Ein Hallo an alle freundlichen Helfer!
Ihr habt mir schon ziemlich viel geholfen und ich habe eigentlich gedacht, das ich das hier alleine hinbekomme. Es haben sich aber unvermutet einige Sachen aufgetan, so das ich mittlerweile jede Menge ???? im Gesicht hängen habe. Die Fragen hier stelle ich sicherheitshalber, weil ich Angst habe, das bei einem falschen vorgehen mir event. ubuntu hops geht. Danke schon jetzt für eure Hilfe.
- Drucker in Betrieb nehmen: Als ich meinen Drucker von Brother „DCP-195C“, der per USB-Kabel angeschlossen ist, kontrollierte ob er funktioniert, habe ich feststellen müssen, das er von Ubuntu erkannt wurde, aber keinerlei Reaktion gezeigt hat. Ich bekam da eine Meldung von „..er befindet sich im Leerlauf“ oder sinngemäß so ähnlich. In den Einstellungen wurde er so angezeigt „Brother DCP-195C / Modell: Brother DCP-1200 / Status: Bereit“. Weil er nicht funktionierte habe ich nun versucht, meinen Drucker nach einer Anleitung von Herrn „Kaner Etem“ zum laufen zu bringen. Diese Anleitung lief komplett über das Terminal und funktionierte einwandfrei. Konnte sofort eine Testseite absolut problemlos ausdrucken. Nun habe ich aber den Drucker „DCP-195C“ zweimal in den Einstellungen unter Drucker stehen. Die zweite sieht so aus „Brother DCP-195C / Modell: Brother DCP-195C CUPS / Status: Bereit“. Frage 1 hierzu: Wie kann ich den ersten Eintrag (und was event. dazugehört) wieder entfernen – oder ist es besser den einfach zu ignorieren, was mir aber der Übersicht wegen nicht gefallen würde?
- Nun habe ich versucht, den im Drucker integrierten Scanner zu beschäftigen, was er aber komplett verweigert hat – absolut keine Reaktion? Wie bekomme ich nun diesen zum Laufen? Hierfür habe ich keine Infos gefunden. Muss ich das ganze Prozedere über das Terminal nochmal durchführen, vorher vielleicht beide Drucker nochmal entfernen oder wie geht das? Oder muss ich der Anleitung von der Brother-Website unter „FAQ & Fehlerbehung“ folgen? Dazu wäre der Download und 3 oder 4 Befehle im Teminal notwendig? 4 Befehle, wenn die Superuser-Autorisierung mit „su“ oder „sudo su“ separat erfolgen muss und nicht in „bash“ enthalten ist (wenn separat, wie genau geht das?). Das Problem, das ich hier habe, ist, das es für Linux bei Brother nichts in Deutscher Sprache gibt, englisch geht ein ganz kleins bischen, aber wenn es größere Sachen sind, wird es schwierig für mich. Oder ist da ganz anders vorzugehen?
- Noch ein kurzer Blick auf Thunderbird, denn bei diesem konnte ich ( im Gegensatz zu Firefox und LibreOffice) mein Profil von Windows nicht einfügen, weil die Thunderbirdversion in Ubuntu ein ganzes Stück älter war, als wie die in Windows. Das ist nicht weiter schlimm, denn das neue einrichten meiner E-Mails u.so macht mir keine Sorgen, aber wie bekomme ich meine Adressbücher (die ich, glaube ich, als *.csv-Dateien separat gesichert habe) in den Thunderbird, denn die neu einzutragen wäre wirklich eine Mords-Arbeit?
- Damit für heute auf jedenfall erstmal genug und ich freue mich schon dankbar auf eure Infos
- MfG, der Fragenbär
Hallo Fragenbär,
unter https://plus.computerwissen.de/produktwelten/linux-insider/startdokumentation-ubuntu-linux-installieren/
unter Lektion 6 – Ubuntu Linux und Hardware (Drucker, Scanner, externe Medien und WLAN)
finden Sie alle Hilfe zum Drucker und auch zum Scanner von Brother. Vordem bitte alle Drucker und Scanner aus den Einstellungen für Drucker löschen.
Mit freundlichem Gruß
Jürgen
Hallo Fragenbär,
Auf dieser Seite https://www.brother.de/support/dcp-195c/downloads kannst Du unter Betriebssystem „Linux (deb)“ und Sprache „English“ den Treiber
Scanner driver 64bit (deb package) herunterladen
dann erhältst Du eine Datei „brscan3-0.2.13-1.amd64.deb“
Jetzt den Drucker einschalten und mit USB Kabel anschließen. Dann Im Terminal in den Ordner gehen wo die Datei brscan3-0.2.13-1.amd64.deb heruntergeladen wurde und dort den Befehl
dpkg -i --force-all brscan3-0.2.13-1.amd64.deb
eingeben. Danach kannst Du noch kontrollieren ob der Treiber installiert wurde mit dem Befehl
dpkg -l | grep Brother
Danach sollte der Scanner eigentlich funktionieren. bei Problemen benötige ich die kompletten Terminalbefehle und Ausgaben der Meldungen.
Zu Thunderbird:
wenn Du im Adressbuch von Thunderbird bist, dann kannst Du dort die Adressen aus den einzelnen Adressbüchern exportieren und unten Rechts ist ein Button zum importieren.
Bilder in nächster Antwort
Mit freundlichem Gruß Jürgen
Zu Thunderbird die Bilder
Hallo Fragenbär,
zum Thema „Superuser“, sudo, su, root und bash:
Der Administrator (oft als Superuser bezeichnet) in allen Linux-Varianten ist root. Aus Gründen der Sicherheit kann sich root aber in Ubuntu nicht anmelden. Der bei der Installation als erster eingerichteter Benutzer hat die Möglichkeit, jeweils ein Kommando als root auszuführen. Dazu dient das Kommando sudo, eine Abkürzung von SUperuser DO. Das Komando su ist die Abkürzung von Switch User, also das Umschalten auf einen anderen Benutzer als den, mit dem man angemeldet ist.
Kommandos werden im Terminal eingetippt, vergleichbar mit cmd.exe oder Powershell in Windows. Nun benötigt jedes Betriebssystem ein Programm, das eingetippte Kommando interpretiert, also ausführt. Bei Ubuntu ist bash voreingestellt. Es gibt eine handvoll verschiedener Kommandointerpreter, die sich im Komfort (beim Eintippen und bei Abkürzungen) unterscheiden. Und seit wenigen Jahren gibt es die Powershell von Microsoft als Kommandointerpreter, der viele Funktionen der Windows-Version realisiert. Umgekehrt gibt es auch bash für Windows.
VG
noha
18.11.2025 20:26
Ein Hallo an alle, die dies lesen und helfen wollen!
Besonders aber an juergen0033 und noha!
An die beiden auch ein extra dankeschön!
An juergen0033 – wegen deiner Antwort 1: Genau aus der genannten „Lektion 6“ habe ich meine Infos geholt und angewendet.
Weil aber schon ein Drucker eingerichtet war, der nicht funktionierte, den Anweisungen in diesem Dokument gefolgt ab dem Abschnitt „Falls ihr Drucker nicht automatisch eingerichtet wird“, was auch wunderbar funktioniert hat. Testseite lies sich problemlos ausdrucken, aber die Scannerfunktion hat gestreikt. Darüber, wie man den Scanner bei Nichtfunktion zum laufen bringt habe ich in diesem Dokument leider nichts gefunden, oder ich habe irgendwas falsch verstanden?
Zu deiner Antwort 2: Ich würde sehr gerne deine Anweisungen nachvollziehen (die Datei habe ich schon runtergeladen), aber vorher wüßte ich gerne, ob ich davor die beiden nun vorhandenen Drucker nochmal löschen muss und wenn, wie genau das funktioniert?
Oder nur den nicht funktionierenden löschen, wenn deine Anweisungen nur für die Scanfunktion gedacht sind? Wie bekomme ich genau diese weg?
Oder den Anweisungen in „Lektion 6“ ab „Drucker manuell hinzufügen“ nach dem löschen des eingetragenen Druckers folgen? Event. wegen dem Hinweis zu einem separat zu installierenden Treiber (Vielleicht ein anderer richtigerer)?
Ich habe von einer anderen Webseite „Michael Schäfer“ die Info geholt, das ich die installierten Treiberpakte mit dem Terminalbefehl „dpkg -l | grep“ anzeigen lassen kann, das ist dabei herausgekommen:
Befehl: „dpkg -l | grep Brother
Ergebnis: ii brscan-skey 0.3.2-0
amd64 Brother Linux scanner S-KEY tool
ii brscan3 0.2.13-1
amd64 Brother Scanner Driver
ii dcp195ccupswrapper:i386 1.1.3-1
i386 Brother lpr Inkjet Printer Definitions
ii dcp195clpr:i386 1.1.3-1
i386 Brother lpr Inkjet Printer Definitions
ii printer-driver-brlaser 6-3build2
amd64 printer driver for (some) Brother laser printers
ii printer-driver-ptouch 1.7-1build2
amd64 printer driver Brother P-touch label printers
(kann man das Terminal auch ausdrucken? So ist das ganze ziemlich mühsam? Ach ja, das Wort „Brother“ ist ROT geschrieben!
Hat eigentlich auch das „Driver Install Tool“, das ich auf der Brother Website gefunden habe, aktualisiert am 24.09.2025 etwas mit der Sache hier zu tun? Was von diesen 6 Einträgen muss deinstalliert werden (und wenn, dann wie?).
Nun noch zu noha wegen dem Superuser: Danke sehr für die sehr ausführlichen Erläuterungen. Aber mich würde der Vollständigkeit halber noch interessieren, wie ein Befehl im Terminal zur Superuserautorisierung genau aussieht und ob ich den wirklich benötige, z.B. zwecks Ausführung des Druckertools?
