Ich möchte auf einem USB-Stick ein persistentes Linux Ubuntu erstellen, so dass ich das es jederzeit auch auf einem anderen PC verwenden kann. Ich bin absoluter Ubuntu-Anfänger und die Beschreibungen, die ich in mehreren Foren und unter Ubuntuusers (https://wiki.ubuntuusers.de/Archiv/Live-USB_-_persistente_Installation/) gefunden habe, sind mir als Anfänger zu hoch. Mit dem 30-Tage Testabo von Computerwissen habe ich zwar eine Anleitung erhalten für die Installation auf der Festplatte, ich möchte das System aber zunächst auf dem Stick (128 GB) testen und erst, wenn ich alle Funktionalitäten (Office, Thunderbird, Firefox, Fotoverwaltung,…), die ich auf meinem Windows-Laptop verwende, auch auf dem Stick lauffähig habe, möchte ich das Linux auf der (kompletten) Festplatte (500 GB) installieren.
Ich habe mit der Ubuntu-ISO einen bootfähigen Stick erstellt, mit dem Ubuntu auch startet.
Hier meine Fragen:
1. In einem Forum habe ich gelesen, dass der (2.) USB-Stick vorbereitet werden muss mit einer Boot-Partition (FAT32) und einer zweiten Partition (z.b. ext4), die casper-rw heißen muss. Diesen habe ich vorbereitet, aber muss das sein?
2. Kann ich dann vom LIVE-System (USB-Stick 1) aus die Installtion auf den zweiten Stick genauso vornehmen, wie es für die Festplatte beschrieben wird? So weit habe ich mich noch nicht getraut weil ich befürchte, mein Windows wird beschädigt und läuft nicht mehr. Gibt es eine Schritt-für-Schritt Anleitung für die persistente Installation auf einem USB-Stick?
3. In einem weiteren Forum-Beitrag habe ich gelesen, dass der Benutzer, der das System installiert, root-Rechte besitzt (ist logisch), dass aber nicht empfohlen wird, unter diesem Benutzer auch ’normal‘ zu arbeiten, um nicht versehentlich das System zu beschädigen. Bei Ubuntu heißt dieser ‚Superuser‚ nicht root. Ich wollte mich bei der Installation also z.B. als Admin anmelden und nach dem Einrichten des Systems einen Benutzer ‚Namen‚ anlegen, unter dem ich dann normal arbeite, Dateien erstelle und Mails abrufe, Fotos sortiere,…. Ist das so sinnvoll und zu empfehlen? Die Installation von neuen Programmen würde ich dann unter Admin vornehmen. Ich arbeite fast ausnahmslos alleine an dem Laptop (Windows 10).
Soweit vorerst meine Fragen und danke vorab für Ihre Antworten.
Hallo woli,
zu Ihren Fragen:
Zu 1) Das BIOS eines Rechners kann nicht von einer ext4-Partition booten. Daher muss eine extra Boot-Partition vorhanden sein.
Zu 2) In Ubuntu gibt es ein Programm namens „Startmedium erstellen“, das einen USB-Stick mit einer großen Datenpartition imit wenigen Mausklicks erzeugt. Es setzt allerdings ein vorhandenes Ubuntu voraus, mit dem Sie die ISO-Datei herunter laden können. Falls das mit dem vorhandenen USB-Stick möglich sein sollte, geht es einfach. Der richtige Weg ist „mkusb“:
https://help.ubuntu.com/community/mkusb
Zu 3) In Linux heißen die Administrator-Rechte root-Rechte. Damit kann man unabsichtlich und ohne Rückfrage den Ast absägen, auf dem man sitzt. Einen „Superuser“ gibt es nicht in Ubuntu. Da gibt es wie in allen Linux-Systemen einschließlich Android den Benutzer root. Allerdings können Sie sich damit nicht anmelden. Statt dessen hat der erste Benutzer des Systems, den Sie einrichten, die Möglichkeit, sich die root-Rechte zu beschaffen. Das ist von außen gesehen sehr ähnlich wie in Windows:
* Programm, die Sie in der grafischen Oberfläche starten, kommen mit einem Fenster, in dem Sie Ihr Passwort eingeben.
* Im Terminal-Programm (vergleichbar mit cmd.exe in Windows) gibt es das Kommando sudo, das Ihnen volle root-Rechte gibt.
Wenn Sie das Live-System von Ubuntu verwenden, gibt es bereits einen Benutzer namens ubuntu und der kann sich, wie beschrieben, root-Rechte geben.
Unabhängig von Ihren bisherigen Arbeiten empfehle ich dringend, das Windows-System komplett zu sichern – auch wenn Sie Ubuntu nicht installieren. Schließlich kann die Platte ohne Vorwarnung ausfallen oder Windows nach einem Update nicht mehr starten. Letzteres ist bei Windows 10 recht selten. Eine Sicherung ist erst erledigt, wenn sie überprüft wurde. Dazu gehört auch, dass Sie das Notfall-Programm auf einem USB-Stick haben und damit booten können.
Wenn Sie dann die Platte gesichert und geprüft haben, ist es ziemlich unkritisch, eine Partition auf der Platte um 100 GB zu verkleinern und in dem freien Platz Ubuntu zu installieren.
Zur Planung der Umstellung gehört auch, dass Sie sich vergewissern, ob es für alle vorhandenen Geräte wie Drucker, Kamera usw. auch Treiber im Ubuntu gibt. Das gilt unabhängig von der Umstellung von Windows 10 auf 11 oder auf Ubuntu.
VG
noha (Leser dieses Forums)
17.11.2025 13:54
Hallo Noha,
Sie schreiben:
Zu 2) In Ubuntu gibt es ein Programm namens „Startmedium erstellen“, das einen USB-Stick mit einer großen Datenpartition imit wenigen Mausklicks erzeugt.
Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Bei mir wurde auf dem USB-Stick lediglich ein Abbild einer DVD erzeugt mit insgesamt 0 Byte freien Speicher, und der Stick war danach genau so groß wie eine erzeugte DVD.
