle Informationen über alle Partitionen auf dieser Platte.
- Danach haben Sie ein komplett „leeres“ Laufwerk und können wie in der vorigen Anleitung eine neue EXT4-Partition erstellen.
Ein kleiner Tipp zur Fehlerdiagnose: Falls eine Fehlermeldung in GParted erscheint, klicken Sie auf das kleine Details-Symbol. Dort steht oft eine Zeile wie Input/output error. Das deutet meist auf ein Kabelproblem oder eine sterbende Festplatte hin.
Erhalten Sie eine spezifische Fehlermeldung, wenn Sie versuchen zu formatieren? Wenn Sie den Text nennen, kann man genauer sagen, was zu tun ist.
MfG
Li
Hallo Frau Lippmann,
dass das jetzt /dev/sdc heißt, liegt daran, dass ich die Platte jedes Mal neu einstecke, aber an Hand der Größe erkenne ich schon das richtige System. Ansonsten hat sich zwischendurch nichts geändert, ich bekomme immer wieder die gleichen Fehlermeldungen.
Die Platte ist sicher nicht gemountet (kein Schlüsselsymbol und auch alle Menüpunkte ausgegraut).
Root-Rechte sind vorhanden!
Die Anschlüsse (alle getestet) befinden sich bei mir alle seitwärts und sollten einschließlich der Kabel (auch mehrere getestet) alle in Ordnung sein!
Kleiner Gedanke am Rande: es handelt sich in diesem konkreten Fall um eine 4 TB-SSD-Platte. Könnte es evtl. damit etwas zu tun haben?
Ich werde jetzt noch mal versuchen, die Hardware unter Windows sicher zu entfernen und als letztes die Platte noch mal unter Windows zu formatieren.
Wenn, wie es aussieht, nichts anderes mehr geht, soll die Platte unter Windows halt ihren Dienst tun und für Ubuntu soll er sich eine neue kaufen, eine normale Festplatte mit 1 TB sollte ja ausreichen.
Mit freundlichen Grüßen
Juergen51
Hallo Frau Lippmann,
ich habe die Platte unter Windows eingesteckt, sehe sie aber in der Laufwerksübersicht nicht. Was muss ich tun, um sie in NTFS formatieren zu können (irgendwie habe ich das schon mal gemacht, weiß aber nicht mehr , wie)?
Mit freundlichen Grüßen
Juergen51
Hallo Frau Lippmann,
ich habe mich wieder erinnert, unter Gerätemanager kein Problem, lief wie Bienchen, Platte funktioniert unter Windows so wie sie soll.
Formatiert, Dateien draufgespielt und wieder gelöscht, als wenn nichts wäre! Danach ordentlich ausgehängt.
Morgen mache ich allerletzten Versuch unter Ubuntu.
Mit freundlichen Grüßen
Juergen51
Noch ein Versuch
Wenn die Platte unter Windows mit NTFS einwandfrei funktioniert, kann ein Hardware-Defekt der SSD ziemlich sicher ausgeschlossen werden. Aber:
Wie weiter oben schon erwähnt:
Der „Windows-Lock“ (Dirty Bit / Fast Startup)
Falls die Festplatte vorher an einem Windows-PC mit aktiviertem „Schnellstart“ (Fast Startup) genutzt und nicht „sicher entfernt“ wurde, markiert Windows das NTFS-System als „in Benutzung“. Ubuntu verweigert dann aus Sicherheitsgründen oft jeglichen Schreibzugriff, auch das Formatieren. …
Dass Ubuntu sich weigert, die in EXT4 zu formatieren, liegt dann evtl. an einer dieser zwei „Software-Fallen“:
1. Die „Windows-Sperre“ (Hibernation/Fast Boot)
Windows fährt heutzutage nicht mehr komplett herunter, sondern geht in einen „Tiefschlaf“, um beim nächsten Mal schneller zu starten. Dabei markiert es die NTFS-Festplatte als „in Benutzung“.
- Das Problem: Linux erkennt diesen „Dirty-Status“. Um die Daten zu schützen, weigert sich Ubuntu, überhaupt Schreibvorgänge (wie das Löschen oder Umformatieren) auf dieser Platte auszuführen.
- Die Lösung: Schließen Sie die Platte noch einmal an den Windows-PC an. Klicken Sie in der Taskleiste auf „Hardware sicher entfernen“ und warten Sie auf die Bestätigung. Fahren Sie Windows dann komplett herunter (halten Sie dabei die Umschalt-Taste (Shift) gedrückt, während Sie auf „Herunterfahren“ klicken – das erzwingt ein echtes Ausschalten).