Mit freundlichen Grüßen
der Fragenbär
Hallo Fragenbär,
von allen Druckern, die Ubuntu „erkennt“ wird angenommen, dass sie das Protokoll Apple AirPrint umsetzen. Das machen die meisten Drucker ab Baujahr 2017, die entweder WLNA-Anschluss oder eine Buchse für ein Netzwerkkabel haben. Ubuntu kümmert sich nicht darum, ob die Voraussetzungen stimmen.
Welcher Drucker-Instanz AirPrint verarbeitet erkannte man daran, dass als Treiber „Driverless“ angegeben ist.
Die Liste, die Sie mit dpkg -l | grep Brother erzeugt haben, zeigt alles, was die Abteilung Software-Installation und -Updates von Ubuntu kennt. Ich würde da nicht aufräumen. Das „Driver Install Tool“ von Brother hat das hinzugefügt, das dcp195 im Namen hat.
Wichtig: Drucker und Scanner sind zwar ein einem Gehäuse untergebracht, werden aber von jedem Betriebssystem als zwei getrennte Geräte gesehen.
Zum „Supersuser“ im Terminal wird das Kommando sudo verwendet – auf dreierlei Weise. Vorab ein paar Begriffe:
- Das Arbeitsverzeichnis im Terminal wird immer rechts vom Doppelpunkt in der Eingabeaufforderung angezeigt. Aus diesem Verzeichnis lesen und schreiben alle Befehle, die Sie ausführen, wenn Sie kein anderes Verzeichnis angeben.
Zum Beispiel sieht die Eingabeaufforderung bei mir gerade so aus:
noha@PC19:~/Downloads$ - Der Programmpfad sind mehrere Verzeichnisse, in denen der Kommandointerpreter bash die Befehle sucht. Bei mir liefert das Kommando
echo $PATH
die Ausgabe
/usr/local/sbin:/usr/local/bin:/usr/sbin:/usr/bin:/sbin:/bin:/usr/games:/usr/local/games:/snap/bin:/snap/bin
Bei Ihnen wird es ähnlich aussehen.
Zu sudo:
- Wenn man sudo gefolgt von einen Programmnamen aufruft, wird das Programm mit den Rechten von root ausgeführt. Das Arbeitsverzeichnis wird dabei nicht geändert. Öffnen Sie mal das Terminal und vergleichen Sie die Ausgabe von
ls
mit
sudo ls
sudo fordert Sie alle 15 Minuten auf, Ihr Passwort erneut einzugeben. - sudo -s
bewirkt, dass alle folgenden Kommando als Benutzer root ausführen, bis Sie mit dem Kommando exit diesen Zustand beenden. Das Arbeitsverzeichnis wird nicht geändert. - sudo -i
hat die gleiche Wirkung wie sudo -s, aber das Arbeitsverzeichnis ist dann / also die Wurzel des Dateisystems. Die Angabe -i braucht man, wenn z.B. das „Persönliche Verzeichnis“ kaputt ist.
Zum Terminal:
* Sie können vom Terminal ein Bildschirmfoto machen (Tastenkombination Alt+Druck). Das Bild steht dann in ~/Bilder/Bildschirmfotos.
* Sie können den Inhalt oder Teile davon mit der Maus markieren, mit der rechten Maustaste dann mit der Funktion „Kopieren“ als Text in die Zwischenablage bringen.
VG
noha
20.11.2025 19:50
Als Ergänzung:
Alle Änderungen am System, insbesondere Installation von Treibern, erfordern root-Rechte, dto. Installation von Programmen. Wenn Sie die Installation im Terminal machen (müssen), muss sudo verwendet werden. Selbst das Lesen von Dateien, die einem anderen Benutzer gehören, erfordert root-Rechte, wenn der Besitzer nicht Leserechte für alle eingetragen hat. Es gibt in Ubuntu rund 50 vorinstallierte Benutzer.
Wenn Sie Programm in der grafischen Oberfläche mit z.B. Ubuntu Software installieren, werden Sie genau wie bei sudo nach Ihrem Passwort gefragt. Im Gegensatz zu Windows können Sie diese Sicherheitsmaßnahme nicht abschalten.
VG
noha
20.11.2025 20:02
Hallo Fragenbär,
zum Terminal drucken wenn es geöffnet ist. Ganz oben rechts beim Lautsprechersymbol klicken.
Dann in der Auswahl oben links auf das Kamera Symbol klicken. Auswahl, Bildschirm, und Fenster stehen nun zur Auswahl.
Mit Auswahl kannst du jeden Bereich auf dem Display wählen.
Mit Bildschirm den kompletten Bildschirm und mit Fenster z.B. das Terminal oder andere Fenster die auf dem Display sichtbar sind.
**************************************************************************************************
Wenn Du einen Drucker entfernen möchtest, dann schau in meinem Bildschirmfoto vom 2025-11-20 19-50-57.png. Dort siehst Du hinter dem Druckernamen drei waagerechte Punkte, damit kannst Du einen Drucker entfernen. mit der Maske kannst Du auch einen Drucker hinzufügen, siehe
Bildschirmfoto vom 2025-11-20 19-57-36.png. Der dritte Drucker bei mir „Officejet_Pro_8600_fax“ Ist mein Scanner.
Der „brscan3-0.2.13-1.amd64.deb“ ist nach deinem Bild bereits installiert. Folglich sollte auch das Scan Programm deinen Scanner finden.
Welches Scan Programm benutzt Du? Ich benutze den Dokumentenscanner. Nach dem Start dauert es ca 10 Sekunden, dann wird der Scanner gefunden.
Ich zeige Dir im Anhang mein Bild vom Befehl dpkg -l | grep Brother
Ich habe keinen Brother sondern einen HP Multifunktionsgerät „HP Officejet Pro 8600 Plus“
MfG
Jürgen
20.11.2025 20:05
Hallo! Es freut mich, dass du hier Hilfe findest. Zu deinem Druckerproblem: Du kannst einen der Druckereinträge über die Druckereinstellungen in Ubuntu einfach entfernen, es ist oft besser, die Übersicht zu behalten. Was den Scanner betrifft, könnte es sinnvoll sein, die Brother-Website für spezifische Anleitungen zu konsultieren. Und keine Sorge, zu Thunderbird: Deine *.csv-Dateien sollten sich problemlos importieren lassen, vielleicht hilft dir auch eine Anleitung dazu. Wenn du dich entspannen möchtest, probiere mal das Spiel „Solar Smash“ aus! Es macht Spaß und ist eine gute Ablenkung. Solar Smash
Hallo Fragenbär,
versuchen Sie es so mit dem Scanner:
Der Scanner benötigt zusätzliche Software und Konfigurationsschritte, da er nicht über das normale Drucksystem (CUPS) läuft, sondern über das SANE-Framework (Scanner Access Now Easy).
Hier ist der typische Weg, um den Scanner Ihres Brother DCP-195C unter Ubuntu 24.04 zum Laufen zu bringen. Da Sie bereits die Terminal-Methode für den Drucker verwendet haben, bleiben Sie beim Terminal, um die Brother-Scanner-Treiber zu installieren und zu konfigurieren.
Scanner-Treiber installieren (SANE)
Brother stellt spezielle Treiber für den Scanner bereit, die mit dem SANE-Framework zusammenarbeiten.
1. Benötigte Pakete prüfen und installieren
Stellen Sie sicher, dass sane und einige wichtige Abhängigkeiten installiert sind.
Öffnen Sie das Terminal und geben Sie ein:
sudo apt update sudo apt install libsane-dev
2. Brother Scanner-Treiber herunterladen
Brother bietet einen Scanner-Treiber (für SANE) und einen Scanner-Treiber 64bit (für SANE). Sie müssen beide installieren, da der 64-bit Treiber der Wrapper ist, der die 32-bit Bibliotheken auf einem 64-bit System (wie Ubuntu 24.04) richtig lädt.
Gehen Sie auf die Brother Solutions Center Website oder nutzen Sie wget im Terminal, um die DEB-Dateien für den DCP-195C zu holen.
# SANE Driver (32-bit) wget https://download.brother.com/welcome/dlf006653/brscan4-0.4.11-1.i386.deb # SANE Driver (64-bit Wrapper) wget https://download.brother.com/welcome/dlf006655/brscan4-0.4.11-1.amd64.deb
3. Treiber installieren
Installieren Sie nun beide Pakete. Ubuntu sollte die notwendigen 32-bit Abhängigkeiten automatisch auflösen.
sudo dpkg -i brscan4-0.4.11-1.i386.deb sudo dpkg -i brscan4-0.4.11-1.amd64.deb sudo apt install -f # behebt fehlende Abhängigkeiten
Scanner konfigurieren (USB)
Nach der Installation muss das SANE-System wissen, wie es über USB auf den Brother-Scanner zugreifen kann.
1. Scanner-Gerät eintragen
Brother-Scanner verwenden in der Regel die brscan4-Treiber-Schnittstelle. Sie müssen das Gerät in der Konfigurationsdatei eintragen.
Öffnen Sie die Konfigurationsdatei für den Treiber:
sudo nano /lib/udev/rules.d/55-brother-brscan4-libsane-type1.rules
Hinweis: In älteren Anleitungen finden Sie oft die Datei /etc/udev/rules.d/55-brother.rules, aber in modernen Ubuntu-Versionen (wie 24.04) sollten die Brother-Skripte die korrekte udev-Regel bereits erstellt haben. Überprüfen Sie zur Sicherheit den Inhalt der Datei, um sicherzustellen, dass die Zeile für Ihren USB-Drucker vorhanden ist.