Ich hatte mir einen USB-Stick in Windows mit Rufus erstellt, dort konnte ich mit einem Schieberegler eine Presistente Partition erstellen. Siehe Anhang.
MfG
Jürgen (Leser dieses Forums)
18.11.2025 10:03 Uhr
Hallo Jürgen,
wenn rufus das kann, ist es für woli natürlich am einfachsten. Ich weiß nicht, welche Einschränkungen es dann im Live-System gibt.
Im Anhang ist die Aufteilung eines Sticks mit Ubuntu 24.04 zu sehen, die mit „Startmedien erstellen“ unter Ubuntu 20.04 gemacht wurde. Die erste Partition hat die sichtbaren Dateien der ISO-Datei und die 4. ist für die eigenen Daten da.
VG
noha
18.11.2025 11:52
Hallo Noha,
der Anhang fehlt.
Gruß
Jürgen
18.11.2025 12:05
Hallo Noha,
Nachtrag wegen Bilder.
Du hattest teilweise Recht, es sind tatsächlich mehrere Partitionen auf dem Stick. Aber die Ubuntu Partition ist die einzige die man im Dateien Programm zu Gesicht bekommt, außerdem ist diese Partition in einem DVD Format und damit schreibgeschützt. Die große Unbenutzte Partition ist nicht formatiert.
Mit freundlichen Gruß
Jürgen
18.11.2025 14:55 Uhr
Hallo woli,
Noha hat sicher nichts dagegen!
Um ein persistentes Ubuntu-System auf einem USB-Stick zu erstellen, gibt es praktische Tools und bewährte Vorgehensweisen, die es ermöglichen, das System problemlos auch auf anderen Computern zu starten und zu verwenden. Es gibt dabei einige wichtige technische Details und Empfehlungen für Einsteiger, um Fehler und Datenverluste zu vermeiden.
Wichtige Grundlagen
- Für ein bootbares, persistentes Ubuntu auf USB-Stick empfiehlt sich die Nutzung einer separaten Boot-Partition (FAT32) sowie einer weiteren Partition (meist ext4) für die Daten und das eigentliche System.
- Ubuntu kann auf USB entweder als „Live-System mit Persistenz“ (Settings, Programme, Dateien bleiben nach Neustart erhalten), oder als vollwertige Installation betrieben werden. Für den einfacheren Einstieg reicht oft das Live-System mit Persistenz.
Tools und Methoden
1. „Startmedium erstellen“ (Ubuntu interner Creator)
- Erlaubt Erstellung eines persistenten USB-Sticks direkt aus Ubuntu („Startmedium erstellen“).
- Einfach in der Handhabung, aber weniger individuell anpassbar.
- Es wird eine persistenten Partition eingerichtet, auf der Einstellungen gespeichert werden, diese ist jedoch oft durch die Größe limitiert.
2. mkusb
- mkusb ist ein mächtiges Tool, speziell für persistente Ubuntu-USBs empfohlen.
- Es bietet mehr Optionen und bessere Kompatibilität für persistente Medien.
- Offizielle Anleitung: https://help.ubuntu.com/community/mkusb
- Funktioniert zuverlässig auch für größere Sticks und verschiedene Partitionstabellen, erstellt eine passende Boot- und Daten-Partition.
3. Rufus (unter Windows)
- Rufus ist einfach zu bedienen, unterstützt explizite Erstellung von persistenten Partitionen mit Schieberegler.
- Eignet sich hervorragend, wenn Sie den Stick unter Windows vorbereiten möchten.
- Kann Einschränkungen bei UEFI-Boot und Kompatibilität haben, bietet jedoch die einfachste Lösung für Einsteiger.
Schritt-für-Schritt-Anleitung (empfohlen: mkusb oder Rufus)
- Ubuntu-ISO herunterladen (z.B. von Ubuntus Homepage).
- Mit mkusb (unter Ubuntu) oder Rufus (unter Windows) den USB-Stick auswählen und die gewünschte Ubuntu-Edition als Image auswählen.
- Persistenz einstellen (Speicher für Änderungen, empfohlen: mindestens 4-8 GB, je nach Stickgröße).
- Das Tool erstellt automatisch eine Partition für Boot und die persistente Speicherung.
- Nach Fertigstellung den Stick an beliebigen PC anstecken, von USB booten und Ubuntu mit gespeicherten Einstellungen nutzen.
Partitionierung und Benutzermodell
- Es ist korrekt, dass das BIOS nicht direkt von einer ext4-Partition booten kann, daher braucht es eine FAT32-Bootpartition.
- Beim ersten Nutzer unter Ubuntu handelt es sich um einen „Sudo-User“ (Administrator mit sudo-Rechten) – nicht den klassischen „root“. Die Verwendung eines normalen Users für Alltagsaufgaben wird aus Sicherheitsgründen empfohlen.
- Programme werden via sudo installiert, normale Arbeit erfolgt über das eigene Benutzerkonto.
Sicherheitshinweise und Backup
- Immer eine vollständige Sicherung des Windows-Systems vornehmen, bevor Veränderungen an Partitionen oder externen Systemen vorgenommen werden.
- Notfall-Bootmedium bereitlegen (z.B. Rescue-Stick oder Windows-Installationsmedium).
Fazit
Am einfachsten ist die Erstellung eines persistenten Ubuntu-Sticks mit mkusb (unter Ubuntu) oder Rufus (unter Windows). Für Anfänger bietet Rufus eine besonders intuitive Lösung, während mkusb flexibler ist und speziell für Ubuntu optimiert wurde.
Alle Einstellungen, installierte Programme, und Nutzerdaten bleiben auf dem Stick erhalten, solange die persistente Partition ausreichend groß ist. Sie können das System gefahrlos testen, ohne das Windows-Laufwerk zu gefährden, solange beim Installationsprozess der richtige Ziel-Datenträger ausgewählt wird.
MfG
Li
An Lippmann,
Sie lesen nicht einmal was der Fragesteller geschrieben hat (er hat einen 128GB USBStick), weil Sie blind einer KI vertrauen, die für Sie die Textpassagen erstellt.
