Hilfe, liebe Experten ! Mein Fileserver (Lenovo P340 mit Windows11 Pro for Workstations, Intel Xeon) startet nach 7 Tagen Abwesenheit nicht mehr. Kommt beim Einschalten bis zur Anzeige „Press Enter to Start BIOS“, dann schaltet er aus und beginnt das gleiche von vorne. Endlos. Komme mit Enter ins BIOS, kann F12 Select Start Medium wählen. Wähle Start von der Platte (eine SATA-SSD), Windows UEFI Boot…. , schaltet sofort wieder aus.
Ich habe eine Datensicherung (Klon) auf einer USB-SSD. Die wird erkannt und ich kann über F12 ansteuern. Bricht auch dort bei WIN UEFI Boot …. ab, so wie bei der Original-Platte. Es muss also an dem UEFI: Windows Boot Manager liegen. Kann man den irgendwie umgehen und das System direkt starten ?
PS: Ich habe vorher alle Daten und Programme gesichert. Der Fileserver läuft normalerweise durchgehend 24h, wurde nur wegen Urlaub gesichert und ausgeschaltet.
Hat jemand einen Rat für mich ? Vielen Dank. Rudolf Nitze
Hallo Herr Nitze,
Das sieht nach einem Hardware Problem aus, entweder im Netzteil oder auf dem Motherboard.
Stimmt im BIOS das Datum und die Systemzeit?
Wenn Sie im Bios sind und dort keinerlei Einstellungen oder Änderungen machen, startet dann der Rechner auch neu, oder bleibt das BIOS Bild für mindestens eine halbe Stunde konstant?
Haben Sie einen Ubuntu installationsstick (LIVE MEDIUM) dann können Sie ja noch probieren ob der Start hiermit möglich ist.
Grüße von
Jürgen
Haben Sie einen Ubuntu installationsstick (LIVE MEDIUM) dann können Sie ja noch probieren ob der Start hiermit möglich ist.
Nachträglich von J.0033 hinzugefügt!!
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Hallo Herr Nitze,
Sie können Sie mit den folgenden Schritten versuchen, den Bootloader zu reparieren:
So reparieren Sie den UEFI-Bootloader unter Windows 11
- Erstellen Sie ein bootfähiges Windows-Installationsmedium (USB-Stick) mithilfe des Media Creation Tools auf einem anderen Computer.
- Stellen Sie im BIOS/UEFI sicher, dass USB als primäres Bootmedium gewählt ist.
- Starten Sie den Server von diesem USB-Stick und wählen Sie im Installationsmenü unten links „Computerreparatur“ aus.
- Navigieren Sie zu Problembehandlung > Erweiterte Optionen > Eingabeaufforderung.
EFI-Partition zuordnen und Bootloader reparieren
Führen Sie folgende Schritte in der Eingabeaufforderung aus:
diskpartselect disk 0(Ihr Hauptdatenträger, ersetzen Sie ggf. die Zahl)list vol(Suchen Sie die EFI-Partition)select volume x(x = Nummer Ihrer EFI-Partition)assign letter=Z(Weisen Sie der Partition einen Laufwerksbuchstaben zu)exit
Nun geben Sie folgende Befehle ein:
cd /d Z:\EFI\Microsoft\Boot\ bootrec /fixboot bootrec /fixmbr bootrec /rebuildbcd
Bestätigen Sie jeweils die Befehle.
5. Starten Sie Ihr System neu und prüfen Sie, ob Windows startet. Die Reparatur stellt den Bootloader und die Startfunktion meist wieder her.
BIOS/UEFI prüfen
Bitte kontrollieren Sie außerdem im BIOS:
- Ist „UEFI“ aktiv und „Secure Boot“ ggf. deaktiviert?
- Wird Ihre SATA-SSD korrekt erkannt und ist die Bootreihenfolge richtig eingestellt?