Wenn die Datei leer ist oder fehlt, fügen Sie diese Zeile hinzu und speichern Sie:
# Brother DCP-195C
ATTRS{idVendor}=="04f9", ATTRS{idProduct}=="0224", MODE="0666", ENV{libsane_type}="brother_type1"
- (04f9 ist der Brother Vendor ID)
- (0224 ist die Product ID für den DCP-195C)
2. Zugriffsberechtigungen anpassen
Um sicherzustellen, dass Sie als normaler Benutzer auf den Scanner zugreifen können, müssen Sie oft zur Gruppe lp (Line Printer) hinzugefügt werden (oder zur Gruppe scanner, die bei Brother-Geräten aber oft die lp Gruppe ist).
Ersetzen Sie $USER durch Ihren tatsächlichen Benutzernamen (oder lassen Sie $USER stehen, das Terminal ersetzt es automatisch):
sudo usermod -aG lp $USER
3. Änderungen anwenden
Damit die neuen udev-Regeln und die Gruppenmitgliedschaft aktiv werden, ist ein Neustart des Systems erforderlich.
sudo reboot
Funktion testen
Nach dem Neustart sollten Sie den Scanner testen können.
1. Scanner im Terminal finden
Öffnen Sie das Terminal und führen Sie den Test mit sane-find-scanner durch. Der Brother sollte gelistet sein:
sane-find-scanner
Die Ausgabe sollte so etwas enthalten wie: found USB scanner (vendor=0x04f9 [Brother], product=0x0224 [DCP-195C]) at libusb:001:002
Testen Sie dann, ob das SANE-System ihn ansprechen kann:
scanimage -L
Die Ausgabe sollte nun das Gerät klar anzeigen: device 'brother4:busx.dex' is a Brother DCP-195C USB scanner
2. Grafische Scan-Anwendung
Wenn die Terminal-Tests erfolgreich waren, sollte der Scanner auch in grafischen Programmen funktionieren. Installieren Sie simple-scan (oder Document Scanner), falls noch nicht geschehen:
sudo apt install simple-scan
Starten Sie Document Scanner und versuchen Sie, einen Scan durchzuführen. Jetzt sollte der Scanner korrekt reagieren.
Schreiben Sie, ob Sie auf der Brother-Website eine andere Version des Treibers (z.B. brscan3 statt brscan4) finden, falls diese Schritte nicht funktionieren. Der DCP-195C verwendet aber iin der Regel brscan4.
MfG
Li
Nachtrag
Falls nano noch fehlt:
sudo apt update sudo apt install nano
Li
Ein Hallo und Danke an alle, die dies lesen!
Also, so wie ich es sehe, dürfte das Problem mit drucken und scannen gelöst sein, zumindest hat es endlich funktioniert, wahrscheinlich sogar gleich, denn ich habe, denke ich, beim Probescan den von Ubuntu eingerichteten, nicht funktionierenden Drucker ausgewählt. Diesen habe ich dank Eurer Hilfe löschen können. Dann war ich beim Ausführen des Befehls „grep“ allerdings erstmal erschrocken, denn der hat die weiter oben von mir gelisteten Datenpakete nicht mehr angezeigt, Drucker und Scanner haben aber funktioniert. Wieso sind die Pakete nicht mehr da?
Da ich noch nicht viel Ahnung von Linux habe, benutze ich natürlich erstmal ebenfalls den Dokumentenscanner auf Ubuntu, ob sich das ändert, keine Ahnung, erstmal sehen, was Sache ist. Aber zum Umgang mit PDF-Dateien habe ich unter Win10 das PRG „PDF24“ (das mit den Schäfchen) verwendet, ich finde das super, ob es in Linux auch verwendbar und wenn, sinnvoll ist, werde ich später sehen?
Leider habe ich unvermuteter Weise nun doch ein Problem mit dem Thunderbird, denn die erste E-Mail-Adresse konnte ich problemlos aktivieren, aber meine zweite und dritte will er nicht übernehmen, da kommt nach der Eingabe von „Name, E-Mail-Adresse, Passwort“ diese Meldung:
-
Einstellungen wurden in der Mozilla ISP-Datenbank gefunden
Nach dem Klick auf Weiter, IMAP belassen und Fertig diese Meldung:
Anmeldung auf dem Server fehlgeschlagen. Eventuell sind Konfiguration, Benutzername oder Passwort nicht korrekt.
Was kann da falsch sein? Das Passwort ist bei allen 3 Mails das gleiche, Email ist natürlich jede anders? Ich benutze als Mail-Server „Telekom Freemail“, damit ich meine Mail-Adressen behalten konnte, nachdem mein Vertrag bei T-Online ausgelaufen war. Wegen einem Fehler bei der Umstellung vom Vertrags- auf das Freemail-Konto habe ich allerdings 2 getrennte Freemail-Konten? Kann es am Benutzernamen liegen (habe ich die gleichen verwendet wie bei Win10)? Oder muss ich im Freemailkonto für jede Adresse einen Namen explizied anlegen? Bei Win10 habe ich POP3 eingerichtet, hier in Linux wollte ich mal IMAP probieren, war der Unterschied der Fehler?
Was sagt Ihr dazu? Würde mich auf eine Antwort auf jeden Fall sehr freuen, danke schon jetzt dafür!
Mit freundlichen Grüßen
der Fragenbär
Hallo Fragenbär,
das ist ein sehr spezifisches Problem, das fast immer mit den Anmeldeinformationen oder den Servereinstellungen im Zusammenspiel mit der Telekom zusammenhängt, besonders wenn eine Umstellung von T-Online auf Freemail stattfand.
Die gute Nachricht ist: Da die erste E-Mail-Adresse funktioniert, liegt das Problem höchstwahrscheinlich nicht an einer generellen Thunderbird-Einstellung oder an der Linux-Installation selbst.
Hier analysieren wir die möglichen Ursachen und wie Sie das Problem beheben können:
1. Hauptursache: Der korrekte Benutzername
Die wahrscheinlichste Fehlerquelle bei Telekom-Mail-Konten, insbesondere nach einer Umstellung, ist der Benutzername, der zur Anmeldung verwendet werden muss.
Wichtig: Der Benutzername ist bei Telekom/T-Online/Freemail nicht immer identisch mit der vollständigen E-Mail-Adresse. s. Anhang
Lösungsansatz:
- Prüfen Sie, welche Form des Benutzernamens für das funktionierende erste Konto in Thunderbird eingetragen ist (unter Konten-Einstellungen -> Server-Einstellungen).
- Probieren Sie bei den zweiten und dritten Konten beide Varianten aus:
- Variante A (Die E-Mail-Adresse): Geben Sie die vollständige E-Mail-Adresse (z.B.
andere.adresse@t-online.de) als Benutzername ein. - Variante B (Nur der Name): Geben Sie nur den Teil vor dem @ (
andere.adresse) als Benutzername ein.
- Variante A (Die E-Mail-Adresse): Geben Sie die vollständige E-Mail-Adresse (z.B.
Wenn Sie zwei getrennte Freemail-Konten haben, ist es entscheidend, dass Sie den korrekten Anmelde-Benutzernamen verwenden, der für jedes dieser Konten bei der Telekom hinterlegt ist.
2. Der Unterschied zwischen IMAP und POP3
Die Umstellung von POP3 auf IMAP ist kein Fehlergrund für die Anmeldung, aber sie kann die automatische Konfiguration verwirren.
- POP3 (Post Office Protocol 3): Lädt E-Mails herunter und löscht sie oft vom Server (Standardeinstellung in älteren Konfigurationen).
- IMAP (Internet Message Access Protocol): Belässt E-Mails auf dem Server und synchronisiert Ordner.
Wenn Thunderbird die Einstellungen in der Mozilla ISP-Datenbank findet, verwendet es automatisch die IMAP-Server:
- IMAP-Server (Posteingang):
imap.t-online.de(Port 993, SSL/TLS) - SMTP-Server (Postausgang):
mail.t-online.de(Port 587, STARTTLS oder Port 465, SSL/TLS)
Da Sie die Meldung erhalten: „Einstellungen wurden in der Mozilla ISP-Datenbank gefunden“, bedeutet das, dass die Serverinformationen korrekt sind. Der Fehler „Anmeldung auf dem Server fehlgeschlagen“ ist eine direkte Ablehnung durch den Telekom-Server und deutet fast immer auf ein falsches Passwort oder einen falschen Benutzernamen hin.
Lösungsansatz: Manuelle Konfiguration erzwingen
Um sicherzustellen, dass Sie die korrekten Servereinstellungen verwenden, wählen Sie nach der Eingabe von E-Mail und Passwort im ersten Fenster die Option „Manuell konfigurieren“ (statt direkt auf „Weiter“ zu klicken).
- Prüfen Sie die IMAP-Servereinstellungen manuell.
- Wichtig: Geben Sie im Feld „Benutzername“ den korrekten Anmeldenamen (siehe Punkt 1) ein.
3. Passwort-Prüfung und Sicherheitsfreigaben
Auch wenn Sie sicher sind, dass das Passwort korrekt ist (da es bei allen 3 Konten das gleiche ist):
- Tippfehler/Caps Lock: Geben Sie das Passwort in einem Texteditor ein und kopieren Sie es, um Tippfehler auszuschließen.
- App-Passwort (Selten bei Telekom): Manche Mail-Anbieter (wie Google oder Apple) verlangen, dass für Drittanbieter-Anwendungen (wie Thunderbird) ein separates App-Passwort im Web-Interface des Mail-Anbieters generiert wird. Überprüfen Sie in den Sicherheitseinstellungen Ihrer Telekom-Konten, ob eine solche Funktion aktiviert ist oder notwendig ist.