3. Persistenz einstellen (Speicher für Änderungen, empfohlen: mindestens 4-8 GB, je nach Stickgröße).
Tools und Methoden
1. „Startmedium erstellen“ (Ubuntu interner Creator)
- Erlaubt Erstellung eines persistenten USB-Sticks direkt aus Ubuntu („Startmedium erstellen“).
hier wird kein persistenter USB Stick erzeugt wie ich bereits weiter oben geschrieben hatte.
3. Rufus (unter Windows)
- Rufus ist einfach zu bedienen, unterstützt explizite Erstellung von persistenten Partitionen mit Schieberegler.
eine Wiederholung meiner Ausführungen weiter oben.
18.11.2025 18:12 Uhr
Hier kommt der vergessene Anhang:
noha
18.11.2025 20:36
Hallo Noha,
Es ist schon ein Unterschied ob mit Ubuntu 20.04, wie bei Dir mit schreibbarer persistenten Zusatz Partition, der Startmedienersteller den Stick erstellt, oder wie gestern bei mir mit der 24.04.3 Version nur leererPlatz ohne persistenter Partition.
MfG
Jürgen
19.11.2025 09:08 Uhr
Hallo Jürgen und Noha und Lippmann,
danke für die Antworten.
Ich habe einen Stick mit Rufus erstellt und Ubuntu lässt sich booten und behält die Daten. Soweit alles ok zum Ausprobieren. Danke auch für den Link zu mkusb, aber die Beschreibung ist mir als absoluten Linux-Neuling zu kompliziert. Ich weiß ganz gerne, was die Zeichen bedeuten und bewirken, die ich in einer Kommandozeile eingebe. Vielleicht komme ich mal so weit, dass ich es verstehe. Der Stick hat jetzt 2 Partitionen, eine FAT32 als Bootpartition (unter GParted wird als Markierung aber nicht boot angezeigt, sondern eine andere Markierung) und eine ext4 mit Bezeichnung casper. Diese Bezeichnung ist anscheinend notwendig, damit diese Partition für die Daten verwendet wird (hab ich zumindest in anderen Beiträgen gelesen).
Eine Frage ergibt sich aber noch aus den Kommentaren von oben. Was ist der Unterschied zwischen einer persistenten partition und einer ‚richtigen‘ Installation? Geht das auch auf einem Stick?
Danke vorab,
woli
Hallo woli,
der Unterschied zwischen einem persistenten Live-USB-Stick und einer richtigen Installation (auch auf einem Stick) ist grundlegend.
Hier ist der detaillierte Vergleich, und ja, beides ist auf einem USB-Stick möglich:
s. Anhänge
Empfehlung:
- Wenn Sie ein schnelles, stabiles System für den häufigen Gebrauch wünschen, das Sie wie ein normales Betriebssystem warten und aktualisieren können: Volle Installation auf einem schnellen USB 3.x Stick oder einer externen SSD.
- Wenn Sie nur ein System für Tests oder Notfälle benötigen, bei dem Sie kleine Einstellungen beibehalten möchten, aber keine großen Updates durchführen: Persistenter Live-USB-Stick.
MfG
Li
Hallo (Hr./Fr.) Lippmann,
danke für die sehr einfache, deutliche, aussagekräftige und umfängliche Antwort. Antworten dieser Art zu Anfang meiner Suche nach einer Alternative zu Windows hätten mir viel Zeit beim suchen und lesen in Foren erspart, wo ich nicht einmal die Hälfte verstanden habe. Leider ist es häufig so, dass sich Helfer in Foren zwar bemühen, dann aber doch für einen Einsteiger zu viel Wissen über Code, Abkürzungen usw. voraussetzen.
Ich werde also mit dem persistenten System versuchen, meine Einstellungen und Lesezeichen von Firefox und meine Mails mit Kalender von Thunderbird aus Windows zu übertragen und nach ein wenig Übung auch mit anderen Programmen ein System auf einem USB-SSD Laufwerk zu installieren. Wenn ich mir sicher bin, werde ich dann Windows durch Linux ersetzen.
Vielen Dank nochmal.
MfG,
woli
Hallo Lippmann,
danke für die verständliche Anleitung. Ich habe alles gemacht, wie angegeben, die Installation ist gestartet und es wurden bei der Installation im Installationsfenste mehrere Hinweise angezeigt, wie toll Ubuntu ist und was man alles machen kann. Bei dem Hinweis auf ‚ask ubuntu‘ (oder so ähnlich) mit einem Link zu online Dokumentation und anderen Hilfen ging es dann nicht mehr weiter. Die Punkte unten in der Laufleiste sind gelaufen, in der Anzeige stand ‚System wird installiert‘, aber es anscheinend ist nichts mehr passiert. Nach 5 Stunden habe ich abgebrochen (ausgeschaltet). Ich habe unter ubuntuuser und reddit gesucht und gesehen, dass dies wohl ein bekanntes Problem ist bei 24.04. Bei einem 2. Versuch habe ich in bei der Installationsroutine das angekündigte ‚Es ist ein Update des Installers verfügbar‘ installiert und nochmal die Installation gestartet. Diesmal habe ich die Installation der DrittanbieterSW nicht ausgewählt und auch nicht die zusätzlichen Programme für andere Formate. Die Installation hat gestartet, ist aber nach kurzer Zeit mit einer Fehlermeldung abgebrochen (s. Anhang).
Beim ersten Versuch hatte ich die SWAP-Partition am Ende des Sticks, beim 2. Versuch habe ich sie hinter der boot-Partition angeordnet. Ich glaube aber nicht, dass dies eine Rolle spielt. Die Boot-Partition hat der Installer angelegt.
Gibt es noch eine Möglichkeit, ubuntu einfach zu installieren? Dann mache ich noch einen Versuch. Ansonsten versuche ich es mit MINT.
Im Anhang die Partitionierung des Stick und die Zusammenfassung vor dem Start der Installation (2. Versuch) und die Fehlermeldung.
Habe ich was falsch gemacht?
Danke vorab für eine Antwort.
