Obwohl sich die Windows und die Daten Partition auf einer SSD Festplatte befinden erfolgen immer wieder Einträge in den Windows Prefetch Ordner Dateien mit der Endung .pf, die sich zwar löschen lassen, aber immer wieder neu erstellt werden. Zusätzlich wird eine Datei PfPre_2abcfa.mkd erstellt, die sich mit Windows nicht löschen lässt, sondern nur unter Ubuntu. Auch mit dem Registry Eintrag HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management\PrefetchParameters und dem REG_DWORD Wert EnablePrefetcher auf 0 gesetzt.
Hallo spezi72win,
es ist korrekt, dass der Prefetch-Ordner (C:\Windows\Prefetch) normalerweise bei reinen SSD-Systemen in seiner Funktionalität eingeschränkt oder ganz deaktiviert sein sollte, da die extrem schnellen Zugriffszeiten einer SSD die dortigen Optimierungen weitgehend überflüssig machen.
Dass der Ordner trotz der Deaktivierung über den Registry-Eintrag (EnablePrefetcher auf 0) neu erstellt wird, liegt an der engen Verknüpfung mit dem Dienst SysMain (bis Windows 10 Version 1809 als Superfetch bekannt).
Schritte zur vollständigen Deaktivierung
Um sicherzustellen, dass die Dateien nicht mehr erstellt werden, müssen Sie höchstwahrscheinlich zusätzlich zum Prefetcher auch den SysMain-Dienst deaktivieren, da dieser die Superfetch- und ReadyBoost-Funktionen steuert und die Prefetch-Dateien generiert:
1. Deaktivieren des SysMain-Dienstes
Der Dienst SysMain ist der moderne Nachfolger von Superfetch/Prefetch und muss gestoppt und deaktiviert werden, auch wenn Windows die Funktionalität auf SSDs anpassen sollte.
- Drücken Sie die Tastenkombination Windows-Taste + R, um „Ausführen“ zu öffnen.
- Geben Sie
services.mscein und drücken Sie Enter. - Suchen Sie in der Liste der Dienste nach „SysMain“ (oder „Superfetch“, falls die Anzeige nicht aktualisiert ist).
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf „SysMain“ und wählen Sie „Eigenschaften“.
- Wählen Sie im Dropdown-Menü „Starttyp“ die Option „Deaktiviert“.
- Klicken Sie unter „Dienststatus“ auf die Schaltfläche „Beenden“.
- Bestätigen Sie mit „Übernehmen“ und „OK“.
- Starten Sie den PC neu.
2. Bestätigen des Registry-Eintrags
Überprüfen Sie nach dem Neustart noch einmal, ob der Registry-Eintrag korrekt gesetzt ist.
- Öffnen Sie den Registry-Editor (
regedit). - Navigieren Sie zu:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Memory Management\PrefetchParameters - Der REG_DWORD-Wert
EnablePrefetchersollte auf 0 gesetzt sein.
Nach diesen Schritten sollte die Erstellung der .pf-Dateien im Prefetch-Ordner dauerhaft unterbunden sein.
Zur Datei PfPre\_2abcfa.mkd
Die Datei PfPre\_2abcfa.mkd (die Zeichenkette kann variieren) wird ebenfalls im Zusammenhang mit dem Prefetch-Vorgang und Superfetch/SysMain erstellt. Die Tatsache, dass sich diese Datei mit Windows nicht löschen lässt (aber unter Ubuntu), deutet darauf hin, dass die Datei durch einen laufenden Prozess gesperrt wird.
Die Deaktivierung des SysMain-Dienstes (Schritt 1) sollte auch die Erstellung und die Sperrung dieser Datei beenden.
- Lösung: Löschen Sie diese Datei, nachdem Sie den SysMain-Dienst deaktiviert und den PC neu gestartet haben. Die Datei sollte dann nicht mehr von Windows gesperrt sein und sich normal im abgesicherten Modus oder nach dem Neustart löschen lassen.
Es ist bekannt, dass manche Antivirenprogramme oder spezifische Software auch temporäre .mkd-Dateien in den Prefetch-Ordner ablegen können. Falls das Problem nach der Deaktivierung von SysMain weiterhin besteht, sollten Sie Ihre aktive Sicherheitssoftware temporär testen und überprüfen.
Haben Sie den SysMain-Dienst (oder Superfetch) bereits versucht zu deaktivieren?
Dieses YouTube-Video erklärt, wie man Prefetch und Superfetch unter Windows 10 deaktiviert, was auf Windows 11 über den SysMain-Dienst analog funktioniert. Windows 10 Prefetch und Superfetch deaktivieren
MfG
Li