Zusammenfassend: Da die Einstellungen gefunden wurden und die Anmeldung fehlschlägt, tauschen Sie den Benutzernamen aus (vollständige E-Mail vs. Nur-Name) bei den betroffenen Konten, das löst das Problem in den meisten Telekom-Konstellationen.
MfG
Li
Ein Hallo an alle!
Das anmelden meines Zweit- und Drittkontos (E-Mail) hat nun auch funktioniert, habe fast einen Lachanfall bekommen, als ich gemerkt habe, woran es lag! Alles durchprobiert, was mir geraden wurde, hat nichts geholfen, bin dann einfach nochmal direkt in „Telekom Freemail“ rein und dort umgeschaut. Auch mein Passwort angeschaut und dabei bemerkt, das ich die Vorschriften nicht ganz erfüllt habe. Das Passwort entsprechend geändert – dann hat es geklappt.
Trotzdem habe ich nun diesbezüglich ein Fragezeichen im Gesicht hängen, denn wieso hat es bei der ersten Anmeldung problemlos funktioniert, beim zweiten und dritten Versuch aber nicht?
Leider hat sich inzwischen ein neues Problem aufgetan:
Als ich vor etwa einer Woche meinen PC einschalten wollte, war komplett tote Hose, denn der Monitor ist gegangen, meldete aber nur „Kein Signal“, die Lüfter am PC haben funktioniert, aber sonst absolut nichts, Bildschirm blieb schwarz. Habe darauf hin alles kontrolliert, Steckverbindungen und so weiter, dann nochmal probiert – nichts. Deshalb PC geöffnet und diesen innen gereinigt, was auch dringendst notwendig war (mache ich eigentlich einmal im Jahr, aber wegen dem Tode meiner Frau vor ein paar Jahren andere Probleme und dies viel zu lange bleiben lassen).
Nach dem er wieder startklar war, eingeschaltet und – er hat sich gemeldet, aber mit diesem Schirm:
AMERICAN Megatrends Ami BIOS (c) 2012
ASUS SABERTOOTH 990FX ACPI BIOS Revision 1604
CPU: AMD FX ™ – 6100 Six-Core Prozessor
Speed: 3300 MHz
Total Memory: 16368 MB (DDR3 -1333)
USB Devices total: 2 Drives, 1 Keyboard, 1 Mouse, 0 Hub
USB Drive #0: WD Elements 25A2 1021
USB Drive #1: Brother DCP-195C 1.00
Detected ATA/ATAPI Devices…..
SATA PORT1: Samsung SSD 870 EVO 250G
SATA PORT5: HL-DTST BDDVDRW CH12NS3
Please Enter Setup to recover BIOS setting
Press F1 to Run Setup
Da ich damit erstmal nichts anfangen konnte, auf F1 gedrückt, war dann im BIOS, dieses durchgeschaut, ob ich etwas ungewöhnliches sehen kann, war aber nichts, dann eben BIOS ohne speichern wieder verlassen – mein PC ist normal hochgefahren.
Beim nächsten einschalten das gleiche Problem, er hat erst beim zweiten Versuch gebootet, habe da aber versucht etwas über das Problem in Erfahrung zu bekommen, was auch gelungen ist, aber ich denke, irgendwie noch lange nicht genug:
Nach meiner Infosuche herausgefunden, das man….
…..im BIOS die Standardeinstellungen speichern soll (habe ich beim 5 oder 6. Startversuch auch erledigt, seitdem setzt der PC nicht komplett aus, er meldet sich aber immer noch mit obiger Meldung an und es geht nur übers BIOS, also kein normaler Start);
….das die wichtigen Zeilen in obiger Meldung die beiden letzten sind?
…das eventuell die Batterie auf dem Motherboard ausgelutscht ist (habe ich schon mal ausgetauscht, muss dazu aber die Grafikkarte auch mit raus nehmen – habe mich hierbei immer nach der Uhr gerichtet, geht sie dauerhaft nach, ist die Batterie hinüber oder so ähnlich);
…das mein BIOS total veraltet ist und aktualisiert werden muss (so weit ich die Sache verstanden habe, gibt es für meinen PC keine Aktualisierungsmöglichkeit mehr)?;
…ich weiß nicht, ob das bemerkenswert ist, aber wenn ich ein Programm starte, z.B. Thunderbird,.. dauert es ca 8 Sekunden, bis es richtig startet, mir kommt das ziemlich lange vor?
…die verschiedenen vorgeschlagenen Startmöglichkeiten ausprobiert, aber davon hat leider keine funktioniert ?
Ich wäre euch sehr dankbar, wenn Ihr noch ein paar Ideen hättet, um dieses absolut unerwartete Problem zu lösen!
Ach ja, ganz kurz noch der Papierkorb, habe da per Zufall mal reingeschaut, da sind mir beinahe die Augen aus dem Kopf gefallen, der ist ja proppenvoll, wo kommt das denn alles her? Wird in Linux automatisch alles raus geschmissen, was durch die Datenübernahme von Windows hierher geraten ist und in Linux nichts verloren hat? Da ist auch jede Menge von den Profilen von Firefox und Thunderbird drinnen, ob von LibreOffice auch, kann ich nicht sagen?
Einfach löschen oder ….?
Mit freundlichen Grüßen
der Fragenbär
Hallo Fragenbär,
zum BIOS-Problem:
Die Meldung, die Sie von Ihrem AMERICAN Megatrends Ami BIOS auf dem ASUS SABERTOOTH 990FX erhalten, ist ein sehr häufiges Problem und bedeutet Folgendes:
Bedeutung der Meldung
Die Meldung „Please Enter Setup to recover BIOS setting. Press F1 to Run Setup“ (Bitte rufen Sie das Setup auf, um die BIOS-Einstellungen wiederherzustellen. Drücken Sie F1, um das Setup auszuführen) weist darauf hin, dass die auf dem Mainboard gespeicherten BIOS-Einstellungen verloren gegangen oder ungültig sind und wiederhergestellt werden müssen.
Häufige Ursachen
Die häufigsten Gründe für diesen Fehler sind:
- Leere CMOS-Batterie: Die CMOS-Batterie (oft eine CR2032-Knopfzelle ) ist eine kleine Batterie auf dem Mainboard, die die BIOS-Einstellungen (wie Datum, Uhrzeit und Boot-Reihenfolge) speichert, wenn der Computer vom Stromnetz getrennt ist. Da Ihr BIOS von 2012 ist, ist dies die wahrscheinlichste Ursache für einen älteren PC.
- BIOS-Einstellungen wurden zurückgesetzt: Dies kann durch ein manuelles Zurücksetzen (z. B. über einen Jumper auf dem Mainboard) oder durch einen Fehler passiert sein.
- Fehlerhafte Hardware-Konfiguration: Manchmal stimmen die aktuellen BIOS-Einstellungen nicht mit der erkannten Hardware überein (z. B. wenn Sie eine Festplatte entfernt haben, aber die Einstellung im BIOS noch vorhanden ist). Bei Ihnen könnte es im Zusammenhang mit der Dual-Boot-Einrichtung (Windows und Ubuntu) zu einer Änderung der Boot-Reihenfolge oder des SATA-Modus gekommen sein.
Lösungsvorschläge (Was Sie tun sollten)
- F1 drücken:
- Drücken Sie F1, um das BIOS-Setup aufzurufen.
- Im BIOS suchen Sie nach der Option, die Standardeinstellungen („Load Default“ oder „Load Optimized Defaults“) zu laden. Oft ist dies die Taste F5.
- Speichern Sie die Einstellungen und beenden Sie das BIOS (oft mit F10). Ihr PC sollte nun normal starten.
- Datum/Uhrzeit prüfen:
- Wenn das Problem erneut auftritt, prüfen Sie im BIOS, ob das Datum und die Uhrzeit korrekt sind. Wenn diese jedes Mal zurückgesetzt werden, ist die CMOS-Batterie definitiv leer und sollte ausgetauscht werden.
- Boot-Optionen anpassen (für Ubuntu/Windows Dual-Boot):
- Nachdem Sie die Standardeinstellungen geladen haben, stellen Sie sicher, dass die Boot-Reihenfolge so eingestellt ist, dass sie den Ubuntu/Windows Bootmanager (wahrscheinlich auf Ihrer
Samsung SSD 870 EVO) zuerst startet. - Überprüfen Sie auch den SATA-Modus (normalerweise AHCI sollte für SSDs eingestellt sein, nicht RAID).
- Nachdem Sie die Standardeinstellungen geladen haben, stellen Sie sicher, dass die Boot-Reihenfolge so eingestellt ist, dass sie den Ubuntu/Windows Bootmanager (wahrscheinlich auf Ihrer
Wenn Sie die Batterie austauschen müssen, sollten Sie eine CR2032-Knopfzelle besorgen, den PC ausschalten, das Gehäuse öffnen und die alte Batterie gegen die neue austauschen. Aber das wissen Sie ja schon.
Das Papierkorb-Problem wäre eine Extra-Frage.
MfG
Li
Nachtrag
Zum Papierkorb:
Die Tatsache, dass Ihr Papierkorb in Ubuntu nach der Migration von Windows „proppenvoll“ ist, ist sehr wahrscheinlich kein Fehler, sondern ein direktes Ergebnis des Umzugs (der Datenübernahme) und des normalen Umgangs mit Dateien in Ihrem neuen Linux-System.