MfG
woli
Hallo woli und Li,
eine swap-Partition wird seit Ubuntu 18 nicht mehr benötigt. Man kann sie natürlich immer noch einrichten, aber zum Verwenden werden einige Verrenkungen benötigt, weil man die neuere swap-Funktion durch die alte ergänzen muss. Solange man das nicht getan hat, wird eine swap-Datei auf / verwendet.
Sehr wahrscheinlich ist die überflüssige swap-Partition nicht die Ursache für das Problem – es sei denn, da Installationsprogramm stolpert darüber. Zum Finden der Ursache wäre wohl das Fenster von Pasted-image-5.png hilfreich, wenn man dort auf die Schaltfläche „Protokoll anzeigen“ klickt. In der Regel findet man etwas ganz unten im Protokoll.
VG
noha
22.11.2025 22:18
Hallo woli,
neuer Versuch:
Einen persistenten Live-USB-Stick mit Ubuntu 24.04 können Sie am einfachsten mit einem dedizierten Tool erstellen. Ein persistenter Stick ermöglicht es, dass Ihre Änderungen, installierte Programme und gespeicherte Dateien auch nach einem Neustart erhalten bleiben.
Die gängigsten Tools dafür sind Rufus (für Windows) oder mkusb (für Linux).
Mit Rufus (Windows)
- Vorbereitung:
- Laden Sie die neueste Version von Rufus herunter.
- Laden Sie die Ubuntu 24.04 LTS ISO-Datei herunter.
- Schließen Sie einen USB-Stick an, auf dem das persistente Ubuntu-System installiert werden soll. Achtung: Alle Daten auf dem Stick werden gelöscht.
- Rufus konfigurieren:
- Starten Sie Rufus.
- Wählen Sie unter Laufwerkseigenschaften Ihren USB-Stick aus.
- Wählen Sie unter Startart die heruntergeladene Ubuntu 24.04 ISO-Datei über den AUSWAHL-Button aus. (diesmal aber nicht Ihren schon fertigen USB-Stick; möglich, dass es damit nicht funktioniert)
- Persistenz einrichten:
- Unter Persistente Größe (Normalerweise ein Schieberegler oder Eingabefeld) stellen Sie die gewünschte Größe für den persistenten Speicher ein. Dies ist der Bereich, der Ihre Daten und Änderungen speichert. Sie können hierbei einen Großteil des freien Speichers des USB-Sticks zuweisen. 0 bedeutet keine Persistenz.
- Partitionschema und Zielsystem sollten in den meisten Fällen auf den Standardeinstellungen bleiben (MBR für BIOS/CSM oder GPT für UEFI, je nach Ihrem Zielsystem).
- Erstellung starten:
- Klicken Sie auf START.
- Bestätigen Sie die Warnung, dass alle Daten auf dem Stick gelöscht werden. Rufus beginnt nun mit dem Kopiervorgang.
Booten vom persistenten USB-Stick
Nach der Erstellung müssen Sie Ihren Computer so konfigurieren, dass er vom USB-Stick bootet.
- Starten Sie den PC neu und drücken Sie die entsprechende Taste (häufig F2, F10, F12 oder Entf), um das BIOS/UEFI-Setup-Menü oder das Boot-Menü aufzurufen.
- Wählen Sie den USB-Stick als primäres Boot-Gerät aus.
- Im GRUB-Menü des USB-Sticks wählen Sie die Option für das Live-System (oft die Standardoption). Ihre Änderungen werden nun in der persistenten Partition gespeichert.
MfG
Li
Danke noha und Li für eure Geduld mit einem Einsteiger.
Nochmal kurz, was ich bisher gemacht habe und wo ich hin will:
– von der ubuntu.com Seite ubuntu-24.04.3-desktop-amd64.iso (LTS) heruntergeladen
– BIOS so eingestellt (Secure boot abgeschaltet), dass vom USB-Stick gebootet werden kann
– mit Rufus (rufus-4.11.exe) einen boot-Stick (Live-System, SanDisk ultra USB 3.0 32GB) erstellt –> Ubuntu startet
– mit Rufus einen boot-Stick mit persistentem Ubuntu erstellt (SanDisk 128GB USB 3.1) –> Ubuntu startet und speichert die Einstellungen/Daten
– auf Grund der Gegenüberstellung von Li bezüglich persistentem Stick <–> installiertem System hab ich mich entschieden, gleich das System auf den Stick zu installieren (mein SanDisk 128GB USB 3.1). Mein Rechner unterstützt USB 3.0 auf dem USB-A Port. Es gibt auch einen USB-C Port mit USB 3.1, aber von dem kann ich nicht booten.
– von ‚Linux-Insider‘ hab ich zum Probe-Abo einen Boot-Stick mit ubuntu-24.04.3-desktop-amd64 bekommen. Mit dem hab ich gebootet (ich dachte, der Stick von ‚Linux-Insider‘ ist vielleicht aktueller) und gemäß Anleitung von Li die Installation von Ubuntu gestartet. Installation ist hängen geblieben -> abgebrochen
– zweiter Versuch gem. Anleitung, aber SWAP und root getauscht und ohne zusätzliche SW-Pakete gestartet -> Fehlermeldung aus Pasted-image-5.png
Ich mache jetzt einen 3. Versuch mit meinem eigenen boot-Stick (ohne Persistenz), werde vorher den Ziel-Stick löschen (GParted, keine Partition, keine Formatierung, Speicher nicht zugeordnet, die Zuordnung soll die Installationsroutine machen), gemäß Anleitung die Root-Partition bei der Installation festlegen (also kein SWAP).
Mal sehen was passiert und ich sage Bescheid.
Noch einen schönen Sonntag.
woli
Hallo Woli,
in Ihrem Bild Pasted-image-2.png haben Sie eine Partition /dev/sdc1 /boot/efi die in VFAT Formatiert ist. die sollten Sie entweder in Fat16 oder Fat32 erstellen.
MfG
Jürgen
Hallo woli,
Ich mache jetzt einen 3. Versuch mit meinem eigenen boot-Stick (ohne Persistenz), …
Ja, machen Sie das!