Hinweis zur USB-SSD (Klon)
Ihre Datensicherung auf USB-SSD funktioniert nach dem gleichen Prinzip: Der Bootloader der Klonplatte kann ebenfalls mit obigen Schritten repariert werden. Sie müssen das Zielsystem immer über den „Windows Boot Manager“ starten – ein direktes Umgehen ist nicht vorgesehen.
Zusammenfassung
Sie können den Bootmanager zwar nicht überspringen, aber mithilfe des Windows-Installationsmediums und einer Reparatur der UEFI-Partition ist eine Wiederherstellung in den meisten Fällen möglich. Sollte dies wiederholt fehlschlagen, kann ein Defekt der SSD oder eine tiefergehende Hardwarestörung vorliegen.
MfG
Li
So etwas schrieb Lippmann in einem anderen Beitrag
Ich halte es für die meisten Leser in diesem Forum nicht für optimal, gleich zu Anfang 2 oder mehrere Lösungen fast gleichzeitig anzubieten.
Ergänzung zu Antwort von Jürgen0033
Lieber Herr Nitze,
siehe Anhang.
Mit freundlichen Grüßen
Josef Schreiner
Hallo Herr Nitze,
das Spiel mit Lippmanns doppelten Antworten haben wir hier leider öfters. Siehe https://club.computerwissen.de/qa/370364-festplatte-ist-mit-passwort-versehen/ und auch hier https://club.computerwissen.de/qa/370571-mein-tastaturblock-rechts-ist-auf-meinem-notebook-deaktiviert/
MfG
Jürgen
Hallo Herr Nitze!
Hier nochmal:
Sie können Sie mit den folgenden Schritten versuchen, den Bootloader zu reparieren:
So reparieren Sie den UEFI-Bootloader unter Windows 11
- Erstellen Sie ein bootfähiges Windows-Installationsmedium (USB-Stick) mithilfe des Media Creation Tools auf einem anderen Computer.
- Stellen Sie im BIOS/UEFI sicher, dass USB als primäres Bootmedium gewählt ist.
- Starten Sie den Server von diesem USB-Stick und wählen Sie im Installationsmenü unten links „Computerreparatur“ aus.
- Navigieren Sie zu Problembehandlung > Erweiterte Optionen > Eingabeaufforderung.
EFI-Partition zuordnen und Bootloader reparieren
Führen Sie folgende Schritte in der Eingabeaufforderung aus:
diskpartselect disk 0(Ihr Hauptdatenträger, ersetzen Sie ggf. die Zahl)list vol(Suchen Sie die EFI-Partition)select volume x(x = Nummer Ihrer EFI-Partition)assign letter=Z(Weisen Sie der Partition einen Laufwerksbuchstaben zu)exit
Nun geben Sie folgende Befehle ein:
cd /d Z:\EFI\Microsoft\Boot\
bootrec /fixboot
bootrec /fixmbr
bootrec /rebuildbcd
Bestätigen Sie jeweils die Befehle.
5. Starten Sie Ihr System neu und prüfen Sie, ob Windows startet. Die Reparatur stellt den Bootloader und die Startfunktion meist wieder her.
BIOS/UEFI prüfen
Bitte kontrollieren Sie außerdem im BIOS:
- Ist „UEFI“ aktiv und „Secure Boot“ ggf. deaktiviert?
- Wird Ihre SATA-SSD korrekt erkannt und ist die Bootreihenfolge richtig eingestellt?
Hinweis zur USB-SSD (Klon)
Ihre Datensicherung auf USB-SSD funktioniert nach dem gleichen Prinzip: Der Bootloader der Klonplatte kann ebenfalls mit obigen Schritten repariert werden. Sie müssen das Zielsystem immer über den „Windows Boot Manager“ starten – ein direktes Umgehen ist nicht vorgesehen.
Zusammenfassung
Sie können den Bootmanager zwar nicht überspringen, aber mithilfe des Windows-Installationsmediums und einer Reparatur der UEFI-Partition ist eine Wiederherstellung in den meisten Fällen möglich. Sollte dies wiederholt fehlschlagen, kann ein Defekt der SSD oder eine tiefergehende Hardwarestörung vorliegen.
MfG
Li