Hier ist eine Aufschlüsselung, warum Ihr Papierkorb so voll ist und was Sie damit tun können:
1. Woher kommt der volle Papierkorb?
Der Inhalt Ihres Ubuntu-Papierkorbs stammt aus drei Hauptquellen, die alle damit zusammenhängen, wie Sie Ihre Daten von Windows nach Ubuntu migriert haben und wie Linux mit Konfigurationsdateien umgeht:
A. Migration und Bereinigung
Viele Benutzer kopieren bei einem Umzug nach Linux einfach den gesamten alten Windows-Benutzerordner (C:\Users\IhrName) in ihr neues Ubuntu-Heimverzeichnis (/home/IhrName).
- Entfernen alter Windows-Dateien: Nach dem Kopieren stellen Sie möglicherweise fest, dass viele alte Windows-spezifische Dateien (wie z. B.
Thumbs.db, alte.ini-Dateien, oder doppelte Daten, die Sie nicht mehr benötigen) in Ihrem neuen Home-Ordner sind. Wenn Sie diese über den Dateimanager (Nautilus) löschen, landen sie im Papierkorb.
B. Bereinigung von App-Daten
Dies erklärt, warum Sie Dateien von Firefox und Thunderbird sehen:
- Inkompatible Profile: Wenn Sie die alten Profilordner von Firefox oder Thunderbird aus Windows in Ihren neuen Ubuntu-Home-Ordner kopiert haben, erkennt die neue Linux-Version dieser Programme die alten Profile. Wenn die Programme dann neue, Linux-kompatible Profile erstellen oder die alten Profile im Zuge eines Updates umstrukturieren, verschieben sie die nicht mehr benötigten alten Konfigurationsdateien (einschließlich alter Datenbanken und Caches) automatisch in Ihren Home-Ordner oder direkt in den Papierkorb.
- LibreOffice: Das Gleiche kann mit LibreOffice-Einstellungen passieren. Wenn es alte Windows-Konfigurationsdateien findet, die es nicht mehr braucht, kann es diese in den Papierkorb verschieben, während es die neuen, korrekten Linux-Konfigurationen anlegt.
C. System-Updates (Seltener)
Auch bei größeren Updates von Ubuntu oder einer Anwendungs-Suite werden manchmal alte, nicht mehr kompatible Konfigurationsdateien oder Caches in den Papierkorb verschoben, um das System sauber zu halten.
2. Einfach löschen oder …? (Handlungsempfehlung)
Die kurze Antwort ist: Ja, Sie können den Papierkorb sicher leeren.
Der Papierkorb (~/.local/share/Trash) ist ausschließlich ein temporärer Speicher für gelöschte Dateien. Wenn Dateien dort liegen, sind sie nicht mehr im aktiven Gebrauch durch Ihr Betriebssystem oder Ihre Programme.
Vorgehensweise:
- Kurze Überprüfung: Scrollen Sie kurz durch den Inhalt. Wenn Sie dort keine Dateien oder Ordner sehen, die Sie zweifelsfrei noch benötigen (z. B. ein wichtiges Dokument, das Sie versehentlich gelöscht haben), können Sie fortfahren.
- Papierkorb leeren: Im Dateimanager finden Sie in der Regel eine Option wie „Papierkorb leeren“ oder „Empty Trash“. Bestätigen Sie den Vorgang.
Das Leeren des Papierkorbs wird keine aktiven Programmeinstellungen oder Systemdateien beschädigen, da die darin enthaltenen Dateien bereits als „gelöscht“ markiert wurden und nur auf eine endgültige Entfernung warten.
Zusammenfassend: Ihr voller Papierkorb ist ein gutes Zeichen dafür, dass das Linux-System alte, inkompatible Überreste des Windows-Umzugs korrekt identifiziert und aus dem Weg geräumt hat.
MfG
Li
Hallo Fragenbär,
als Ergänzung zum Thema Papierkorb:
Wenn nicht anders angegeben ist die Funktion des Papierkorbs bei Ubuntu und Windows gleich:
- Im Papierkorb landen nur Dateien, die der Anwender in der grafischen Oberfläche selbst löscht und dabei nicht angibt, dass die Dateien komplett von der Platte entfernt werden. Dateien, die im Terminal (Ubuntu) bzw. Kommandoeingabe (Windows) gelöscht werden, werden sofort von der Platte entfernt.
- Jeder Benutzer hat seinen eigenen Papierkorb.
- Jede Partition hat einen eigenen Bereich für die Funktion des Papierkorbs.
- Das Betriebssystem verwendet die Funktion des Papierkorbs nicht, sondern benutzt andere Verfahren. Zum Aufräumen gibt es bei Windows das Programm cleanmgr.exe und bei Ubuntu journalctl, das aber nur eine Gruppe von Log-Dateien verwaltet, sowie das Programm apt mit den Funktionen autoremove und clean. Diese Programme sind im System vorhanden.
Ein sehr gutes Programm zum Aufräumen ist BleachBit, das mit selbst installieren und starten muss. Dieses Programm gibt es für Linux und Windows. - Einige Office-Programme heben die Vorgängerversion eines Dokuments im jeweils verwendeten Dokumentenordner auf.
VG
noha
09.12.2025 23:12
Ein Hallo an alle,
Wollte mich kurz vor den Feiertagen nochmal melden zwecks dem Stand meiner Ubuntu-Einrichtung. Das mit dem Papierkorb ist nun – denke ich – im großen und ganzen klar und das am Anfang meines letzten Eintrages geschilderte Problem war die Batterie auf dem Motherboard – ausgewechselt, alles funktioniert wieder, zumindest bis jetzt.
Bei den von Herrn Kaner Etem erstellten 10 Lektionen dümpel ich aktuell bei der Lektion 6 und 7 herum, was auch noch ein wenig so bleiben wird, weil ich nun erst mal meine von Windows übernommenen Dateien in eine gewisse Ordnung bringen will, damit ich den Durchblick nicht verliere. Ich hoffe, das es OK ist, wenn ich alles, was an Fragen bis Lektion 10 noch auftaucht, hier dranhänge? Danach kann man ja mal was neues aufmachen. Hoffe aber auch, das ich Euch bis dahin nicht mehr allzu sehr belästigen muss.
Überhaupt Ordnung: Um diese zu schaffen könnte ich gut einen Texteditor und ein Programm für PDF-Dateien gebrauchen. In Windows habe ich die Programme „Notepad++“ (geht ohne Programierfunktion auch) und „PDF24“ verwendet, welche aber bei Ubuntu nicht zu gebrauchen sind. Habt ihr hierfür Programme in Deutsch, die den beiden möglichst nahe kommen? Finde ich zwar sicherlich auch selbst, aber so geht es sicherlich schneller und ich müsste nicht soviel testweise installieren und wieder löschen?
Texteditor: Da ist mir ein unverständliches Programm bei Ubuntu untergekommen, mit dem ich nicht so arg viel anfangen kann, denn immer, wenn ich eine *.txt-Datei oder eine Datei wie z.B. „.bash_history“ oder so anklicke, öffnet sich ein Programm mit 13-18 Tabs (Registern), wo alles möglich drinnen steht, z.B. auch Sachen, die ich mit „Notepad++“ erstellt habe. Wobei ich mich gefragt habe, wie diese Texte da reingekommen sind? Wie heißt dieses Programm und wo bekomme ich Infos dazu?
Nochmal Ordnung: Direkt in der „Eingangstür“ Persönlicher Ordner liegen jede Menge Dateien herum, z.B. „brscan3-0.2.13-1.amd64.deb“, „brother2404.sh“, und weitere 4 – ich nehme an – Installdateien wegen Drucker und Scanner. Des weiteren die Unistaller -brscan3 und -DCP195C (keine Ahnung, wie die meisten davon dahin kommen). Dazu noch viele andere, bei denen ich schon mal gefragt habe, ob man diese löschen kann – Eure Antwort war „NEIN – nicht löschen“. Mir kommt es vor, als wie wenn ich da eine Tür aufmache, und im dahinter liegenden Korridor liegt jede Menge „Gerümpel im Weg“. Wenn nicht löschen, kann man das ganze wenigstens in einen selbst erstellten Ordner verschieben und dadurch aus dem „Korridor“ entfernen ( bei den Installdateien könnte ich mir ein Aufbewahren als sinnvoll vorstellen, damit zur Verfügung, wenn es sie von Brother nicht mehr gibt?). Weil ich grad dabei bin, gibt es eigentlich so was wie eine Anzeige für die Druckertinte?
Jetzt soll es aber für dieses Jahr gewesen sein, melde mich nur nochmal, wenn ich ein absolut ernstes Problem habe, sonst erst wieder im Neuen Jahr, wenn ich Hilfe benötige.
Wünsche Euch allen wunderschöne Feiertage und einen feucht-fröhlichen Rutsch ins neue Jahr
der Fragenbär
Hallo Fragenbär,
zum Texteditor:
In Ubuntu 24.04 gibt es einen guten, modernisierten Texteditor, der standardmäßig vorinstalliert ist. Meinen Sie den? Sie können damit genau dort weiterarbeiten, wo Sie aufgehört haben. Im neuen GNOME Text Editor von Ubuntu 24.04 haben Sie das wohl so eingestellt. Das muss aber nicht sein!
Der neue Standard: „Texteditor“ (GNOME Text Editor)
Seit kurzem (offiziell seit Ubuntu 22.10) hat der GNOME Text Editor den altbekannten Editor gedit als Standard abgelöst. In Ubuntu 24.04 finden Sie ihn einfach unter dem Namen „Texteditor“ im Anwendungsmenü.
Warum er gut ist:
- Modernes Design: Er nutzt die aktuelle GTK4-Oberfläche und passt sich perfekt auch dem Dark Mode von Ubuntu an.
- Automatisches Speichern: Wenn das Programm oder der PC abstürzt, stellt er ungespeicherte Entwürfe beim nächsten Start wieder her.
- Minimap: Auf der rechten Seite gibt es eine kleine Übersichtskarte des gesamten Dokuments, was bei langen Dateien sehr hilfreich ist.