Wenn Sie schon installieren wollen, nehmen Sie Ihren eigenen, selbst erstellten Bootstick. Der von Computerwissen scheint defekt zu sein.
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Hier nochmal die Anleitung für Rufus:
Das Erstellen eines bootfähigen Ubuntu 24.04 USB-Sticks mit Rufus ist einfach und funktioniert zuverlässig unter Windows.
1. Vorbereitung und Downloads
- Laden Sie Ubuntu 24.04 LTS ISO herunter: Gehen Sie zur offiziellen Ubuntu-Website und laden Sie die aktuelle Desktop-ISO-Datei herunter.
- Laden Sie Rufus herunter: Gehen Sie zur offiziellen Rufus-Website (
https://rufus.ie/) und laden Sie die neueste Version herunter (meist als portable.exe-Datei ohne Installation). - USB-Stick: Stecken Sie einen USB-Stick mit mindestens 8 GB in Ihren PC. Achtung: Alle darauf befindlichen Daten werden gelöscht!
2. Rufus konfigurieren
- Rufus starten: Starten Sie die heruntergeladene
.exe-Datei von Rufus (keine Installation erforderlich). - Laufwerk auswählen (
Device): Wählen Sie unter „Laufwerk“ Ihren USB-Stick aus der Dropdown-Liste. Prüfen Sie diesen Schritt sorgfältig, um keine falsche Festplatte zu formatieren! - ISO-Datei auswählen (
Boot selection):- Wählen Sie im Feld „Startart“ (oder „Boot selection“) die Option „Disk or ISO image“.
- Klicken Sie dann auf „AUSWAHL“ („SELECT“) und navigieren Sie zu der heruntergeladenen Ubuntu 24.04 LTS .iso-Datei.
- Partitionsschema und Zielsystem: Dies ist der wichtigste Schritt.
- Partitionsschema (
Partition scheme):- Für moderne Computer (die meisten seit 2010): Wählen Sie GPT (empfohlen für UEFI).
- Zielsystem (
Target system):- Wird automatisch auf UEFI (nicht-CSM) gesetzt, wenn Sie GPT gewählt haben.
- Partitionsschema (
- Dateisystem (
File System): FAT32 kann beibehalten werden, da Rufus die nötigen Anpassungen für große Dateien automatisch vornimmt.
3. Bootstick erstellen starten
- Starten: Klicken Sie auf „START“.
- ISO-Modus wählen: Rufus wird Sie fragen, in welchem Modus die ISO geschrieben werden soll (meistens „Write in ISO Image mode“). Bestätigen Sie die empfohlene Option.
- Warnung bestätigen: Rufus wird eine Warnung anzeigen, dass alle Daten auf dem USB-Stick gelöscht werden. Bestätigen Sie dies mit „OK“.
- Warten: Der Schreibvorgang beginnt und die Statusleiste zeigt den Fortschritt an. Dies kann einige Minuten dauern.
- Fertig: Wenn die Statusleiste grün wird und „FERTIG“ („READY“) anzeigt, können Sie Rufus schließen und den Bootstick sicher entfernen.
Ihr USB-Stick ist nun bereit, um Ihren Computer von Ubuntu 24.04 zu booten!
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Hier eine allgemeine kurze Anleitung: Neuinstallation von einem Installationsmedium (Desktop)
Dies ist die häufigste Methode für eine frische Installation von Ubuntu 24.04:
- Vorbereitung: Laden Sie das entsprechende ISO-Abbild von der Ubuntu-Website herunter.
- Installationsmedium erstellen: Erstellen Sie aus der ISO-Datei einen bootfähigen USB-Stick (z. B. mit Tools wie Rufus).
- Booten: Starten Sie Ihren Computer von diesem USB-Stick. Dazu müssen Sie in der Regel beim Hochfahren eine bestimmte Taste drücken, um das Boot-Menü aufzurufen.
- Installation: Folgen Sie den Anweisungen des Installationsprogramms. Hier können Sie Optionen wie Sprache, Tastaturlayout, Netzwerkkonfiguration (besonders beim Server), Partitionierung und die Wahl zwischen Minimal- oder Standardinstallation treffen.
Dieser Crashkurs auf YouTube bietet eine anschauliche Einführung in die Installation von Ubuntu 24.04 Desktop für Anfänger: Ubuntu 24.04 installieren – Crashkurs: Einführung & erste Schritte für Anfänger.
MfG
Li
Nachtrag
Hier ausführlicher:
Voraussetzungen
- Sie benötigen einen USB-Stick mit mindestens 8 GB Speicherplatz.
- Laden Sie das Ubuntu 24.04 ISO-Image von der offiziellen Webseite herunter.
- Nutzen Sie ein Tool wie Rufus, um einen bootfähigen USB-Stick zu erstellen.
Vorbereitung des Installationsmediums
- Kopieren Sie das heruntergeladene Ubuntu 24.04 ISO-Abbild auf den USB-Stick mithilfe eines geeigneten Tools.
- Stecken Sie den USB-Stick in Ihr Zielgerät und starten Sie den Computer neu.
- Rufen Sie das Boot-Menü über die entsprechende Taste (meist F12, ESC, F8, F11) auf und wählen Sie den USB-Stick als Startmedium aus.
Installationsprozess
- Nach dem Start vom Stick erscheint das Willkommensmenü. Wählen Sie „Ubuntu installieren“ aus.
- Wählen Sie Ihre bevorzugte Sprache und bestätigen Sie mit „Weiter“.
- Wählen Sie das Tastaturlayout und stellen Sie optional eine Internetverbindung her.
- Sie können auswählen, dass Sie während der Installation Updates und Drittanbieter-Software installieren möchten.
- Wählen Sie die Installationsart: „Geführte Installation“ überschreibt die Festplatte komplett, „Manuelle Installation“ ermöglicht spezielle Partitionen oder ein Dual-Boot-System.
- Geben Sie Ihren Namen, den Computernamen, den Benutzernamen und ein sicheres Passwort ein.
- Stellen Sie Ihre Zeitzone ein.
