Bei meinem Laptop sind sowohl Windows- und Daten-Partition auf einer SSD-Festplatte. Züsätzlich erfolgen Einträge in den Windows Prefetch Ordner. Die Prefetch Dateien *.pf kann ich löschen. Eine zusätzliche Datei PfPre_2ab25cfa.mkd lässt sich nur unter Ubuntu löschen. Eine neue Datei PfPre_2*.mkd wird beim nächsten Windows Start erzeugt. Beim Registry Eintrag HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management\PrefetchParameters wird der REG_DWORD Wert EnablePrefetcher 0 ignoriert und hat keinen Einfluss.
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Hallo spezi72win,
Windows ignoriert hier weder Sie noch die Registry, sondern verhält sich (leider) „by design“: Die PfPre_2…mkd‑Datei gehört zum Prefetch/SysMain‑Mechanismus und wird vom Systemprozess gesperrt, daher lässt sie sich nur von außen (z.B. unter Ubuntu) löschen und beim nächsten Start legt Windows sie wieder an – selbst wenn EnablePrefetcher auf 0 steht.
Was ist PfPre_2…mkd?
- Die Datei
PfPre_2ab25cfa.mkdist eine temporäre Systemdatei im Prefetch‑Kontext; sie ist kein Programm und nichts Gefährliches, sondern Teil der Prefetch/Superfetch‑Optimierung von Windows. - Dass sie sich unter Windows nicht löschen lässt, liegt daran, dass ein Dienst wie SysMain/Windows Audio Endpoint Builder bzw. ein Kernelprozess diese Datei offen hält; außerhalb von Windows (Ubuntu) besteht diese Sperre nicht, daher klappt das Löschen dort.
Warum wirkt EnablePrefetcher=0 nicht?
- Seit Windows 10/11 ist das Prefetch/Superfetch‑Verhalten komplexer; selbst bei
HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management\PrefetchParameters\EnablePrefetcher = 0werden weiter.pf‑ und PfPre‑Dateien erzeugt. - Hintergrund: Teile der Prefetch‑Logik sind inzwischen tiefer im System und Dienst „SysMain“ verankert und ignorieren die älteren Registry‑Schalter teilweise; Microsoft selbst warnt davor, Prefetch/SysMain abschalten zu wollen, weil dies eher Performance schadet als nutzt.
Was können Sie praktisch tun?
- Löschen der Prefetch‑Dateien bringt auf SSDs in der Regel keinen Vorteil und kann Programmstarts sogar minimal verlangsamen; es ist daher unkritisch, die PfPre_2…mkd einfach zu ignorieren.
- Wenn Sie es wirklich so weit wie möglich reduzieren wollen, ist der einzige halbwegs wirksame Weg, den Dienst „SysMain“ zu deaktivieren (Dienste‑Konsole oder
sc config sysmain start= disabled+ Dienst stoppen); selbst dann können aber einzelne Prefetch‑Artefakte weiter entstehen, komplette Unterdrückung ist offiziell nicht vorgesehen.
MfG
Li
Bearbeitete Antwort von Lippmann