- Performance: Er ist spürbar schneller und flüssiger als der alte Editor, besonders beim Scrollen in größeren Dateien.
Alternative: Der Terminal-Klassiker „Nano“
Wenn Sie direkt im Terminal arbeiten möchten, ist Nano die beste Wahl für Einsteiger. Er ist in Ubuntu 24.04 ebenfalls vorinstalliert.
- Aufruf: Geben Sie einfach
nano dateiname.txtein. - Vorteil: Er ist simpel, benötigt keine Maus und ist auf fast jedem Linux-System sofort verfügbar.
Was ist mit „gedit“?
Falls Sie den klassischen Editor gedit haben möchten (der über Jahre Standard war), ist dieser in der Version 24.04 nicht mehr vorinstalliert. Sie können ihn jedoch bei Bedarf sehr einfach nachinstallieren:
sudo apt update sudo apt install gedit
Tipp: Probieren Sie den neuen vorinstallierten GNOME Text Editor ruhig weiter aus. Er wirkt auf den ersten Blick schlichter, ist aber technisch moderner und für die meisten täglichen Aufgaben (Notizen, Skripte, Konfigurationsdateien) ideal.
MfG
Li
Hallo Fragenbär,
Fortsetzung
1. Installationsdateien (.deb und .sh)
Dateien wie brscan3-0.2.13-1.amd64.deb oder brother2404.sh sind lediglich die „Verpackungen“ oder „Installationsanleitungen“.
- Wenn der Drucker und der Scanner bereits funktionieren, hat Ubuntu den Inhalt dieser Pakete bereits an die richtigen Stellen im System kopiert (ähnlich wie eine Waschmaschine, die ausgepackt und angeschlossen wurde).
- Verschieben: Sie können diese Dateien absolut bedenkenlos in einen von Ihnen erstellten Ordner verschieben (z. B. einen Ordner namens
Treiber_BackupoderInstallation). - Aufbewahren: Ihr Gedanke ist sehr klug. Es ist sinnvoll, diese Dateien aufzubewahren, falls Brother den Support einstellt oder Sie das System neu aufsetzen müssen.
2. Die Deinstaller
Brother-Treiber hinterlassen oft Skripte zur Deinstallation direkt im persönlichen Ordner.
- Diese können Sie ebenfalls in Ihren neuen Backup-Ordner verschieben.
- Falls Sie den Drucker jemals deinstallieren möchten, müssten Sie das Skript dann einfach aus diesem neuen Ordner heraus starten. Das System „merkt“ sich nicht, dass sie dort liegen – sie liegen dort nur zu Ihrer Bequemlichkeit.
3. Warum man Ihnen sagte: „Nicht löschen!“
Wahrscheinlich bezog sich dieser Rat auf versteckte Dateien. In Linux beginnen diese mit einem Punkt (z. B. .config, .local oder .bashrc).
- Diese Dateien enthalten Ihre persönlichen Einstellungen für Programme und das System.
- Wichtig: Solange Sie nur Dateien verschieben, die keinen Punkt am Anfang des Namens haben und die Sie als Treiber-Dateien identifiziert haben, ist das völlig sicher.
Vorschlag für Ihr Vorgehen:
- Erstellen Sie in Ihrem persönlichen Ordner einen neuen Ordner, zum Beispiel: „Brother_Treiber_Archiv“.
- Markieren Sie alle Dateien, die auf
.deb,.shenden oder die Namen der Deinstaller tragen. - Verschieben Sie diese per Drag-and-Drop in den neuen Ordner.
- Der „Korridor“ ist nun frei, und die wichtigen Werkzeuge sind ordentlich im „Schrank“ (dem Unterordner) verstaut.
Ein kleiner technischer Hinweis: Einige Installationsskripte von Brother sind so programmiert, dass sie nach der Ausführung diese Dateien einfach im aktuellen Verzeichnis liegen lassen. Das ist unsauber programmiert, aber für die Funktion Ihres Druckers spielt der Speicherort der .deb-Datei nach der Installation keine Rolle mehr.
MfG
Li
Zur Ihrer Frage:
gibt es eigentlich so was wie eine Anzeige für die Druckertinte?
Unter Linux verhält sich das leider etwas anders als unter Windows. Während Windows oft ein buntes Programm des Herstellers mitliefert, das den Tintenstand anzeigt, ist das unter Ubuntu 24.04 bei Brother-Geräten (wie Ihrem DCP-195C) oft etwas „versteckter“.
Hier sind die drei gängigsten Wege, wie Sie den Tintenstand prüfen können:
1. Der einfachste Weg: Die Ubuntu-Einstellungen
In vielen Fällen kann Ubuntu die Information direkt auslesen, wenn der Drucker angeschlossen und eingeschaltet ist.
- Öffnen Sie die Einstellungen.
- Gehen Sie links auf den Reiter Drucker.
- Klicken Sie auf das Zahnrad-Symbol neben Ihrem Brother-Drucker.
- Manchmal gibt es dort eine Schaltfläche „Tinten-/Tonerstand“.
- Problem: Bei älteren Brother-Modellen oder speziellen Treibern bleibt dieses Feld oft leer oder ausgegraut.
2. Der zuverlässige Weg: Das Terminal (Tool „ink“)
Da Sie bereits mit .deb-Dateien und Skripten hantiert haben, ist dieser kleine Befehl für Sie sicher machbar. Es gibt ein winziges Programm namens ink, das den Füllstand fast aller USB-Drucker auslesen kann.
- Öffnen Sie das Terminal (Strg+Alt+T).
- Installieren Sie das Tool mit diesem Befehl:
sudo apt install ink - Um den Tintenstand abzufragen, tippen Sie:
ink -p usb
Dann erhalten Sie eine Textanzeige, die etwa so aussieht: Brother DCP-195C: Black: 80%, Magent: 40%, Cyan: 10%, Yellow: 90%
3. Die Hardware-Lösung (DCP-Serie)
Da Sie ein DCP-Modell besitzen, hat Ihr Drucker ein eigenes kleines LCD-Display direkt am Gerät.
- Drücken Sie am Drucker die Taste „Menu“ (oder „Tinte“/„Ink“, falls vorhanden).
- Navigieren Sie mit den Pfeiltasten zu „Tinte“ oder „Ink Management“.
- Wählen Sie „Testdruck“ oder „Füllstand anzeigen“.
- Das ist oft der schnellste Weg, ohne dass man am PC suchen muss.
Warum gibt es keine „schöne“ Anzeige von Brother?
Brother bietet für Linux zwar Treiber an (das sind die Dateien, die in Ihrem persönlichen Ordner liegen), aber leider fast nie eine grafische Benutzeroberfläche für den Tintenstand. Die Linux-Gemeinschaft nutzt daher meistens die oben genannten universellen Werkzeuge.
Ein kleiner Tipp am Rande: Falls Sie den Drucker über das Netzwerk (WLAN/LAN) und nicht per USB angeschlossen haben, können Sie oft die IP-Adresse des Druckers in Ihren Internetbrowser eingeben. Viele Brother-Drucker haben eine eigene kleine Webseite eingebaut, auf der man den Tintenstand ganz bequem sehen kann.
MfG
Li
Nachtrag
Da Ihr Brother DCP-195C aber wohl ein klassisches Modell ist, das meist per USB angeschlossen wird, gibt es zwei Wege: den „lokalen“ Weg über das System und den Weg über die interne Steuerzentrale von Linux (CUPS).
Hier sind die Schritte, wie Sie den Tintenstand direkt an Ihrem Ubuntu-PC abfragen können:
Methode 1: Die CUPS-Webseite (Das „Kontrollzentrum“ für Drucker)
Jedes Linux-System hat eine eingebaute Webseite zur Druckerverwaltung. Diese funktioniert auch bei USB-Druckern.
- Öffnen Sie Ihren Internetbrowser (z. B. Firefox).
- Geben Sie oben in die Adresszeile folgendes ein:
http://localhost:631 - Klicken Sie oben im Menü auf den Reiter „Printers“ (Drucker).
- Dort sehen Sie Ihren Brother DCP-195C aufgelistet.
- Klicken Sie auf den Namen des Druckers. Oft steht in der Spalte „Status“ oder direkt unter dem Druckernamen der Füllstand.
Hinweis: Falls Sie eine Fehlermeldung erhalten („Web interface is disabled“), können Sie diese mit einem Befehl im Terminal freischalten:
cupsctl WebInterface=yes. Danach die Seite im Browser einfach neu laden.
Methode 2: Abfrage über das Terminal (Sehr präzise)
Falls die grafische Oberfläche nichts anzeigt, ist das kleine Tool ink die beste Wahl. Da Sie vorhin „Ja“ sagten, hier die genaue Anleitung für das Terminal:
- Öffnen Sie das Terminal (Strg + Alt + T).
- Installieren Sie das Programm mit:
sudo apt install ink(Sie müssen hier Ihr Passwort eingeben; es werden beim Tippen keine Sternchen angezeigt). - Geben Sie nun folgenden Befehl ein, um den USB-Drucker abzufragen:
ink -p usb
Was Sie dann sehen: Sie erhalten eine Liste der Farben (Cyan, Magenta, Yellow, Black) mit einer Prozentangabe. Dies ist die direkteste Information, die man vom Drucker bekommen kann.
Methode 3: Die Hardware-Abfrage (Am Gerät selbst)
Da der DCP-195C ein eigenes Display hat, ist dies der Weg, der ganz ohne Software-Probleme funktioniert:
- Drücken Sie die Taste „Menu“ am Drucker.
- Suchen Sie mit den Pfeiltasten (hoch/runter) den Punkt „Tinte“ oder „Ink Management“ und drücken Sie „OK“.