- Bestätigen Sie alle Einstellungen und starten Sie die Installation.
Abschluss und erste Schritte
-
Nach Abschluss der Installation werden Sie aufgefordert, den Computer neu zu starten. Entfernen Sie dazu den USB-Stick.
-
Melden Sie sich mit Ihrem festgelegten Benutzernamen und Passwort an.
-
Öffnen Sie ein Terminal (Ctrl + Alt + T) und geben Sie folgende Befehle ein, um Ihr System zu aktualisieren:
sudo apt updatesudo apt upgrade
-
Installieren Sie benötigte Software und richten Sie gegebenenfalls Drucker oder weitere Hardware ein.
Mit diesen Schritten sollte die Installation von Ubuntu 24.04 erfolgreich abgeschlossen sein. Diese Anleitung orientiert sich an den offiziellen und bewährten Vorgehensweisen für Desktop-Installationen.
MfG
Li
Nachtrag 1
hier sehr ausführlich:
https://wiki.ubuntuusers.de/Ubuntu_24.04_Desktop_installieren/
MfG
Li
Nach all den Wiederholungen der Linux-Insider Anleitungen noch einmal, damit es nicht unter geht
Hallo Woli,
in Ihrem Bild Pasted-image-2.png haben Sie eine Partition /dev/sdc1 /boot/efi die in VFAT Formatiert ist. die sollten Sie entweder in Fat16 oder Fat32 erstellen.
MfG
Jürgen
Hallo Juergen0033 und Li,
beim 3. Versuch ist die Installation durchgelaufen, aber der Stick bootet nicht. Hier kommt wahrscheinlich das von Jürgen beschriebene Thema VFAT zum tragen. Ich habe auch gesehen, dass die vom Installationsprogramm erstellte Boot-Partition nur 1,13GB groß ist. Allerdings wundere ich mich dann, dass oben in ‚pasted-image-3.png‘ der Boot-Stick /dev/sdb1 auch mit VFAT formatiert ist, aber ohne /boot/efi und der bootet. Allerdings ist hier die Größe 8,05GB.
An Li
danke für den Link mit der ausführlichen Anleitung. Ich denke, Anleitungen hab ich jetzt erstmal genug und in der Anleitung von ubuntuusers steht auch nicht genau drin, wie das Zielmedium vorbereitet werden muss (bei manueller Installation).
Ich mache noch einen Versuch und erstelle mit GParted eine Partition /dev/sdc1 FAT32 mit 10 GB und /boot/efi, den Rest mit /dev/sdc2 ext4 und Einhängepunkt /
Dann manuelle Installation, damit ich den USB-Stick auswählen kann, verändere aber nichts an den Partitionen. Mal sehen, was dann passiert.
Ich habe überlegt, ob ich einen neue Frage aufmache, ‚wie installiert man ein vollständiges System auf einem USB-Stick‘, weil ich mich gegen das persistente System entschieden habe (für mich mehr Nachteile als Vorteile) auf Grund der Gegenüberstellung von Lippmann. Das entscheide ich nach dem neuen Versuch.
MfG,
woli
Hallo woli,
von FAT32 schrieb ich schon! Sie müssen es genau so machen wie es beschrieben ist. Sonst geht es schief.
Bleiben Sie jetzt erstmal bei diesem Thread.
MfG
Li
Nachtrag
1. Vorbereitung und Start
Sie benötigen:
- USB-Stick 1 (Installationsmedium): Ein bootfähiger Stick mit dem Ubuntu 24.04 ISO-Image (mindestens 8 GB).
- USB-Stick 2 (Zielsystem): Der Stick, auf dem Ubuntu installiert werden soll (mindestens 32 GB, besser 64 GB oder mehr für gute Leistung und Platz).
- Wichtig: Stellen Sie sicher, dass Sie den USB-Stick 2 während des Installationsprozesses nicht versehentlich mit Ihrer internen Festplatte verwechseln!
- Stecken Sie beide USB-Sticks ein.
- Starten Sie Ihren PC neu und wählen Sie im Boot-Menü (F12, F10, Esc o.ä.) den USB-Stick 1 (Installationsmedium) als Startlaufwerk.
- Wählen Sie „Try or Install Ubuntu“ und klicken Sie im Live-System auf „Install Ubuntu 24.04 LTS“.
2. Partitionierung des Ziel-USB-Sticks
Folgen Sie dem Installationsassistenten, bis Sie zum entscheidenden Schritt „Installationstyp“ gelangen:
- Auswahl des Installationstyps: Wählen Sie „Etwas anderes“ (Something else). Dies öffnet das Partitionierungstool (
gparted-ähnlich). - Ziel-Laufwerk identifizieren: Suchen Sie in der Liste der Laufwerke den USB-Stick 2 (z.B.
/dev/sdc). Sie identifizieren ihn anhand der Größe. - Neue Partitionstabelle: Wenn der Stick neu ist oder alte Daten enthält, wählen Sie ihn aus und klicken Sie auf „Neue Partitionstabelle…“ (oder „New Partition Table“), um den gesamten Speicherplatz freizugeben.
- Partitionen erstellen: Wählen Sie den freien Speicherplatz auf USB-Stick 2 und erstellen Sie zwei Hauptpartitionen: s. Anhang
Das gesamte Ubuntu-System und Ihre Daten (System und Home in einer Partition).
Für Anfänger wird empfohlen, Root (
/) und Home (/home) in einer Partition zu belassen, da dies die Verwaltung vereinfacht.
- Optionale Separate Home-Partition: Wenn Sie das System später leichter neu installieren wollen, ohne Ihre Daten zu verlieren, können Sie den verbleibenden Platz alternativ in zwei Partitionen teilen:
- Root: 20-30 GB, Ext4, Mount Point:
/ - Home: Restlicher Speicher, Ext4, Mount Point:
/home
- Root: 20-30 GB, Ext4, Mount Point:
3. Bootloader-Installation (Wichtigster Schritt)
Dieser Schritt sorgt dafür, dass Ihr USB-Stick auf jedem PC booten kann, ohne die interne Festplatte zu benötigen oder zu verändern.