2. Der „Read-Only“ Schutz durch Metadaten
Manchmal bleiben NTFS-Metadaten so hartnäckig im Partitions-Header stehen, dass Linux-Tools wie GParted verwirrt sind und die Platte vorsichtshalber nur „lesend“ (Read-Only) einbinden.
So „zwingen“ Sie Ubuntu zum Formatieren
Da Sie wissen, dass die Hardware okay ist, können Sie die Platte unter Ubuntu „nackt“ machen, damit keine NTFS-Reste mehr stören. Hier ist der sicherste Weg über das Terminal:
- Platte identifizieren: Geben Sie im Terminal
lsblkein. Suchen Sie Ihre 4 TB SSD. Sie wird wahrscheinlich/dev/sdboder/dev/sdcheißen. ( hier beispielhaft/dev/sdX) - Partitionstabelle komplett löschen: Dieser Befehl überschreibt den Anfang der Platte, wo die NTFS-Informationen sitzen. Ersetzen Sie
sdXdurch Ihren Buchstaben (z.B.sdb):sudo dd if=/dev/zero of=/dev/sdX bs=1M count=100 conv=fdatasync
Hinweis: Danach ist die Platte für das System komplett leer – fabrikneu.
- In GParted neu aufbauen:
- Öffnen Sie GParted erneut.
- Die Platte wird nun als „Nicht zugeordnet“ (unallocated) angezeigt.
- Gehen Sie auf Gerät -> Partitionstabelle erstellen -> gpt.
- Erstellen Sie nun die EXT4 Partition.
Check: Wenn Sie in GParted versuchen zu formatieren und es fehlschlägt – welche Fehlermeldungen zeigt GParted ganz genau an? (Oft gibt es einen „Details“-Knopf). Steht dort noch etwas was uns evtl. weiiterbringen könnte?
MfG
Li
Guten Abend,
da hier viele Anregungen nicht noch nicht geholfen haben, würde ich gerne mal ohne KI weiter helfen. Was mit auffiel:
Warum fragt eigentlich nicht die KI nach dem Hersteller und dem Modell der Platte und des darin verbauten USB-Controllers? Dann könnte die KI vielleicht auf die Idee kommen, dass dem Ubuntu ein Treiber für den USB-Controller fehlen könnte? Sowohl Windows als auch Linux haben die Werkzeuge dafür an Bord.
Außerdem sei aber noch auf Ungenauigkeiten hingewiesen:
- Weiter oben wird in einer Antwort das Programm fdisk bei Linux empfohlen. Das ist für MBR-Platten gedacht und nicht wenn die Platte mit GPT eingerichtet ist. Dafür wird gdisk verwendet.
- Zum Beispiel funktioniert das Löschen der Partitionstabelle wie in der letzten Antwort beschrieben mit dem Komando dd nur bei Platten, die mit einen MBR partitioniert sind. Da werden mal 100 MB an den Anfang der Platte geschrieben. Nun, bei GPT reicht das nicht, weil zwar die Partitionstabelle, die für Reparaturzwecke „am Ende“ der Platte steht, erhalten bleibt.
Zum Löschen der Partitionstabelle gibt für Windows und für Linux jeweils einen Ausweg. Bei Windows verwendet man das Kommado clean im Programm diskpart.exe. Bei Linux nimmt man das Programm gdisk und darin das Kommando d wie delete.
HTH
noha
26.12.2025 21:26
Hallo noha,
ich finde, diese Gedanken sollte man weiter „ausspannen“. Da ich von Heidi bisher noch gar nichts gehört habe, habe ich auch keinerlei Ahnung, wie man das benutzt. Gibt es da eine Anleitung?
Inzwischen ist auch eine weitere Idee auf den Tisch gekommen: ob man diese Platte nutzen könnte, um damit zusätzlich zu Ubuntu ein Windows 11-System als Dualboot aufzubauen. Bisher habe ich nur Ubuntu nachträglich zu Windows aufgesetzt, aber geht das auch umgekehrt, erst Ubuntu und dann Windows und gibt es dann auch so etwas wie das GRUB-Menü?
@Frau Lippmann
Ich habe ja schon vorher externe Platten für Ubuntu formatiert und dabei nie Probleme gehabt, dass Windows diese sozusagen „festgehalten“ hätte. Wieso sollte es diesmal so sein? Aber ich werde es auch mal probieren.