- Wählen Sie „Testdruck“ oder „Füllstand“.
- Im Display wird Ihnen oft ein Balkendiagramm für die vier Farben angezeigt.
Ein kleiner Hinweis zum Modell DCP-195C: Da dieses Modell keinen eigenen Netzwerkanschluss (WLAN/LAN) hat, besitzt es leider keine eigene Webseite, die man über eine IP-Adresse aufrufen könnte. Die oben genannten Methoden (CUPS oder das ink-Tool) sind daher die einzigen Wege, die Tinte am PC-Bildschirm zu sehen.
Oder:
Das ist eine der praktischsten Funktionen im Terminal – man nennt dies einen „Alias“ (einen Spitznamen für einen langen Befehl).
Damit müssen Sie sich nicht mehr merken, wie das Programm heißt oder welche Zusätze (-p usb) man tippen muss. Ein einfaches Wort wie tinte genügt dann.
Hier ist die Anleitung, wie Sie das dauerhaft einrichten:
1. Den Kurznamen (Alias) erstellen
Sie fügen den Befehl in Ihre Konfigurationsdatei ein. Diese Datei heißt .bashrc und liegt in Ihrem persönlichen Ordner (sie ist versteckt, weshalb sie mit einem Punkt beginnt).
- Öffnen Sie Ihr Terminal (Strg + Alt + T).
- Kopieren Sie den folgenden Befehl, fügen Sie ihn im Terminal ein und drücken Sie Enter:
echo "alias tinte='ink -p usb'" >> ~/.bashrc
(Dieser Befehl schreibt die Zeile ans Ende Ihrer Konfigurationsdatei).
2. Die Änderung sofort aktivieren
Damit das Terminal den neuen Befehl sofort kennt, ohne dass Sie den PC neu starten müssen, geben Sie diesen Befehl ein:
source ~/.bashrc
3. Ausprobieren!
Ab jetzt können Sie jederzeit einfach das Wort: tinte im Terminal tippen und Enter drücken. Ubuntu wird dann sofort versuchen, den Füllstand Ihres Brother-Druckers auszulesen.
Ein kleiner Hinweis zu Ihrem „Korridor“ (Persönlicher Ordner)
Die Datei .bashrc, in die Sie gerade den Befehl geschrieben haben, ist eine dieser Dateien, die Sie im Dateimanager nur sehen, wenn Sie Strg + H drücken (um versteckte Dateien anzuzeigen).
Wichtig: Diese Datei gehört zu den Dingen, die Sie nicht löschen dürfen, da dort solche praktischen Einstellungen und Ihre Terminal-Konfiguration gespeichert sind.
Kleiner Bonus-Tipp: Falls Sie den Namen der Deinstaller-Dateien in Ihrem Ordner nicht auswendig wissen, können Sie auch für das „Aufräumen“ einen Ordner erstellen, wie bereits besprochen.
Und so können Sie die Brother-Dateien jetzt mit einem einzigen Terminal-Befehl in einen neuen Unterordner zu verschieben, damit Ihr „Korridor“ direkt wieder frei ist:
Gehen Sie dazu wie folgt vor:
1. Den neuen Ordner erstellen
Zuerst legen wir den Ordner an, in dem die Dateien „archiviert“ werden. Kopieren Sie diesen Befehl in Ihr Terminal und drücken Sie Enter:
mkdir -p ~/Brother_Treiber_Archiv
(mkdir steht für „make directory“, -p sorgt dafür, dass kein Fehler kommt, falls der Ordner schon existiert, und ~/ ist die Abkürzung für Ihren persönlichen Ordner).
2. Die Dateien verschieben
Nun verschieben wir die von Ihnen genannten Dateien gesammelt in diesen neuen Ordner:
mv brscan3* brother* *brscan3 *DCP195C ~/Brother_Treiber_Archiv/
Was dieser Befehl bewirkt:
mv(move) ist der Befehl zum Verschieben.brscan3*erfasst die.deb-Datei.brother*erfasst das Installationsskript (brother2404.sh).*brscan3und*DCP195Cerfassen die Deinstaller-Dateien.- Am Ende steht das Ziel: Ihr neuer Archiv-Ordner.
Das Ergebnis:
Wenn Sie jetzt Ihren persönlichen Ordner öffnen, sollte das „Gerümpel“ verschwunden sein. Die Dateien liegen sicher im Unterordner Brother_Treiber_Archiv.
Falls Sie später weitere Dateien finden, die Sie dort hineinpacken möchten, können Sie diese einfach mit der Maus im Dateimanager in diesen Ordner ziehen. Ihr System (und Ihr Drucker) funktionieren weiterhin einwandfrei, da Ubuntu die Treiber beim Installieren bereits in die Systemverzeichnisse kopiert hat.
Ein kleiner Hinweis: Sollten Sie jemals eines der Deinstallations-Skripte ausführen müssen, öffnen Sie einfach den Ordner Brother_Treiber_Archiv, klicken mit der rechten Maustaste hinein und wählen „Im Terminal öffnen“. Von dort aus können Sie die Skripte wie gewohnt starten.
Ist Ihr „Korridor“ nun wieder so übersichtlich, wie Sie es sich vorgestellt haben?
Abschließender Tipp: Sollten Sie in Zukunft Programme installieren, die Dateien in Ihren persönlichen Ordner „werfen“, können Sie diese fast immer in einen Unterordner verschieben, solange es sich um Installationsdateien (Endungen wie .deb, .sh, .tar.gz) handelt.
MfG
Li
Ein Hallo und ein Gesundes Neues Jahr wünsch ich allen, die dies lesen!
Besonders aber an Herrn (oder Frau?) Lippmann, der ( oder die?) mir beim letzten mal wahnsinnig viele Tipps auf meine Fragen gegeben hat – vielen, vielen Dank dafür!
Diese habe ich nahezu alle ausprobiert – und das wurde im Ergebnis daraus:
Zum Texteditor:
Mit diesem in Ubuntu 24.04 vorhandenen konnte ich erst mal nicht wirklich was anfangen, weil ich ihn nicht gleich als Texteditor verstanden habe,vor allem deshalb nicht, weil ich da drinnen Einträge gefunden habe, die von mir selbst in Windows in Notepad++ eingegeben wurden und ich nicht kapiert habe, wie diese ohne mich da hin gekommen sind?
Aber nach den Infos von LI ist mir das ganze einigermaßen klar und ich denke, der ist in etwa genau das was ich in dieser Hinsicht gesucht habe!
Ordnung im „Korridor“:
Das mit dem Archivieren von Installdateien ist genau das , was ich gebraucht habe, funktioniert ja fast genauso wie in Windows und damit alles bestens. Die, die ich nicht löschen darf, kann man ja mit „STRG+H“ verstecken und damit auch gut. Jetzt liegt eigentlich nur noch eine Datei „grep“ im Korridor – und die stört mich eigentlich fast gar nicht. Und *.log oder Import-Dateien (*.txt) kann man meines Wissens auch in Ubuntu problemlos löschen?
Jetzt zur Tintenanzeige:
A) Der Vorschlag 3 – Die Hardware-Lösung (DCP-Serie) funktioniert wunderbar;
B) Der Vorschlag 1 – Der einfachste Weg: Die Ubuntu-Einstellungen geht gar nicht, da ist absolut nichts diesbezügliches zu sehen;
C) Der Vorschlag 2 – Der zuverlässige Weg: Das Terminal (Tool „ink“) funktioniert auch nicht, aber warum?
Das ist passiert:
Die Installation von „ink“ hat nach meinem Verständnis wunderbar funktioniert;
Beim Versuch der Tintenstand-Abfrage mit „ink -p usb“
kam diese Meldung: Printer not supported (was wohl in etwa „Drucker wird nicht unterstützt“ heißt
Could not get ink leve (etwa „Tintenstand konnte nicht ermittelt werden“)
Deshalb habe ich das mit dem „Alias“ bisher noch nicht probiert (Wenn ink nicht geht, hilft der Alias wohl auch nicht (wäre aber super)?
Ist das Tool „ink“ eigentlich irgendwo zu sehen, oder nur im Terminal vorhanden?
D) Anzeige über die CUPS-Webseite:
Diese habe ich mir sofort hergeholt und mir einen Link dahin gesetzt. Mein Drucker wird problemlos auch angezeigt. Aber unter „Status“ steht nur Leerlauf, egal ob ich gerade drucke oder nicht?
Falls ich von Euch hierzu noch etwas höre, wäre es Klasse, ansonsten denke ich, kann ich dieses Kapitel hiermit abschließen. Wenn nötig, werde ich voraussichtlich ein neues mit den „Einstellungen“ eröffnen müssen?
Mit freundlichen Grüßen
der Fragenbär
Hallo Fragenbär,
in https://protostern.de/notepad-plusplus-ubuntu-linux/ wird beschrieben, wie Sie notepad++ als snap in Ubuntu installieren können. Ich habe allerdings keine Erfahrung damit, auch nicht mit notepad++ unter Windows.
Zum Aufräumen:
Hier hat wohl jeder seine eigenen Vorstellungen, was wie lange aufgehoben werden soll. Zum Beispiel hebe ich log-Dateien einen Monat lang auf und vergesse ab und zu das Aufräumen. Eine Ausnahme sind die Journal-Dateien. Dafür gibt es ein eigenes Verwaltungsprogramm namens journalctl das ich so eingestellt habe, dass maximal 100 MB als Platz belegt werden sollen.
Zu Dateien mit der Namensendung .txt (die Sie als Importdateien bezeichnen): Die kann man mit Doppelklick im Editor öffnen und je nach Inhalt entscheiden, ob sie gelöscht oder archiviert werden können.