- Suchen Sie unten im Fenster nach der Option „Gerät für die Bootloader-Installation“ (Device for boot loader installation).
- Wählen Sie hier den USB-Stick 2 selbst aus (z. B. /dev/sdc), nicht eine seiner Partitionen (z. B.
/dev/sdc1).
4. Installation abschließen
- Klicken Sie auf „Jetzt installieren“.
- Bestätigen Sie die vorgenommenen Änderungen an der Partitionstabelle.
- Schließen Sie die Installation ab (Zeitzone, Benutzername, Passwort).
- Nach Abschluss der Installation werden Sie aufgefordert, neu zu starten.
- Entfernen Sie USB-Stick 1 und lassen Sie USB-Stick 2 eingesteckt.
- Starten Sie den PC neu und wählen Sie USB-Stick 2 im Boot-Menü.
Ihr tragbares Ubuntu-System kann jetzt starten.
MfG
Li
Guten Abend Lippmann,
- zu 4. Partitionen erstellen: Wählen Sie den freien Speicherplatz auf USB-Stick 2 und erstellen Sie zwei Hauptpartitionen: s. Anhang
Der Anhang fehlt. Vielleicht bringt der die Lösung.
Noch eine Anmerkung, bitte nicht übel nehmen. Die Wiederholung Anleitung zur Installation bringt mich nicht wirklich weiter. Ich habe alle Punkte verstanden und auch befolgt. Die Installationsroutine hat auch jedes mal gestartet und ich hatte auch immer den richtigen USB-Stick ausgewählt (128GB Sandisk USB 3.1). Wenn ich diesen Stick unter ‚Option „Gerät für die Bootloader-Installation“ (Device for boot loader installation)‘ auswähle, wird in dem GParted ähnlichen Partitionierungstool automatisch eine Partition /dev/sdc1 angelegt mit VFAT und /boot/efi. Daran habe ich nichts geändert. Was mich wundert ist, dass die EFI-Systempartition nur 512MB braucht, wo doch das System auf dem Installations-Stick ca. 8GB groß ist. Aber gut, ich lass es mal bei den voreingestellten 1,13GB und versuche nur, die Formatierung auf FAT32 zu ändern.
(Vielleicht kommt der Anhang noch)
Danke und Gruß
woli
Der Anhang ist vorhanden! s.o.
Nehmen Sie Rufus für Ihren Zweck, nicht GParted.
********************************************************
Ich denke, Anleitungen hab ich jetzt erstmal genug
Gestern hatte ich angenommen, Sie seien schon ein Stück weiter und wollen Ubuntu 24.04 jetzt auf der Festplatte installieren. Deshalb die „Wiederholungen“. Das haben Sie aber wohl nicht verstanden.
Li
Hallo woli,
die EFI-Partition enthält nur den/die Boot-Lader für das/die Betriebssysteme. Das sind wenige MB. Bis einschließlich Windows 10 waren das 100 MB und Microsoft empfiehlt für Windows 11 jetzt 300 MB – unter der Annahme, dass es noch weitere Betriebssysteme auf dem Rechner geben kann. Bei meinem Rechner mit Ubuntu 24.04 sieht die Belegung der EFI-Partition so aus:
noha@PC19:~$ du -BM /boot/efi
5M /boot/efi/EFI/ubuntu
2M /boot/efi/EFI/BOOT
7M /boot/efi/EFI
7M /boot/efi
noha@PC19:~$
Es sind also ganze 7 MB auf der Partition belegt! Das Dateisystem hat das Installationsprogramm von Ubuntu mit FAT32 festgelegt.
VG
noha
25.11.2025 01:07
Hallo,
ich bin endlich dazu gekommen, mit meinem System weiter zu testen, um es zum Laufen zu bringen. Trotz der Bemerkung von Li unten habe ich Root und Home auf dem Stick erzeugt, weil ich eine Zeit auf dem Stick arbeiten will (wenn er denn mal läuft) und ich denke, dass dann die Daten leichter auf die Festplatte kopiert werden können. Vielleicht täusche ich mich da aber auch. Die Installation ist fehlerfrei durchgelaufen (Li, wie bringt man eigentlich den gelben Strich vor die Einfügungen aus früheren Beiträgen?)
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Für Anfänger wird empfohlen, Root (
/) und Home (/home) in einer Partition zu belassen, da dies die Verwaltung vereinfacht.
- Optionale Separate Home-Partition: Wenn Sie das System später leichter neu installieren wollen, ohne Ihre Daten zu verlieren, können Sie den verbleibenden Platz alternativ in zwei Partitionen teilen:
- Root: 20-30 GB, Ext4, Mount Point:
/ - Home: Restlicher Speicher, Ext4, Mount Point:
/home
- Root: 20-30 GB, Ext4, Mount Point:
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Ich habe den Stick eingesteckt und mit F12 den Boot Manager gestartet, aber der Stick wurde nicht angezeigt, nur Windows.
Als nächstes habe ich einen älteren Dell-Laptop (2011) wieder ausgekramt, das BIOS entsprechend geändert (z.B. secure boot <disable>) und der Stick wurde angezeigt und ich konnte das Ubuntu System vom Stick booten (nach Quittierung einer Fehlermeldung). Am Stick und an der Installation darauf liegt es also anscheinend nicht.
Auf Nachfrage bei der Acer-Community bezüglich BIOS (das ist das einzige, was mir noch einfällt) habe ich ein paar Tipps bekommen zu weiteren BIOS-Einstellungen. Jetzt sehe ich auch den Stick im BIOS und Ubuntu im Boot Manager (F12).
Läuft aber trotzdem noch nicht.
Nach Auswahl von Ubuntu im Boot Manager bekomme ich die Anzeige von Bild ‚Ubuntu Menu.jpg‘. Ich habe mich schon gefreut, da ich dieses Bild vom persistenten System auf Stick kannte.