Mit freundlichen Grüßen
Juergen51
Hallo Juergn51,
da haben Sie noha wohl falsch verstanden!
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Ihre neue Frage:
Inzwischen ist auch eine weitere Idee auf den Tisch gekommen: ob man diese Platte nutzen könnte, um damit zusätzlich zu Ubuntu ein Windows 11-System als Dualboot aufzubauen.
Hier ist eine Anleitung, wie Sie Windows nach Ubuntu installieren können.
MfG
Li
Hallo Frau Lippmann,
diese Idee ist nicht von noha, sondern bei uns zu Hause entstanden bei der Frage, was wir mit der Platte anstellen können.
Die Anleitung werde ich mir heute Nachmittag zu Gemüte führen, erstmal danke dafür.
Mit freundlichen Grüßen
Juergen51
Hallo Juergen51,
diese Idee ist nicht von noha, …
Das weiß ich.
Ich habe Ihnen gestern um 23:11 noch eine PN geschrieben. Ist die nicht angekommen?
MfG
Li
Hallo noha,
in meinem letzten Post hier konkret an Sie wollte ich eigentlich schreiben, dass ich von „gdisk“ bisher keine Ahnung habe. Daraus hat die automatische Rechtschreibekorrektur „Heidi“ gemacht.
Mit freundlichen Grüßen
Juergen51
Hallo,
ich habe unter Anleitung der KI einige Tests der Platte durchgeführt und wir sind zu folgendem Ergebnis gekommen:
- Der USB‑Controller ist fehlerhaft und kann 4‑TB‑Geräte nicht korrekt adressieren.
- Deshalb funktioniert die SSD unter Linux nicht.
- Windows kann diese Fehler ausgleichen.
- Die SSD selbst ist vermutlich nicht defekt – aber das Gehäuse ist es.
- Eine Reparatur ist nicht möglich, ein Austausch des Geräts ist die einzige sinnvolle Lösung.
Danke an alle, die sich so intensiv um eine Lösung bemüht haben.
Mit freundlichen Grüßen
Juergen51
Hallo Juergen51,
hier eine KI-Antwort, obwohl noha meint, man müsse das alles selber wissen, wenn man antwortet. Ich bin aber noch nicht über 40 Jahre „dabei“:
Überprüft 10 Quellen
Ja, das ist in vielen Fällen tatsächlich realistisch: Ein fehlerhaftes oder schlecht designtes USB‑SATA‑Bridge‑Gehäuse kann dazu führen, dass eine 4‑TB‑SSD unter Linux Probleme macht, während Windows noch damit umgehen kann.
Warum 4‑TB‑SSDs am Gehäuse scheitern können
- Viele ältere oder billige USB‑SATA‑Controller (im Gehäuse) können große Laufwerke bzw. bestimmte Sektorformate (512e/4Kn) nicht sauber adressieren, was sich ab 2–4 TB bemerkbar macht.
- Das führt dann zu Lese‑/Schreibfehlern, merkwürdigen Partitionsgrößen oder dazu, dass Linux das Gerät gar nicht mehr korrekt ansprechen kann, obwohl Windows es scheinbar „normal“ nutzt.
Warum Windows „funktioniert“ und Linux nicht
- Windows‑Treiber und Tools kaschieren manche Fehler oder Eigenheiten der Bridge‑Firmware, etwa durch spezielle Workarounds für exotische USB‑Bridges und Advanced‑Format‑Drives.
- Linux nutzt ein anderes Treiber‑ und Fehlerbehandlungsmodell; wenn der Controller falsche Sektoren/Größen meldet oder I/O‑Fehler liefert, bricht Linux früher ab und meldet Ein-/Ausgabefehler, selbst wenn Windows noch „irgendwie“ lesen kann.
Rolle von NTFS vs. EXT4
- Das ursprüngliche NTFS spielt hier praktisch keine Rolle mehr: Wenn die USB‑Bridge die 4‑TB‑SSD fehlerhaft präsentiert, sind alle Dateisysteme betroffen, egal ob NTFS, EXT4, exFAT usw.
- Der Wechsel auf EXT4 löst das Problem deshalb nicht, weil der Flaschenhals die Gehäuse‑Elektronik ist, nicht das Dateisystem auf der SSD.
Ist das Gehäuse „defekt“ oder nur „zu alt/schlecht“?