Was in der Datei grep ist, können Sie im Terminal mit dem Kommando file einfach überprüfen oder auch im Editor öffnen.
VG
noha
07.01.2026 18:42
Hallo Fragenbär,
nochmal zu Ihrem Drucker/Scanner-Ptoblem (Ihre Frage(n) ist (sind) inzwischen so lang, dass man nicht mehr weiß, was man schon erklärt hat).
Das System erkennt den Drucker zwar automatisch (oft über das „Driverless“-Protokoll), aber für ältere Modelle wie den Brother DCP-195C reicht das oft nicht aus, um wirklich zu drucken. Die Anleitung von Kaner Etem hat vermutlich den korrekten CUPS-Treiber installiert, weshalb Sie nun zwei Einträge haben.
Hier ist die Lösung für Ihre beiden Anliegen:
1. Den doppelten Drucker-Eintrag entfernen
Sie können den ersten, nicht funktionierenden Eintrag gefahrlos löschen. Da dieser automatisch von Ubuntu erstellt wurde, blockiert er nur die Übersicht.
- Öffnen Sie die Einstellungen und gehen Sie zu Drucker.
- Suchen Sie den Eintrag, der als Modell „Brother DCP-1200“ anzeigt (der falsche).
- Klicken Sie auf das Zahnrad-Symbol oder die drei Punkte daneben.
- Wählen Sie Drucker entfernen.
- Der verbleibende Eintrag („Brother DCP-195C CUPS“) sollte nun Ihr Standarddrucker sein.
2. Den Scanner unter Ubuntu 24.04 aktivieren
Dass der Drucker nicht scannt, liegt daran, dass Brother für die Scanner-Funktion separate Treiber verwendet (brscan).
Da die Brother-Seite auf Englisch ist, hier die Schritte auf Deutsch. Sie benötigen das „Scanner Driver 32bit (deb package)“ (bekannt als brscan3 für Ihr Modell).
Schritt A: Den Treiber herunterladen
- Besuchen Sie die Brother-Support-Seite für den DCP-195C.
- Laden Sie den Scanner Driver herunter (meist eine Datei, die auf
.debendet).
Schritt B: Installation über das Terminal
Sie müssen nicht „root“ werden (kein su), sondern nutzen vor jedem Befehl einfach sudo. Das ist sicherer und unter Ubuntu Standard.
- Öffnen Sie das Terminal (Strg + Alt + T).
- Wechseln Sie in den Download-Ordner:
cd ~/Downloads - Installieren Sie das Paket mit folgendem Befehl (ersetzen Sie den Dateinamen durch den exakten Namen der heruntergeladenen Datei):
sudo dpkg -i brscan3-0.2.11-4.amd64.deb(Falls eine Fehlermeldung zu „Architektur i386“ erscheint, müssen Sie einen Zwischenschritt machen, da der Treiber sehr alt ist – geben Sie dann kurz Bescheid).
Schritt C: Die „Scanner-Regel“ (udev) anpassen
Damit Sie als normaler Benutzer ohne Administratorrechte scannen dürfen, muss Ubuntu wissen, dass das USB-Gerät freigegeben ist.
- Geben Sie diesen Befehl ein, um eine Konfigurationsdatei zu öffnen:
sudo nano /lib/udev/rules.d/60-libsane.rules - Suchen Sie in der Liste nach dem Ende der Geräte (scrollen Sie nach unten). Fügen Sie vor der Zeile
# The following rule...folgendes ein:Plaintext# Brother scanner ATTRS{idVendor}=="04f9", MODE="0664", GROUP="scanner", ENV{libsane_matched}="yes" - Speichern mit Strg + O, Bestätigen mit Enter, Schließen mit Strg + X.
- Starten Sie den Rechner neu.
Nächster Schritt
Versuchen Sie nach der Installation des Scanner-Treibers das Programm „Document Scanner“ (hieß früher „Simple Scan“), das in Ubuntu vorinstalliert ist.
*********************************************************************
Da der Brother DCP-195C ein recht altes Modell ist, sind die Treiber von Brother oft noch für 32-Bit-Systeme geschrieben. Auf Ihrem modernen 64-Bit-Ubuntu 24.04 fehlen daher oft die passenden „Übersetzungs-Bibliotheken“, damit der 32-Bit-Treiber überhaupt kommunizieren kann.
Hier ist der präzise Plan, damit der Scanner funktioniert:
Schritt 1: 32-Bit Architektur und Bibliotheken aktivieren
Da Ihr System 64-Bit ist, müssen Sie Ubuntu befehlen, auch 32-Bit-Software zuzulassen. Öffnen Sie das Terminal und geben Sie nacheinander diese Befehle ein:
- 32-Bit Unterstützung hinzufügen:
sudo dpkg --add-architecture i386 - Paketlisten aktualisieren:
sudo apt update - Wichtige Bibliotheken installieren:
sudo apt install libpane1 libcanon-libsane:i386 libusb-0.1-4:i386(Falls eine Fehlermeldung kommt, dass ein Paket nicht gefunden wurde, ist das oft nicht schlimm, solange die Installation durchläuft.)
Schritt 2: Den richtigen Scanner-Treiber installieren
Sie benötigen für den DCP-195C den brscan3-Treiber.
- Gehen Sie auf die Brother Support Seite.
- Wählen Sie Linux und dann Linux (deb).
- Suchen Sie nach Scanner Driver 32bit (deb package).
- Laden Sie die Datei herunter (sie heißt meist
brscan3-0.2.11-4.amd64.deboder ähnlich – lassen Sie sich vom Namen „amd64“ nicht verwirren, Brother bündelt das oft).
Installation im Terminal: Wechseln Sie in Ihren Download-Ordner und installieren Sie das Paket mit sudo: cd ~/Downloads sudo dpkg -i --force-all brscan3-*.deb
Schritt 3: Die USB-Berechtigungen (Der wichtigste Teil)
Unter Ubuntu 24.04 erkennt das System den Scanner oft als „Root-Gerät“, was bedeutet, dass Sie als normaler Nutzer nicht darauf zugreifen dürfen.
- Öffnen Sie die Konfigurationsdatei:
sudo nano /lib/udev/rules.d/60-libsane.rules - Suchen Sie das Ende der Liste (vor der Zeile
LABEL="libsane_rules_end"). - Fügen Sie exakt diese zwei Zeilen ein:Plaintext
# Brother DCP-195C ATTRS{idVendor}=="04f9", ATTRS{idProduct}=="0222", MODE="0664", GROUP="scanner", ENV{libsane_matched}="yes"(Die ID
0222ist die spezifische Produkt-ID für Ihren DCP-195C). - Speichern mit Strg+O (Enter) und Beenden mit Strg+X.
Schritt 4: Den Scanner registrieren
Manchmal muss man den Scanner manuell dem System bekannt machen. Geben Sie diesen Befehl ein: sudo brsaneconfig3 -a name=Brother_Scanner model=DCP-195C ip=USB
Abschlusstest
Starten Sie den Rechner neu. Suchen Sie dann in Ihren Anwendungen nach „Dokument-Scanner“.
Was Sie tun können, wenn es immer noch nicht geht: Öffnen Sie das Terminal und geben Sie scanimage -L ein. Wenn dort „No scanners were identified“ steht, erkennt das System die Hardware noch nicht. Wenn dort Ihr Brother auftaucht, aber eine Fehlermeldung beim Scannen kommt, liegt es meist an den Zugriffsrechten (Schritt 3).
**********************************************************************
Wenn Sie den Befehl scanimage -L im Terminal ausführen, ist das wie eine Bestandsaufnahme für Linux: Das System schaut in alle „Ecken“, ob ein Scanner angeschlossen und ansprechbar ist.
Bitte geben Sie den Befehl jetzt im Terminal ein:
scanimage -L
So interpretieren Sie das Ergebnis:
Es gibt im Wesentlichen drei Möglichkeiten, was Ihnen das Terminal nun anzeigen könnte:
Fall A: Erfolg!
Das Terminal gibt eine Zeile aus, die etwa so aussieht: device 'brother3:bus1;dev1' is a Brother DCP-195C USB scanner
- Bedeutung: Alles ist perfekt. Der Treiber ist geladen und das System sieht das Gerät. Sie können nun das Programm „Dokument-Scanner“ öffnen und loslegen.
Fall B: Der „Rechte“-Fehler
Das Terminal gibt eine Meldung aus wie: No scanners were identified. Maybe you need to run as root?
- Bedeutung: Der Treiber ist da, aber Ubuntu erlaubt Ihrem Benutzerprofil nicht, auf das USB-Gerät zuzugreifen.
- Test: Geben Sie zum Prüfen
sudo scanimage -Lein. Wenn der Scanner jetzt gefunden wird, muss dieudev-Regel aus dem letzten Schritt noch einmal genau kontrolliert werden (da fehlte dann wahrscheinlich nur eine Kleinigkeit bei den Berechtigungen).
Fall C: „No scanners were identified“ (ohne Zusatz)
- Bedeutung: Der Treiber wurde nicht korrekt registriert oder die 32-Bit-Bibliotheken fehlen.
- Lösung: In diesem Fall müssten Sie prüfen, ob der Befehl
brsaneconfig3 -q(der die installierten Brother-Scanner auflistet) eine Antwort gibt.
Was wird Ihnen angezeigt, wenn Sie scanimage -L eingeben?
Falls eine Fehlermeldung bezüglich fehlender Dateien (z. B. libusb-0.1.so.4) erscheint, kann man Ihnen evtl. direkt den passenden Befehl geben, um genau diese fehlende „Brücke“ für Ubuntu 24.04 nachzuinstallieren.
BIS DAHIN!
MfG
Li