Hallo Team,
ich bin jetzt seit einigen Monaten von Windows10 auf Linux Ubuntu umgestiegen. Ich hatte vorher ein VPN benutzt, aber das gibt es für Linux nicht mehr. Zum Schutz meiner Privatsphäre möchte ich unter Linux weiterhin VPN benutzen. Können Sie mir sagen, welche Kriterien ich bei der VPN-Auswahl unbedingt berücksichtigen soll. Gibt es aus Ihrer Sicht eine Empfehlung bzw. einen Vorschlag für VPN-Anbieter für Linux.
Vielen Dank und viele Grüße,
Herbert
Hallo Herbert,
ein VPN ist nicht Betriebssystem abhängig. Auch unter Ubuntu können Sie eine VPN Verbindung zu Ihrem Server einbinden siehe Bilder.
MfG
Jürgen
Hallo Herbert,
die Auswahl eines passenden VPN-Anbieters für Linux (speziell Ubuntu) erfordert die Berücksichtigung einiger wichtiger Kriterien.
Wichtige Auswahlkriterien für ein Linux-VPN
Besonders unter Linux sollten Sie auf folgende Punkte achten, um einen zuverlässigen und datenschutzfreundlichen Dienst zu finden:
- Linux-Kompatibilität und Client-Typ:
- Suchen Sie einen Anbieter, der eine native App (Client) für Linux (idealerweise für Debian/Ubuntu-basierte Distributionen) anbietet. Diese Clients können entweder eine grafische Benutzeroberfläche (GUI) oder eine Kommandozeilen-Schnittstelle (CLI) haben. Eine GUI ist oft benutzerfreundlicher, während die CLI von technisch versierteren Nutzern bevorzugt wird.
- Alternativ können Sie VPNs auch manuell über den NetworkManager von Ubuntu oder mit OpenVPN/WireGuard-Konfigurationsdateien einrichten. Ein Anbieter mit einem guten, nativen Client erleichtert die Nutzung aber erheblich.
- Datenschutz und Protokollierung (No-Logs-Policy):
- Der wichtigste Aspekt für die Privatsphäre ist eine strikt keine Protokollierung („No-Logs-Policy“) der Nutzeraktivitäten.
- Idealerweise sollte diese Richtlinie durch unabhängige, externe Sicherheits-Audits bestätigt worden sein.
- Sicherheit und Protokolle:
- Achten Sie auf die Unterstützung moderner und sicherer VPN-Protokolle. WireGuard gilt aktuell als Standardempfehlung für hohe Geschwindigkeit und Sicherheit. OpenVPN ist eine etablierte und quelloffene Alternative.
- Vermeiden Sie veraltete Protokolle wie PPTP oder L2TP/IPsec.
- Kill Switch (Notschalter):
- Ein Kill Switch ist unerlässlich. Er blockiert automatisch den gesamten Internetverkehr, falls die VPN-Verbindung unerwartet abbricht. Das verhindert, dass Ihre tatsächliche IP-Adresse und Ihr unverschlüsselter Datenverkehr versehentlich offengelegt werden.
- Servernetzwerk:
- Ein großes Netzwerk mit vielen Serverstandorten sorgt für bessere Geschwindigkeiten und mehr Flexibilität, z.B. für das Umgehen von Geoblocking.
- Quelloffenheit (Open Source):
- Einige datenschutzorientierte Anbieter stellen den Quellcode ihrer Apps zur Verfügung. Dies ermöglicht der Community, den Code auf Schwachstellen zu überprüfen und erhöht das Vertrauen.
- Geräteunterstützung und gleichzeitige Verbindungen:
- Prüfen Sie, wie viele Geräte Sie gleichzeitig mit einem einzigen Abonnement verbinden können.
Empfehlungen für VPN-Anbieter unter Linux (Ubuntu)
Basierend auf den genannten Kriterien und den gängigen Empfehlungen in der Linux-Community sind folgende Anbieter einen Blick wert: s. Anhang!
Startenn Sie zum Testen mit ProtonVPN, da es eine kostenlose Option mit guter Performance und starkem Datenschutz bietet, um sich mit dem Konzept vertraut zu machen, bevor Sie sich für ein kostenpflichtiges Abonnement entscheiden.
Dieses Video zeigt, wie Sie eine VPN-Verbindung mit Ubuntu Linux herstellen, was hilfreich sein kann, wenn Sie sich entscheiden, ein VPN manuell einzurichten: VPN Verbindung mit Ubuntu Linux herstellen.
MfG
Li