- Es muss nicht „kaputt“ im Sinne eines Hardwarebruchs sein; oft ist es eine Kombination aus fehlender >2‑/4‑TB‑Unterstützung, fehlerhafter Firmware oder Problem‑Chip (z.B. bestimmte JMicron‑Varianten), die besonders bei SSDs >2 TB auffallen.
- Praktisch läuft es aber auf das Gleiche hinaus: Eine Reparatur der Bridge/Controller‑Firmware ist für Endanwender nicht möglich, daher ist der Austausch durch ein anderes, modernes Gehäuse oder Dock die einzig sinnvolle Lösung.
Was Sie konkret tun können
- SSD intern oder mit einem anderen, möglichst neuen USB‑SATA‑Adapter/‑Gehäuse testen; wenn sie dort unter Ubuntu problemlos erkannt und nutzbar ist, bestätigt das die Diagnose „Gehäuse/Controller schuld“.
- Beim Neukauf auf ein Gehäuse mit aktuellem Controller achten (z.B. bekannte ASMedia‑Chips für SATA‑SSDs, die >4 TB explizit unterstützen) und idealerweise Rezensionen/Forenbeiträge zu Linux‑Kompatibilität checken.
Kurz: Ja, die Aussage, dass die SSD selbst wahrscheinlich in Ordnung ist und das Gehäuse (bzw. der USB‑Controller darin) das Problem darstellt, ist technisch sehr plausibel, und ein Austausch des Gehäuses ist üblicherweise der richtige Weg.
MfG
Li
Nachtrag
Wenn ich eine Antwort komplett von einer KI übernehme, mache ich das normalerweise kenntlich, so wie gerade eben.
Wenn ich eine KI-Antwort selbst bearbeite, damit sie dem Fragesteller wirklich hilft, mache ich das nicht unbedingt.
In beiden Fällen überprüft der „normale“ Fragesteller das höchstwahrscheinlich sowieso nicht. Der möchte nur so schnell wie möglich „fertig“ werden.
Die ganze KI-Geschichte sollte man in diesem Forum dem Antworter überlassen.
Wer es machen will, so wie H. Schreiner, soll es machen. Wer es nicht in jedem Fall machen will, den sollte man auch „leben“ lassen.
Es macht sowieso meist mehr Arbeit, nach einer guten Antwort zu suchen, als aus dem eigenen „Vollen“ zu schöpfen.
Dass solche Antworten nicht immer 100%-iig sind, ist voraussehbar. Dafür gibt es ja die „Unterhaltung“ mit dem Fragesteller.
Auch eigene Antworten, nicht nur die von einer KI, sind vor Irrtum nicht geschützt.
Das sollte alles berücksichtigt und auch anerkannt werden! Sonst macht das hier wahrlich keinen Spaß!
MfG
Li
Hallo Juergen51,
gdisk ist vergleichbar mit fdisk. Mit gdisk werden Partitionen einer Platte bearbeitet, wenn sie als GPT-Platte eingerichtet ist oder werden soll. Einen knappen Überblick findet man im Wiki von Ubuntu: https://wiki.ubuntuusers.de/gdisk/
Der Dialog mit dem Programm ist in englisch. Das ist vermutlich leichter zu verstehen als das, was die Partitionierung einer Platte bedeutet. Mit gdisk kann man die Partitionierung einer Platte nur zerstören, wenn man nicht weiß was man tut und das Programm mit dem Kommando w beendet. Beenden des Programm mit dem Kommando q oder schließen des Terminal-Fensters ändert nichts an der Platte.
VG
noha
27.12.2025 18:33
Hallo Li,
das Problem mit KI ist, dass diese Programme immer Antworten liefern, auch wenn die Voraussetzungen unklar sind. Und die KI stellt keine Rückfragen. Das müssen die Helfer im Forum leisten und mit den Antworten die KI füttern. Dann werden Antworten genauer und vor allem kürzer.
In vielen anderen Foren müssen die Frager grundsätzlich eine Beschreibung ihrer Hardware und bei vermuteten Software-Problemen auch Hersteller, Programm und Version angeben. Andernfalls wird eine Frage erst gar nicht angenommen.
Bei dem Problem mit der externen Platte hätte das Ergebnis von lsusb den Hersteller und das Modell des Chips in der Platte genannt. Damit hätte man einfach mal suchen können, ob es Probleme mit einem Treiber gibt.
VG
noha
27.12.2025 21:32
Hallo noha,
Und die KI stellt keine Rückfragen.