Nach Auswahl von <*Ubuntu> kam aber die Fehlermeldung von Bild ’nach Ubuntu Auswahl.jpg‘. Durch Drücken einer beliebigen Taste kam dann die Meldung aus Bild ‚Fehlermeldung 2 Ubuntu.jpg‘. Nach Drücken von <Esc> erscheint der grub> Prompt, mit dem ich gar nichts anfangen kann (Bild grub Prompt.jpg).
Ich habe auch noch <Advancd Options for Ubuntu> probiert und bekomme die Auswahl von Bild ‚Ubuntu with options.jpg‘. Auch hier komme ich nicht weiter und lande schließlich wieder bei dem grub> Prompt.
Vielleicht kann mir jemand mit den vorliegenden Infos wieder ein Stück weiterhelfen.
Im BIOS sehe ich noch, dass auf dem Stick noch folgende .efi Dateien sind:
grubx64.efi, shimx64.efi, mmx64.efi, BOOTX64.EFI und fbx64.efi
Ich habe mit grubx64.efi und BOOTX64.EFI versucht zu starten, aber in allen Fällen komme ich auf das Ubuntu Menu mit der gleichen Fehlermeldung.
Danke vorab und Grüße,
woli
Hallo woli,
die Fehlermeldungen (insbesondere error: shim_lock protocol not found und error: you need to load the kernel first) und das daraufhin erscheinende GRUB-Menü (Bild mit Ubuntu, Advanced options…) bestätigen folgendes:
- Der PC startet erfolgreich den Bootloader (GRUB) vom USB-Stick.
- Das Problem liegt wahrscheinlich in der Sicherheitskonfiguration Ihres Acer-UEFI, die den Start des Ubuntu-Kernels blockiert.
Lösung: Secure Boot in Ihrem Acer-UEFI
Die Meldung „shim_lock protocol not found“ ist der direkte Beweis dafür, dass der Sichere Start (Secure Boot) die Ursache ist. Obwohl Sie bereits versucht haben, Secure Boot zu deaktivieren, müssen Sie bei Acer-Geräten oft einen zusätzlichen Schritt ausführen, damit die Einstellung greift.
Hier ist der Plan, um Secure Boot zu deaktivieren:
Schritt 1: Das UEFI/BIOS aufrufen
- Fahren Sie den PC komplett herunter.
- Schalten Sie ihn ein und drücken Sie sofort wiederholt F2 oder ENTF, um ins UEFI/BIOS zu gelangen.
Schritt 2: Supervisor-Passwort festlegen (Der Acer-Trick)
Bei vielen Acer-Modellen ist die Option zum Deaktivieren von Secure Boot standardmäßig ausgegraut, bis ein Administrator-Passwort (Supervisor Password) festgelegt wurde.
- Navigieren Sie zum Reiter „Security“ (Sicherheit).
- Suchen Sie nach der Option „Set Supervisor Password“ (Supervisor-Passwort festlegen) oder „Set an Administrator Password“.
- Legen Sie ein einfaches, temporäres Passwort fest (z. B. „1234“). Bestätigen Sie es.
Schritt 3: Secure Boot deaktivieren
Nachdem das Passwort gesetzt wurde, sollte die Option „Secure Boot“ im UEFI veränderbar sein.
- Gehen Sie entweder im Reiter „Security“ oder im Reiter „Boot“ (Start) zur Einstellung „Secure Boot“.
- Stellen Sie diese Option auf „Disabled“ (Deaktiviert).
Schritt 4: Einstellungen speichern und den Stick starten
- Gehen Sie zum Reiter „Exit“ (Beenden).
- Wählen Sie „Exit Saving Changes“ (Beenden und Änderungen speichern).
Nach dem Neustart sollte der Acer-PC den GRUB-Bootloader starten und, da Secure Boot deaktiviert ist, den Ubuntu-Kernel ohne die shim_lock Fehlermeldung laden können.
Wichtig: Falls das System dann startet, können Sie danach ins UEFI gehen und das in Schritt 2 gesetzte Supervisor-Passwort wieder entfernen („Set Supervisor Password“ aufrufen und die Felder leer lassen), damit Sie bei zukünftigen Änderungen kein Passwort benötigen.
MfG
Li
Hallo Li,
Hurra, es ist geschafft. Nach vielen hoch- und runterfahren und F2 und F12 startet mein System auf Stick. Die Schritte 1-4 oben hatte ich vorher schon x-mal durchgemacht und hatte die .efi Dateien auf dem Stick in die Datenbank der sichern Files eingetragen mit unterschiedlichen Namen. Diese wurden dann auch im Boot Menu angezeigt, aber Ubuntu lief nicht. Der für mich entscheidende Hinweis war
‚die Fehlermeldungen (insbesondere error: shim_lock protocol not found und error: you need to load the kernel first) und das daraufhin erscheinende GRUB-Menü (Bild mit Ubuntu, Advanced options…) bestätigen folgendes:‘
Ich habe mich an ein ’shimx64.efi‘ erinnert und mit ‚Restore Secure Boot to Factory Default‘ alle meine früheren Enträge zurückgesetzt. Dann einzeln ein .efi nach dem anderen ausgewählt (‚Select an EFI file …..‘) runterfahren, hochfahren, testen, …
Erst als ich nur ’shimx64.efi‘ ausgewählt habe, ist Ubuntu ohne Probleme gestartet. Ich habe Ubuntu an die erste Stelle in der Boot-Reihenfolge gesetzt, Secure Boot wieder eingeschaltet, das Supervisor Password wieder zurückgesetzt und jetzt bootet Ubuntu, wenn der Stick eingesteckt ist und Windows, wenn kein Stick vorhanden ist (s. Bilderreihenfolge)
Jetzt kann ich endlich das System so anpassen, wie ich es später auf der Festplatte im Rechner haben will.
Danke für die Unterstützung und schöne Weihnachtszeit,
woli
Hallo woli,
schön, dass Ihr Problem jetzt erstmal gelöst ist.
Ich habe selber u.a. zwei Notebooks von Acer und hatte für das 2. Betriebssystem am Anfang ähnliche Probleme wie Sie.
Danke für die guten Wünsche! Die gleichen natürlich an Sie zurück.
MfG
Li