Doch, das tut sie, wenn man mal angefangen hat! Es kommt halt darauf an, welche KI man um Rat fragt. Es gibt ja mittlerweile sehr viele.
Das müssen die Helfer im Forum leisten und mit den Antworten die KI füttern. Dann werden Antworten genauer und vor allem kürzer.
Das mache ich bis zu 6 bis 8 mal. Deshalb beschäftige ich mich mit einer Frage meistens viel länger als es hier aussieht.
Warum fragt eigentlich nicht die KI nach dem Hersteller und dem Modell der Platte und des darin verbauten USB-Controllers?
Da muss man zunächst selbst drauf kommen, die KI das zu fragen. Weder Fragesteller noch ich selbst haben das rechtzeitig gemacht. Das Bild der externen Platte kam ja auch ziemlich spät. Hinterher kann man immr sagen wie es schneller hätte gehen können.
Deshalb werden „Unterhaltungen“ auch oft so lang. Das „Machtwort eines Computergelehrten“ hilft da nicht unbedingt. Das kann den Fragesteller durcheinander bringen und den Erstantworter ab von seinem Kurs.
Vorwürfe verärgern mich da ganz einfach. Vieles dauert ja hier sowieso ziemlich lange. Was machen da 1 oder 2 Tage achon aus! Oft brechen die Fragesteller sogar selbst ab. Oder sie stellen eine Frage und kümmern sich nie wieder um irgendeine Antwort. Hat es alles schon gegeben!
In diesem Fall hat sich der Fragesteller sogar selbst Rat bei einer KI geholt! Sehr weise! Das können aber bislang die wenigsten.
Ich hatte übrigens einen völlig anderen Beruf und bin erst sehr spät zum Thema „Computer“ gekommen.
In vielen anderen Foren müssen die Frager grundsätzlich eine Beschreibung ihrer Hardware und bei vermuteten Software-Problemen auch Hersteller, Programm und Version angeben. Andernfalls wird eine Frage erst gar nicht angenommen.
Weiß der Deibel, warum das hier nicht klappt! Hat es wohl noch nie gegeben und wird es wohl auch nie geben. Wenige machen es freiwillig, die meisten nie.
Es muss „von oben“ kommen. Wenn da nichts kommr. kommt nichts! So sieht’s aus!
HTH
Li
Hallo an alle, die hier fleißig mitgewirkt haben,
wenn es auch keine Antwort in dem Sinne „jetzt klappt alles und die Platte läuft auch unter Ubuntu“ gegeben hat, habe ich doch wieder ein großes Stück dazugelernt und dafür bedanke ich mich.
Mit freundlichen Grüßen
Juergen51
Nachtrag
Eine 4-TB-SSS mit defektem USB-Controller im Gehäuse ist unter Ubuntu 24.04 tatsächlich unbrauchbar, wenn Linux die Adressierung nicht korrekt handhabt – Windows kompensiert solche Chips oft durch proprietäre Treiber.[conversation_history]
Bestätigung Ihrer Diagnose
Der Testprozess hat korrekt gezeigt:
- USB-Controller-Defekt: Viele günstige 4-TB-Gehäuse nutzen problematische Chips (JMicron JMS56x, Realtek RTL9210B), die bei großen Kapazitäten unter Linux scheitern.
- Linux vs. Windows: Ubuntu erwartet perfekte USB/UAS-Kommunikation; Windows ignoriert Timeouts via Firmware-Patches.
- SSD selbst OK: Funktioniert unter Windows → austauschbare 2,5″-SATA-SSD, nur Gehäuse-Problem.
Vermeiden: No-Name-Gehäuse, Realtek RTL9210-basierte Modelle.
Ihr Freund soll sich für Ubuntu eine neue externe Festplatte kaufen (s. Anhang) und die alte in Windows verwenden.
Oder:
SSD aus Gehäuse retten (optional)
Falls SATA-SSD (2,5″):
- Gehäuse öffnen (meist Schrauben an Unterseite).
- SSD entnehmen → neues Gehäuse/Dock kaufen (z.B. ORICO USB3.1, 15€).
- Mit
lsusbneues Gehäuse vorher prüfen (kein Realtek JMS567).
Timeshift nach evtl. Austausch einrichten
# Neue SSD mit ext4 für Timeshift sudo mkfs.ext4 /dev/sdX1 sudo mkdir /mnt/timeshift sudo mount /dev/sdX1 /mnt/timeshift sudo timeshift --create --comments "erste Sicherung"
MfG
Li